Die neueste iOS-27-Beta enthüllt eine umstrittene Funktion: Wer seine Raten nicht zahlt, verliert den Zugriff auf sein Gerät.
Apple arbeitet offenbar an einem System, das iPhones bei ausbleibenden Leasing- oder Finanzierungsraten weitgehend unbrauchbar macht. Der Mechanismus namens „Restricted Mode“ wurde im Code der aktuellen Beta-Version von iOS 27 entdeckt – und das ausgerechnet kurz vor dem Start eines neuen Hardware-Leasingprogramms.
So funktioniert die Gerätesperre
Die Analyse der Beta-Software offenbart ein System namens App Managed Features, das speziell für finanzierte iPhones entwickelt wurde. Verpasst ein Nutzer eine fällige Rate, kann der Finanzierungsanbieter eine Sperre auslösen, die den Großteil aller Apps deaktiviert.
Eine genau definierte Liste von Kernanwendungen bleibt auch im Sperrmodus nutzbar. Dazu gehören Telefon, Einstellungen, App Store, Wallet, Health, Uhr und Passwörter. Auch die Bedienungshilfen wie die Lupe und der Vorlesemodus bleiben aktiv. Während die meisten Drittanbieter-Apps blockiert werden, könnten kritische Dienste wie Hausalarmanlagen oder Gesundheitsmeldungen weiterlaufen.
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Zusätzlich zur Software-Sperre verweist der Beta-Code auf eine Partner Finance Lock. Diese Sicherheitsmaßnahme verhindert, dass ein Gerät bei Zahlungsrückstand gelöscht oder weiterverkauft werden kann. Das System nutzt offenbar das „Wo ist?“-Netzwerk zur Durchsetzung – gewährt dem Finanzierer aber keinen Zugriff auf den Standort des Nutzers. Diese Funktionen fehlten noch im Release Candidate von iOS 26.6, was darauf hindeutet, dass sie für die nächste große Software-Generation vorgesehen sind.
Neues Leasingprogramm startet Ende Juli
Die Entdeckung dieser Software-Kontrollen fällt mit Berichten über ein neues Apple-Leasingprogramm zusammen. Es soll am 28. Juli 2026 an den Start gehen und das bisherige iPhone-Upgrade-Programm ersetzen. Partner ist der Finanzdienstleister Klarna.
Das Programm deckt eine breite Palette an Hardware ab: iPhones, Macs, iPads und Apple Watches. Die Laufzeiten betragen 24 Monate für iPhones und Watches, während Macs und iPads über 36 Monate finanziert werden. Anders als beim Vorgängermodell ist AppleCare+ nicht mehr standardmäßig enthalten.
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Für die Teilnahme ist eine weiche Bonitätsprüfung vorgesehen. Die konkrete Schwelle, ab der eine Gerätesperre ausgelöst wird, liegt jedoch im Ermessen des jeweiligen Finanzierungspartners. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass während einer Sperre weiterhin aktive Service-Abonnements abgerechnet werden könnten.
Apples Strategiewechsel bei Finanzdienstleistungen
Die Einführung einer softwaregesteuerten Zahlungsdurchsetzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Apple sein Finanzdienstleistungsgeschäft grundlegend umbaut. Bereits Anfang des Jahres stellte der Konzern seinen „Apple Pay Later“-Dienst in den USA ein und setzt stattdessen auf externe Ratenkreditanbieter.
Der Schritt zu strengeren automatisierten Inkassomethoden folgt auf Probleme mit früheren Finanzpartnern. Goldman Sachs beendete 2024 seine Partnerschaft für die Apple Card – Berichten zufolge nachdem rund 17 Milliarden Euro an unbezahlten Salden aufgelaufen waren. JP Morgan Chase soll bereits in Verhandlungen über die Übernahme des Kreditkartenportfolios sein.
Die Implementierung des Restricted Mode wirft regulatorische Fragen auf. Zwar ist die Funktion im aktuellen Beta-Code vorhanden, doch ob sie auch in der finalen Version von iOS 27 landen wird, ist noch offen.

