Mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 (Golden Gate) hat Apple im September 2026 ein umfassendes Paket an Kindersicherungs- und Sicherheitsfunktionen ausgerollt. Die Systeme sind seit dem 14. September 2026 verfügbar.
Während Apple die technischen Möglichkeiten für Eltern erweitert, verschärft sich zeitgleich der politische Druck auf Technologiekonzerne, Minderjährige besser vor Online-Risiken zu schützen – etwa durch Altersgrenzen in Texas und angekündigte Zugangssperren in Großbritannien.
Neue Werkzeuge für Eltern
Kern der Neuerungen sind sogenannte Child Accounts, die laut Apple die Einrichtung von Kinderkonten erleichtern sollen. Eltern können darüber steuern, welche Apps installiert werden dürfen, Käufe über Ask to Buy genehmigen und über eine Funktion namens Ask to Browse neue Websites im Safari-Browser freigeben. Bei Kindern unter 13 Jahren ist die elterliche Zustimmung für neue Safari-Websites standardmäßig aktiviert.
Hinzu kommen Time Allowances und Schedules, mit denen sich Bildschirmzeit nach Kategorien wie Unterhaltung, Spielen oder sozialen Medien begrenzen sowie nach Tageszeiten – etwa während der Schule – einschränken lässt.
Eltern können den Zugriff per Fingertipp pausieren oder vorübergehend unbegrenzte Bildschirmzeit erlauben. Eine weitere Funktion, Communication Safety, erkennt und blockiert laut Apple Nacktheit und Gewalt in Bildern und Videos, wobei die Analyse den Angaben zufolge direkt auf dem Gerät erfolgt.
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Für die Einrichtung ist eine kompatible Software-Version innerhalb der Family-Sharing-Gruppe notwendig; auch für die Nutzung von Screen Time müssen alle Geräte der Gruppe aktualisiert sein.
Apple weist zudem darauf hin, dass einzelne Funktionen je nach Region, Sprache und Gerätemodell variieren können. Nach eigenen Angaben hat Apple bei der Entwicklung Online-Sicherheits- und Gesundheitsexperten einbezogen, darunter die American Academy of Pediatrics.
Reichweite der Systeme
iOS 27 unterstützt iPhones ab dem iPhone 11 aus dem Jahr 2019. Apple Intelligence bleibt dabei auf neuere Modelle beschränkt, konkret iPhone 16 sowie iPhone 15 Pro und 15 Pro Max.
Ältere Geräte wie iPhone 8, 8 Plus und X verbleiben auf iOS 16.7.16, iPhone 6s und 7 auf iOS 15.8.8, iPhone 6 und 6 Plus auf iOS 12.5.8. Die neue Siri-KI-App startet zunächst als Beta mit Warteliste; ihr Start in der EU verzögert sich wegen Konflikten mit europäischen Digitalregeln.
Sicherheitsforscher verweisen darauf, dass iOS 27 und iPadOS 27 rund 126 Sicherheitslücken beheben, darunter 20 im Kernel. Besonders hervorgehoben wird eine CoreMedia-Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-64752, die durch die Verarbeitung eines manipulierten Bildes eine Codeausführung ermöglichen könnte und von Trackern mit 7,3 von 10 auf der CVSS-Skala bewertet wird. macOS Golden Gate 27 erhielt rund 210 Fixes, etwa 100 davon gemeinsam mit iOS 27, während macOS Tahoe 26.7 153 einzigartige CVE-Fixes und macOS Sequoia 15.8 mehr als 150 Fixes erhielten.
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Regulatorischer Druck wächst
Parallel zu den technischen Neuerungen verschärfen mehrere Regierungen ihre Vorgaben für den Jugendschutz im Netz. In Texas gilt inzwischen ein Mindestalter von 18 Jahren für ein App-Store-Konto.
In Großbritannien kündigte Premierminister Keir Starmer an, den Zugang zu sozialen Medien für unter 16-Jährige zu blockieren; zudem fordert das Land strengere Gerätekontrollen. In den USA befasst sich der Senat mit dem Kids Internet and Digital Safety Act, während Australien Nutzern unter 16 Jahren Konten auf bestimmten sozialen Plattformen untersagt.
Diese Entwicklungen setzen Apple in gleich drei Ländern – Großbritannien, den USA und Australien – unter regulatorischen Druck. Die neuen Kindersicherungsfunktionen in iOS 27 lassen sich damit auch als Reaktion auf diesen wachsenden politischen Erwartungsdruck lesen, auch wenn Apple selbst keine direkte Verbindung zwischen den gesetzlichen Initiativen und der Produktentwicklung herstellt.
Für Eltern und Nutzer dürfte relevant sein, dass die Wirksamkeit einzelner Funktionen je nach Land, Sprache und Gerätemodell unterschiedlich ausfallen kann – ein Umstand, der angesichts unterschiedlicher nationaler Vorgaben zunehmend an Bedeutung gewinnt.

