iOS 27: Apple sperrt KI-Kameras hinter teuren iCloud-Tarifen

Apple koppelt KI-Auswertungen für HomeKit Secure Video an teurere iCloud+-Pakete und begrenzt je nach Tarif die Zahl unterstützter Kameras.

Mit den Betriebssystem-Updates iOS 27 und tvOS 27 hat Apple optionale Apple-Intelligence-Funktionen für HomeKit Secure Video eingeführt, die den Umgang mit Überwachungskameras im Smart Home verändern sollen.

Dazu zählen KI-generierte Videozusammenfassungen, eine Suche in natürlicher Sprache innerhalb der Aufnahmen sowie die Möglichkeit, Clips mehrerer Kameras zu einer übergreifenden Zusammenfassung zu verbinden.

Die neuen Werkzeuge sind laut Berichten von theverge.com, macrumors.com und itechpost.com vom 14. September 2026 nicht in jedem iCloud-Tarif enthalten, sondern an bestimmte, teurere Abo-Stufen gebunden.

Neue Preisstaffelung mit Kameralimits

Wer die KI-Funktionen nutzen will, benötigt einen der oberen iCloud+-Tarife: Der 2-TB-Plan für 9,99 US-Dollar im Monat erlaubt die Nutzung mit einer Kamera, der 6-TB-Plan für 29,99 US-Dollar mit zwei Kameras, und der 12-TB-Plan für 59,99 US-Dollar unterstützt bis zu fünf Kameras.

Auch Apple One Premier mit 2 TB Speicher für 39,95 US-Dollar im Monat deckt lediglich eine Kamera ab – einen Tarif mit unbegrenzter Kamerazahl gibt es für die KI-Funktionen nicht.

Damit weicht Apple von seiner bisherigen HomeKit-Secure-Video-Logik ab: In der bisherigen, KI-losen Staffelung reichten bereits kleinere Abos für deutlich mehr Kameras – der 50-GB-Tarif für 0,99 US-Dollar deckte eine Kamera ab, der 200-GB-Tarif für 2,99 US-Dollar bereits fünf, und ab dem 2-TB-Tarif für 9,99 US-Dollar war die Kamerazahl unbegrenzt. Diese günstigeren Einstiegstarife (0,99 und 2,99 US-Dollar) bleiben zwar bestehen, enthalten laut indiatimes.com jedoch keine der neuen KI-Funktionen.

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Insgesamt reicht die iCloud+-Preisspanne laut sixcolors.com von 0,99 US-Dollar für 50 GB bis 59,99 US-Dollar für 12 TB, in Kombination mit Apple One sogar bis zu 14 TB Speicher. In Indien liegen die iCloud+-Preise Berichten von indiatimes.com zufolge zwischen 75 Rupien für 50 GB und 5.900 Rupien für 12 TB.

Technische Voraussetzungen und Datenschutz

Für die Videozusammenfassungen ist laut sixcolors.com zusätzlich ein Apple TV 4K oder ein HomePod der zweiten Generation als Hub notwendig. Die Funktionen laufen ausschließlich mit Geräten, die den HomeKit-Secure-Video-Standard unterstützen, etwa Modelle von Aqara wie das G350 oder G400 – Livestreams von Anbietern wie Arlo bleiben laut gizmodo.com außen vor. Nutzer müssen die Funktionen nach dem Update auf tvOS 27 beziehungsweise HomePod-Software 27 aktiv über die Home-App per Opt-in freischalten.

Ein zentrales Verkaufsargument bleibt der Datenschutz: HomeKit-Aufnahmen sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt und werden nicht auf das reguläre iCloud-Speicherlimit angerechnet, wie itechpost.com, theverge.com und ua.news berichten. Die gleichen KI-Funktionen für HomeKit Secure Video sind zudem Teil von visionOS 27, das für die Apple Vision Pro erschien.

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Einordnung im Zusammenspiel mit Siri AI und dem Wettbewerb

Die Kamera-Funktionen erscheinen im Kontext des größeren iOS-27-Updates, das laut macrumors.com und appleinsider.com am 14. September 2026 gegen 10 Uhr Pacific Time veröffentlicht wurde und unter anderem die neue Siri AI für iPhone 15 Pro und neuere Modelle mitbrachte.

Siri AI startet zunächst als Beta ausschließlich auf Englisch; weitere Sprachen wie Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen im Oktober folgen.

In der EU ist die Funktion für iOS, iPadOS und watchOS zum Start nicht verfügbar, in China wurde sie aus regulatorischen Gründen ausgesetzt. Cloud-basierte KI-Funktionen unterliegen zudem täglichen Nutzungslimits; ein erweiterter Zugang soll später kostenpflichtig angeboten werden.

Im Vergleich zur Konkurrenz zeigt sich, dass Google mit Home Premium Advanced für 20 US-Dollar im Monat einen Tarif mit unbegrenzter Kamerazahl anbietet – ein Modell, das Apple mit seiner neuen, nach Kamerazahl gestaffelten Preisstruktur derzeit nicht spiegelt. Für Nutzer mit mehreren Überwachungskameras dürfte dies bei der Wahl des passenden Abo-Modells ein relevanter Faktor sein.