Apple rüstet sein Health-Ökosystem massiv auf. Die neuen Funktionen in iOS 27 und watchOS 27 zielen auf Frauengesundheit, KI-gestützte Ernährung und die Vernetzung mit Fitnessgeräten.
Auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) am 8. Juni 2026 präsentierte Apple die umfassendste Überarbeitung seiner Gesundheits- und Fitnessplattform seit Jahren. Die Entwickler-Beta der neuen Betriebssysteme iOS 27 und watchOS 27 ist bereits verfügbar. Im Zentrum stehen drei große Neuerungen: ein detailliertes Tracking für die Wechseljahre, intelligente Lebensmittelanalyse per Kamera und die direkte Anbindung des iPhones an Fitnessgeräte im Studio.
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Endlich: Umfassende Unterstützung für die Wechseljahre
Ein zentrales Element des Updates ist die dedizierte Erfassung von Perimenopause und Menopause. Nutzerinnen können künftig Symptome wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und trockene Haut dokumentieren. Das System erkennt Zyklus-Unregelmäßigkeiten – besonders bei Frauen ab 40 – und sendet entsprechende Benachrichtigungen. Eine Bibliothek mit medizinischen Aufklärungsmaterialien ergänzt das Angebot.
Passend dazu launcht Apple auf Fitness+ ein neues, dreiwöchiges Programm namens „Strong Through Menopause“. Es kombiniert Krafttraining und Yoga, speziell abgestimmt auf die Bedürfnisse von Frauen in dieser Lebensphase. Damit erweitert Apple sein Cycle-Tracking weit über den klassischen Menstruationszyklus hinaus.
Kamera wird zum Ernährungsscanner
Die neue „Visuelle Intelligenz“ in iOS 27 nutzt die Siri-KI, um Lebensmittel per iPhone-Kamera zu analysieren. Nutzer scannen einfach ihr Essen – das System liefert dann eine Aufschlüsselung der Nährwerte. Konkrete Kalorienzahlen liefert die Funktion zwar nicht, aber sie bewertet den Verarbeitungsgrad und zeigt Protein- sowie Zuckergehalt an.
Das Health-App-Design wurde ebenfalls überarbeitet: Statt einer Listenansicht präsentiert sich der Bereich „Durchsuchen“ nun in einer übersichtlichen Karten-Oberfläche. Erste Tests der Beta, die seit dem 11. Juni 2026 läuft, zeigen zudem eine deutlich schnellere Datensynchronisation zwischen Health- und Fitness-App – insbesondere bei den Schrittzahlen.
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GymKit jetzt auch ohne Apple Watch
Erstmals können Nutzer Fitnessgeräte direkt mit dem iPhone koppeln. Bisher war diese Funktion der Apple Watch vorbehalten. GymKit fürs iPhone erlaubt das Pairing mit kompatiblen Trainingsgeräten – Laufband, Crosstrainer oder Rudergerät übertragen ihre Daten dann nahtlos an die Fitness-App. Auch die Routen- und Distanzmessung wurde verbessert.
watchOS 27 bringt den „Workout Buddy“ mit. Das Feature unterstützt Herzfrequenzzonen-Überwachung und funktioniert offline. Zudem gibt es spanische Sprachunterstützung für Trainingsmetriken. Allerdings: Die neue watchOS-Version läuft nur auf der Apple Watch Series 9 und neuer – die älteren Modelle haben schlichtweg nicht genug Rechenleistung für die KI-Funktionen am Handgelenk.
Deutlich schneller: App-Starts und AirDrop
Neben den Gesundheitsfunktionen bringt iOS 27 spürbare Leistungssteigerungen. Laut Apple starten Apps nun bis zu 30 Prozent schneller, AirDrop-Übertragungen sind sogar 80 Prozent flotter. Möglich macht das ein neu designtes CPU-Scheduling, das auch ältere Geräte beschleunigt – die Kompatibilität reicht bis zum iPhone 11 zurück.
In Zusammenarbeit mit der Amerikanischen Akademie für Pädiatrie hat Apple zudem die Kindersicherung überarbeitet. Neue altersgerechte Kontoeinrichtungen, verbesserte Bildschirmzeit-Limits und feinere Genehmigungen für die Kommunikation geben Eltern mehr Kontrolle.
Wann kommen die neuen Funktionen?
Eine öffentliche Beta ist für Juli 2026 angekündigt. Der offizielle Release erfolgt im Herbst – traditionell im September, zeitgleich mit den neuen iPhone-Modellen. Einige der fortschrittlichen KI-Funktionen aus dem Apple Intelligence-Paket bleiben zunächst englischsprachigen Regionen und High-End-Geräten ab dem iPhone 15 Pro vorbehalten.

