iOS 27: Apple rüstet Wallet mit KI-Funktionen auf

Apple ergänzt Wallet in iOS 27 um KI-Funktionen für digitale Pässe, geteilte Rechnungen und Ausgabenanalysen; Datenschutzfragen bleiben offen.

Apple erweitert die Wallet-App im kommenden iOS 27 um mehrere KI-gestützte Funktionen. Dazu gehören eine automatisierte Pass-Erstellung, ein Werkzeug zum Aufteilen von Rechnungen sowie eine ausgebaute Unterstützung für digitale Event-Tickets. Die Neuerungen sollen die Wallet-App von einer reinen Ablage für Karten und Tickets zu einem aktiveren digitalen Assistenten weiterentwickeln.

Physische Pässe per Kamera digitalisieren

Kernstück der Überarbeitung ist die Funktion „Create a Pass“. Nutzer können physische Karten, Mitgliedsausweise oder Event-Tickets einscannen oder per Screenshot importieren, um sie automatisch in digitale Pässe umzuwandeln.

Alternativ lassen sich Pässe auch manuell erstellen. Die Funktion nutzt Apple Intelligence und soll dabei helfen, den häufigen Schmerzpunkt physischer Geldbörsen zu adressieren, die trotz zunehmender Digitalisierung weiterhin viele Karten enthalten.

Für die visuelle Unterscheidung stehen Vorlagen in drei Kategorien zur Verfügung: Standardpässe in Orange, Mitgliedschaften in Blau und Event-Pässe in Lila. Zusätzlich lassen sich QR-Codes von Plattformen importieren, die keine native Wallet-Unterstützung bieten.

Beobachter verweisen darauf, dass Apple mit dieser Funktion einem Ansatz folgt, den Google Wallet bereits seit 2024 verfolgt. Die Veröffentlichung von iOS 27 ist für September zusammen mit dem iPhone 18 vorgesehen.

Rechnungssplitting per Siri und Kamera

Eine weitere neue Funktion trägt den Namen „Split Bill with Apple Cash“. Über Siri lässt sich damit ein Kassenbon abfotografieren, woraufhin die App die Rechnung automatisch zwischen mehreren Personen aufteilt.

Die Funktion basiert ebenfalls auf Apple Intelligence und reiht sich in eine Reihe von Verbesserungen ein, die laut Berichten auch überarbeitete Hotel-Schlüssel mit Reisedetails, ein neu gestaltetes Apple-Pay-Interface mit Zusatzinformationen sowie eine Funktion namens „Tap to Share“ umfassen.

Anzeige

Viele iPhone-Nutzer übersehen nach einem System-Update oft wichtige neue Sicherheitseinstellungen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Daten mit wenigen Klicks wirklich schützen. iOS-Sicherheits-Ratgeber jetzt kostenlos herunterladen

Insights-Funktion und Ausgabenübersicht

Parallel dazu führt Apple in der zweiten Beta-Version von iOS 27 zunächst in den USA die Funktion „Insights“ in der Wallet-App ein. Sie aggregiert Zahlungsdaten, um Trends und Gesamtausgaben sichtbar zu machen – ähnlich den Visualisierungen, die Nutzer bereits aus der Health-App kennen.

Die Funktion erlaubt es, Finanzkonten zu verbinden und wiederkehrende Transaktionen sowie Kontostände zu überwachen, ist in der aktuellen Beta jedoch noch nicht vollständig funktionsfähig.

Nach Angaben aus dem Beta-Test speichert Apple dabei keine Kontoinformationen. Ein Vorgängerprojekt namens „Connected Cards“, das mit iOS 17.1 eingeführt wurde, hatte demnach nur eine begrenzte Verbreitung gefunden.

Zudem wird berichtet, dass die Anzeige des Digital-ID-Features innerhalb der Wallet-App in der Beta-Version verändert wurde. Einige Nutzer berichten von einer Deaktivierung ihrer digitalen ID; Apple empfiehlt in solchen Fällen, die Karte zu entfernen und erneut hinzuzufügen.

Anzeige

Wer sich mit den neuesten Funktionen seines Smartphones vertraut macht, verliert bei Fachbegriffen wie Wallet oder iOS-Updates schnell den Überblick. Das gratis PDF-Lexikon erklärt die wichtigsten Begriffe verständlich und ohne Technik-Blabla. Kostenloses iPhone-Lexikon hier sichern

Reiseplanung direkt in der Wallet

Die MagicMobile-Integration in der Wallet-App wird darüber hinaus auf die gesamte Reiseplanung ausgeweitet, einschließlich Reservierungen und Reisedetails, die automatisch aktualisiert werden. Die Funktion arbeitet unter anderem mit der App „My Disney Experience“ zusammen.

Datenschutz als offene Frage

Die neuen Import- und Speicherfunktionen für physische Pässe sollen die mentale Last reduzieren, die mit der Verwaltung mehrerer physischer und digitaler Karten einhergeht, und könnten laut Einschätzungen aus dem Beta-Umfeld die Bereitschaft zur rein digitalen Nutzung erhöhen.

Gleichzeitig werfen die Kamera- und Siri-gestützten Funktionen zur automatischen Speicherung von Karten- und Rechnungsdaten Fragen zu Datenschutz und Sicherheit auf, die im Vorfeld der geplanten Veröffentlichung im September weiter diskutiert werden dürften.

Mehr zum Thema bei MacRumors: „iOS 27 Tweaks Apple Wallet’s U.S. Passport Feature“