iOS 27: Apple Wallet scannt Karten und Tickets per KI

Apple integriert erweiterte Scan-Funktionen in iOS 27, während Industrie und Forschung neue Maßstäbe für QR-Codes setzen.

Apple, Forscher und Industrie treiben die Technologie massiv voran.

Apple setzt auf intelligentes Scannen

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC am 9. Juni kündigte Apple weitreichende Neuerungen für die Wallet-App in iOS 27 an. Der Herbst-Release bringt eine Funktion, die physische Karten und Tickets per Kamera-Scan in digitale Pässe verwandelt. Möglich macht das eine Kombination aus Siri und Visual Intelligence.

Besonders praktisch: Die neue „Split Bills“-Funktion für Apple Cash erlaubt das Scannen von Kassenbons. Künstliche Intelligenz erkennt einzelne Posten und rechnet sie den Beteiligten zu. Zudem unterstützt die Wallet-App künftig vier zusätzliche Barcode-Formate: EAN-13, Code 39, Codabar und ITF.

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In Apples Entwicklerforen sorgte zuletzt ein Detail für Diskussionen. Wer FIDO-QR-Codes mit eigenen Scannern einliest, stößt auf eine native Bestätigungsabfrage – die beim systemeigenen Scanner entfällt. Die Entwickler suchen nun nach Wegen für eine nahtlosere Integration.

Android und Smart Home: Sicherheit im Fokus

Der Home Assistant Android Companion App hat mit Beta-Version 2026.6.2 einen native Barcode- und QR-Scanner spendiert bekommen. Die App kommt damit ohne externe Scan-Programme aus.

Wichtiger noch: Das Update schließt eine Sicherheitslücke. Bisher konnten externe URIs an ungeschützte Komponenten weitergeleitet werden – etwa an Automatisierungsauslöser für Sicherheitssensoren oder Schlösser. Der Patch folgt auf die Behebung der kritischen Schwachstelle CVE-2026-44698 (CVSS-Score 8,3). Die Plattform zählt über sechs Millionen Installationen und rund eine Million aktive Nutzer monatlich.

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Für Android-Nutzer gibt es zudem einen simplen Trick: QR-Codes auf dem Bildschirm lassen sich per Screenshot und Google Lens oder Google Fotos analysieren. Bei iOS funktioniert das analog über die Foto-App.

Industrie setzt auf Fälschungsschutz

Der Schmierstoffhersteller LIQUI MOLY führt ab sofort ein digitales Authentifizierungssystem für Motoröle ein. Jeder Flaschendeckel trägt einen individuellen QR-Code. Kunden in rund 150 Ländern können so die Echtheit des Produkts in Echtzeit prüfen. Die nicht kopierbaren digitalen Identitäten sollen die Lieferkette transparenter machen – pünktlich zu den kommenden EU-Regularien für digitale Produktpässe.

Auch im öffentlichen Gesundheitswesen zeigt die Technologie Wirkung. In Ahmedabad ordnete die Gujarat Information Commission QR-Codes für Straßenverkäufer an. Auf über 7.200 registrierten Wagen können Kunden den Code scannen, um den Registrierungsstatus zu prüfen oder Hygienemängel zu melden.

Der Uniqode-Report 2026 belegt: 71 Prozent der Nutzer finden QR-Codes hilfreich. Doch viele Betriebe, besonders in der Gastronomie, nutzen die Technologie nur für digitale Speisekarten. Personalisierte Angebote oder Treueprogramme bleiben oft ungenutzt – ein verpasstes Potenzial.

Weltrekord: Der kleinste QR-Code der Welt

Forscher der Monash University und der Tschechischen Akademie der Wissenschaften haben einen Meilenstein gesetzt. Der winzige QR-Code misst gerade einmal 50 mal 50 Nanometer – mehr als tausendmal dünner als ein menschliches Haar und rund 800 Mal kleiner als bisherige Rekordhalter.

Das Team positionierte einzelne Silberatome mit einem Rastertunnelmikroskop. Trotz seiner mikroskopischen Größe ist der Code scanbar und führt auf eine Bildungs-Website. Das Projekt demonstriert Fertigungstechniken auf atomarer Ebene – mit Potenzial für Quantencomputer und fortsrittliche Materialwissenschaften.