iOS 27: Apple stellt Video-CarPlay und KI-Siri vor

Die zweite öffentliche Beta von iOS 27 bringt KI-gestützte Siri-Funktionen, Video-Streaming im Auto und RCS 2.7. Der finale Release ist für September geplant.

Apple treibt die KI-Offensive voran: Die zweite öffentliche Beta von iOS 27 ist da und zeigt, wohin die Reise geht.

Nach der ersten Ankündigung auf der Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni 2026 hat Apple nun die zweite öffentliche Beta von iOS 27 veröffentlicht. Seit dem 22. Juli können Tester die neuen Funktionen ausprobieren. Im Mittelpunkt stehen der große Schritt in Richtung künstliche Intelligenz und ein völlig neues Infotainment-Erlebnis im Auto.

Video auf dem Fahrzeug-Display – aber nur im Stand

Eine der spektakulärsten Neuerungen betrifft CarPlay. Mit iOS 27 hält die Funktion „Video im Auto“ Einzug. Nutzer können dann Filme und Serien aus der Apple-TV-App und anderen unterstützten Diensten direkt auf dem Fahrzeug-Bildschirm streamen. Die Einschränkung: Sobald das Auto fährt, schaltet das System automatisch auf Audiomodus um.

Die Umsetzung hängt jedoch von den Autoherstellern ab. Zwar sind die Entwickler-Tools seit dem 24. Juli verfügbar, doch bislang hat noch kein Hersteller offiziell Unterstützung für die Funktion angekündigt. Nötig sind kompatible Breitbild-Displays und die Freigabe durch den Fahrzeugbauer.

Darüber hinaus bringt CarPlay zahlreiche Verbesserungen mit: einen neuen MiniPlayer mit integrierter Zeitleiste, 14 zusätzliche Hintergrundbilder und eine stabilere drahtlose Verbindung. Das Design folgt den sogenannten „Liquid-Glass“-Prinzipien mit flüssigeren Animationen und überarbeiteten Symbolen. Besitzer von Elektroautos sollen zudem von einer besseren Zusammenarbeit mit der fahrzeugeigenen Reichweitenanzeige profitieren.

Siri wird zum persönlichen Assistenten – mit Einschränkungen

Herzstück des Updates ist die Integration von Apple Intelligence, einer Suite generativer KI-Funktionen. Siri wurde grundlegend überarbeitet. Der Sprachassistent versteht nun Konversationen, kann Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigen und greift auf persönliche Daten zu, um kontextbezogene Antworten zu liefern.

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Die Hardware-Anforderungen sind jedoch hoch. Während die Standard-KI-Funktionen ein iPhone 15 Pro oder neuer voraussetzen, bleiben die Spitzenfeatures bestimmten Modellen vorbehalten. Die anpassbare Sprachausdrucksstärke und die variable Sprechgeschwindigkeit sind nur auf dem iPhone 17 Pro und dem iPhone 17 Air verfügbar. Grund: Diese Modelle verfügen über 12 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Ein Wermutstropfen für europäische Nutzer: Die Siri-KI wird beim Start nicht in der Europäischen Union verfügbar sein. Grund sind regulatorische Hürden. Erst am 1. Juli 2026 trafen sich Apples Führungsspitze und EU-Vertreter, um über die Einhaltung der Vorschriften und die Verfügbarkeit der Dienste zu beraten.

Nachrichten mit KI und RCS 2.7

Die Nachrichten-App erhält ebenfalls ein umfangreiches Update. Künstliche Intelligenz fasst lange Chatverläufe automatisch zusammen. Per Knopfdruck lassen sich Kalendereinträge erstellen oder Antworten vorschlagen. Siri kann Nachrichten sogar im persönlichen Schreibstil des Nutzers verfassen.

Mit der Integration von RCS 2.7 hält zudem eine Funktion Einzug, die Android-Nutzer schon länger kennen: Inline-Antworten, Emoji-Reaktionen und die Möglichkeit, gesendete Nachrichten zu bearbeiten oder zu löschen – plattformübergreifend. Ein neues Zeichenwerkzeug erlaubt die Nutzung von Markern, Textmarkern und Stickern direkt in der App.

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Safari, Fotos und das System

Auch abseits der großen Neuerungen hat Apple nachgebessert:

  • Safari sortiert geöffnete Tabs automatisch nach Themen und benachrichtigt Nutzer, wenn sich der Inhalt einer Webseite ändert.
  • Die Passwörter-App fordert automatisch zum Aktualisieren schwacher oder kompromittierter Kennwörter auf.
  • In Fotos lassen sich Bilder nun automatisch an den Bildschirm anpassen und einzelne Videobilder als hochauflösende Fotos speichern.
  • Das Interface bietet anpassbare Schriftgrößen für den Sperrbildschirm, unabhängige Lautstärkeregler für Wecker und dunklere Widgets für OLED-Displays.

Ausblick: Faltbares iPhone und finaler Release

Software-Analysten haben im Beta-Code Hinweise auf eine doppelte Akku-Unterstützung gefunden. Das deutet auf ein faltbares iPhone hin, das mit zwei separaten Akkuzellen arbeiten könnte. Branchenbeobachter rechnen mit einer Vorstellung bereits im Herbst 2026.

Der Testzyklus wird voraussichtlich den gesamten Sommer andauern. Nach den öffentlichen Betas im Juli soll die finale Version von iOS 27 planmäßig am 14. September 2026 für alle Nutzer erscheinen.