Der Konzern hat die ersten öffentlichen Betaversionen für iPhone, iPad, Mac, Apple Watch, Vision Pro und Apple TV freigegeben. Im Zentrum steht die tiefgreifende Integration künstlicher Intelligenz in das System.
Siri AI als Herzstück des Updates
Die wohl wichtigste Neuerung ist eine grundlegend überarbeitete Siri. Der Sprachassistent versteht nun natürlichere Unterhaltungen und behält den Kontext über mehrere Anfragen hinweg. Besonders beeindruckend: Siri erkennt, was auf dem Bildschirm passiert, und kann direkt mit angezeigten Inhalten interagieren. Auch komplexe Aufgaben über mehrere Apps hinweg soll der Assistent künftig erledigen.
Auf dem Mac kommt Siri AI sowohl in der Spotlight-Suche als auch in einer eigenen App zum Einsatz. Mit „Schreiben mit Siri“ lassen sich Texte generieren, während die „Visuelle Intelligenz“ Objekte erkennt oder Kamerabilder analysiert – auf dem iPad sogar per Apple Pencil.
Doch die KI-Funktionen sind nicht überall verfügbar. Sie starten zunächst nur auf Englisch. In der Europäischen Union fehlen sie auf iPhone und iPad ganz – offenbar aus regulatorischen Gründen. Mac-Nutzer in der EU sollen hingegen Zugriff haben. Zudem sind die Hardware-Anforderungen hoch: Mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein Gerät mit M1-Chip wird benötigt. Für einige erweiterte Funktionen sind sogar 12 Gigabyte Arbeitsspeicher oder ein M4-Prozessor nötig.
Deutliche Leistungssprünge
Die neuen Systeme bringen auch spürbare Geschwindigkeitsverbesserungen. Tests zufolge starten Apps bis zu 30 Prozent schneller. Die Bildverarbeitung und Darstellungsgeschwindigkeit legt um 70 Prozent zu. AirDrop-Übertragungen sind sogar bis zu 80 Prozent flotter. Auf dem iPad sollen die SSD-Transferraten um das Fünffache steigen.
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Optisch setzt Apple auf ein neues Design namens „Liquid Glass“. Nutzer können die Transparenz der Oberfläche mit einem Schieberegler anpassen. Auf dem Mac erscheinen einheitliche Symbolleisten und randlose Seitenleisten – das Ganze wirkt aufgeräumter und moderner.
Neue Funktionen im Überblick
Neben KI und Performance bringt die Beta zahlreiche praktische Neuerungen:
- Safari erhält automatische Tab-Gruppen und eine „Benachrichtige mich“-Funktion. Für den Mac gibt es zudem einen neuen Erweiterungs-Builder.
- Die Fotos-App bietet jetzt KI-gestützte Werkzeuge wie „Sauber aufräumen“ zum Entfernen störender Objekte sowie „Erweitern“ und „Räumliche Neuanordnung“.
- Kurzbefehle verstehen nun natürliche Spracheingaben – das erleichtert die Erstellung komplexer Automatisierungen erheblich.
- Ein eigenständiger Passwort-Manager zentralisiert die Verwaltung aller Zugangsdaten.
- watchOS 27 bringt ein dynamisches App-Raster und eine neue Ein-Finger-Geste.
- Die Home-App unterstützt jetzt 4K-Video für kompatible Überwachungskameras.
- AirPods-Nutzer können künftig individuelle Equalizer-Einstellungen vornehmen.
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Vorsicht bei der Installation
Die öffentlichen Betaversionen gelten zwar als stabiler als die reinen Entwickler-Builds, dennoch warnt Apple vor möglichen Fehlern und erhöhtem Akkuverbrauch. Der Konzern empfiehlt, die Updates nur auf Zweitgeräten zu installieren und vorher ein vollständiges Backup anzulegen. Die Anmeldung erfolgt über das Apple Beta Software Program, danach findet sich das Update in den Geräteeinstellungen.
Die finalen Versionen von iOS 27, macOS 27 Golden Gate und den weiteren Plattformen werden für September oder Herbst 2026 erwartet.

