iOS 27: Apple vereinfacht AirPods-Steuerung radikal zur WWDC

Apple vereinfacht AirPods-Einstellungen mit iOS 27 und integriert KI-Funktionen in Fotos und Siri.

Nach Jahren der Kritik vereinfacht Apple die AirPods-Einstellungen – und bringt zugleich eine KI-Offensive.

Apple plant einen radikalen Umbau der AirPods-Steuerung. Mit dem kommenden iOS 27, das am 8. Juni auf der WWDC vorgestellt wird, will der Konzern ein jahrelanges Ärgernis beseitigen: die versteckten und unübersichtlichen Einstellungen für seine kabellosen Ohrhörer. Die Neuerung betrifft auch iPadOS 27 und macOS 27 – und ist Teil einer umfassenden Software-Strategie, die auf bessere Bedienbarkeit und tiefere KI-Integration setzt.

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Seit dem Marktstart der ersten AirPods im Jahr 2016 beklagen Nutzer, dass Firmware-Updates, Akkustandanzeigen und wichtige Schalter viel zu tief in den Menüs vergraben sind. Apple hat diese Kritik nun offenbar gehört. Statt einer eigenständigen App – eine Forderung, die das Unternehmen lange ablehnte – soll ein komplett überarbeitetes Einstellungsmenü Abhilfe schaffen.

Das neue AirPods-Menü: Weniger Klicks, mehr Überblick

Das Herzstück der Audio-Revolution ist ein neu strukturiertes AirPods-Menü. Bloomberg-Insider Mark Gurman beschrieb es am Montag als „funktionaler und besser organisiert“. Statt des bisherigen Flickenteppichs gruppiert die neue Oberfläche zusammengehörige Funktionen. Wichtige Steuerelemente wie die aktive Geräuschunterdrückung oder das automatische Audio-Switching stehen künftig im Vordergrund.

Das Ziel: Die Anzahl der nötigen Klicks für grundlegende Einstellungen drastisch reduzieren. Branchenbeobachter sehen darin eine längst überfällige Reaktion auf die wachsende Komplexität der AirPods-Produktreihe. Gerade Besitzer der AirPods Pro müssen eine Vielzahl von Features verwalten – von „Personalisiertem räumlichen Audio“ über „Konversationserkennung“ bis hin zu „Adaptivem Audio“. Bislang gingen viele dieser Funktionen in den Tiefen der Einstellungen unter.

„Das war kein kosmetisches Problem, sondern eine echte Bremse für die Nutzerzufriedenheit“, heißt es in Analystenkreisen. Wer für teure Premium-Funktionen zahlt, sie aber nicht findet, ist zu Recht frustriert.

KI-Offensive: Fotos, Siri und die Kamera

Doch iOS 27 ist weit mehr als ein AirPods-Update. Der Konzern rüstet seine Software massiv mit künstlicher Intelligenz auf. Die Fotos-App erhält drei neue KI-Werkzeuge: „Extend“ erweitert Bildränder, „Enhance“ verbessert niedrig aufgelöste Aufnahmen, und „Reframe“ schlägt bessere Bildausschnitte vor. All das basiert auf generativer KI.

Auch Siri steht vor einem grundlegenden Wandel. Der Sprachassistent bekommt ein neues, dunkles Design – und vor allem eine deutlich verbesserte Kontextwahrnehmung. Die Rede ist von einem „großen Siri-Überholung“. Parallel dazu verfeinert Apple seine kreativen KI-Tools: Genmoji und die Image Playground-Umgebung sollen hochwertigere und konsistentere Ergebnisse liefern.

Die Kamera-App erhält ihre erste große strukturelle Änderung seit Jahren. Profis und ambitionierte Hobbyfotografen können das Layout künftig anpassen und Steuerelemente nach eigenem Geschmack verschieben. Das ist eine deutliche Abkehr von der bisher starren Bedienung.

Ende einer Ära: Diese iPhones fallen raus

Mit iOS 27 verabschiedet sich Apple von einigen Klassikern. Das iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max – alle im September 2019 erschienen – werden voraussichtlich nicht mehr unterstützt. Auch das iPhone SE der zweiten Generation fällt vermutlich raus. Der Grund: Die steigenden Anforderungen der KI-Funktionen und der neuen Oberflächen benötigen modernere Prozessoren. Millionen Nutzer dieser Geräte müssen sich also auf ein neues Smartphone einstellen.

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Zugeständnisse an die EU

Auf Druck der europäischen Regulierungsbehörden öffnet Apple sein Ökosystem weiter. In der EU könnte iOS 27 erlauben, Drittanbieter-Streaming-Protokolle als Systemstandard festzulegen. Das bedeutet: Google Cast könnte AirPlay als Standard für die Medienübertragung ablösen. Ein deutliches Signal, dass der Druck aus Brüssel Wirkung zeigt.

Ausblick: WWDC und Marktstart

Die offizielle Vorstellung von iOS 27 erfolgt am 8. Juni 2026 auf der WWDC (10:00 Uhr Pazifikzeit, 19:00 Uhr MESZ). Im Anschluss startet die Beta-Phase für Entwickler und öffentliche Tester. Die finale Version wird – wenn Apple an seinem Rhythmus festhält – im September 2026 zusammen mit der neuen iPhone-Generation ausgeliefert.

Für Millionen AirPods-Nutzer bedeutet das: Die größte Veränderung im Umgang mit ihren Ohrhörern seit zehn Jahren steht bevor. Und das ist längst überfällig.