Apple rüstet seine iPhones mit einer neuen Generation künstlicher Intelligenz auf. Das Update iOS 27 soll ab Herbst 2026 verfügbar sein und verändert grundlegend, wie Nutzer mit ihren Geräten interagieren.
Der Konzern aus Cupertino hat umfassende KI-Funktionen vorgestellt, die unter dem Namen „Apple Intelligence“ zusammengefasst werden. Entwickler können die Beta bereits testen, eine öffentliche Testversion folgt im Juli. Die Kernidee: Künstliche Intelligenz soll alltägliche Aufgaben automatisieren und den Kontext jeder Nutzung besser verstehen.
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Siri bekommt Google-Gehilfen
Die größte Neuerung betrifft den Sprachassistenten Siri. Seit Januar arbeitet Apple mit Google zusammen, um die Gemini-Modelle zu integrieren. Das Ergebnis: Siri präsentiert sich mit einer komplett neuen Oberfläche – ein durchscheinender Orb schwebt am oberen Bildschirmrand. Die Steuerung erfolgt über eine eigene App.
Besonders beeindruckend: Der Assistent kann nun alle Daten auf dem Gerät durchsuchen – Nachrichten, Mails, Notizen und Kalendereinträge. Stellt ein Nutzer etwa die Frage nach der Stornierungsfrist eines Hotels, findet Siri die Antwort automatisch in den relevanten Mails. Auch persönliche Trainingspläne lassen sich so abfragen.
Die Tests zeigen allerdings Einschränkungen: Nicht-amerikanische Akzente bereiten dem System noch Probleme, und bestimmte Gesundheitsdaten bleiben außen vor.
Praktische Helfer für den Alltag
iOS 27 bringt zahlreiche Automatisierungen mit, die den Alltag erleichtern sollen. Eine der praktischsten: Die Rechnungsaufteilung in Apple Cash. Nutzer fotografieren einfach den Kassenbon, die KI extrahiert Positionen, Steuern und Trinkgeld – schon lässt sich der Betrag per Nachricht mit Freunden teilen.
Auch die Sicherheit profitiert. Die Passwörter-App aktualisiert künftig automatisch Zugangsdaten, die bei Datenlecks kompromittiert wurden. Bei Service-Anrufen blendet das System relevante Buchungsnummern oder Bestätigungen aus den Mails direkt auf dem Bildschirm ein.
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Die Sprachsteuerung wird natürlicher: Kalendereinträge und Verknüpfungen lassen sich per Freitext-Eingabe erstellen. In Nachrichten schlägt die App kontextbezogene Aktionen vor – etwa eine Erinnerung anzulegen oder ein bestimmtes Foto zu teilen.
Safari, Fotos und Musik mit KI-Power
Der Browser Safari gruppiert Tabs jetzt thematisch und meldet Preisänderungen auf beobachteten Webseiten. Die Fotos-App erhält drei neue Werkzeuge: „Bereinigen“, „Erweitern“ und „Neu einrahmen“. Damit lassen sich Hintergründe verändern und Bildausschnitte per generativer KI anpassen.
Apple Music übersetzt Songtexte in sieben Sprachen und bietet Aussprachehilfen für fünf Sprachen. iCloud-Geteilte Alben unterstützen nun Uploads in voller Auflösung und temporäre Alben für bestimmte Events. Der Fitness-Dienst Fitness+ bekommt ein Programm für die Wechseljahre und neue „Time to Walk“-Inhalte.
Diese Geräte sind kompatibel
Die KI-Funktionen stellen hohe Anforderungen an die Hardware. Unterstützt werden:
- iPhone 15 Pro und Pro Max
- iPhone 16 und iPhone 17 (alle Modelle)
- iPads und Macs mit M1-Chip oder neuer
- Geräte mit A17 Pro oder A18 Pro Prozessor
Die Verarbeitung läuft weitgehend auf dem Gerät selbst – ein klares Bekenntnis zum Datenschutz. Für komplexere Aufgaben nutzt Apple „Private Cloud Compute“. Zunächst ist die Funktion auf Englisch beschränkt. In der EU und China fehlt sie in der ersten Ausbaustufe ganz. Die finale Version für alle Nutzer wird nach der Beta-Phase im Herbst erwartet.

