Juni zeigt die Entwickler-Beta von iOS 27: Apple räumt mit einer der größten Nutzer-Beschwerden auf. Die Lautstärke für Wecker, Klingeltöne und Benachrichtigungen lässt sich künftig unabhängig voneinander einstellen – eine Funktion, die Android-Nutzer seit Jahren kennen.
Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät, welche Optionen Sie nach der Installation sofort überprüfen sollten, um Ihre Privatsphäre zu schützen. Welche iPhone-Einstellung Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten
Getrennte Regler für Alarm und Anrufe
Tester, die seit dem 12. Juni die Beta-Version unter die Lupe nehmen, berichten von einem dedizierten Lautstärkeregler für Wecker und Timer. Wer künftig morgens einen lauten Weckruf braucht, muss dafür nicht mehr die Lautstärke eingehender Anrufe oder Nachrichten in Kauf nehmen.
Im überarbeiteten Menü „Töne & Haptik“ findet sich eine neue Option, die die Synchronisation zwischen Klingelton- und Wecker-Lautstärke abschaltet. Sobald diese deaktiviert ist, erscheinen unabhängige Schieberegler für die verschiedenen Alarmkategorien. Eine Besonderheit: Der spezielle „Aufwach“-Wecker, der mit Schlafplänen verknüpft ist, bleibt weiterhin separat regelbar. Auch Systemtöne und Medienwiedergabe lassen sich künftig getrennt steuern.
Google Gemini zieht in Siri ein
Der größte strategische Schachzug von iOS 27 betrifft die Künstliche Intelligenz. Apple integriert Googles Gemini-Modell in Siri AI. Die digitale Assistentin zeigt im Test deutlich verbesserte Kontextwahrnehmung und kann nun Bildschirminhalte durchsuchen. Allerdings: Siri AI und bestimmte Bildgenerierungs-Tools unterstützen noch kein traditionelles Chinesisch, und die KI-Funktionen sind in der Europäischen Union vorerst nicht verfügbar – ein klarer Hinweis auf regulatorische Hürden.
Die Fotos-App erhält drei KI-gestützte Werkzeuge:
– Clean Up: Verbesserte Objektentfernung mit verschiedenen Modi, inklusive einer „High Quality“-Option über Private Cloud Computing
– Extend: Generative KI erweitert Bildränder bei 12-Megapixel-Aufnahmen
– Spatial Reframe: Werkzeug zur Perspektivänderung von Fotos
Mit KI bearbeitete Bilder erhalten künftig Metadaten-Tags, die auf die Veränderung hinweisen. In späteren Versionen soll zudem das SynthID-Wasserzeichen von Google zum Einsatz kommen.
Tempo-Sprung: Apps starten 30 Prozent schneller
Die technischen Tests vom 12. Juni zeigen beeindruckende Leistungssteigerungen. App-Startzeiten verkürzen sich um bis zu 30 Prozent, die Fotobibliothek lädt rund 70 Prozent schneller als in Vorgängerversionen. AirDrop-Übertragungen legen sogar um bis zu 80 Prozent zu – ein deutliches Signal, dass Apple an der Performance-Schraube gedreht hat.
Optisch bringt iOS 27 „Liquid Glass 2.0″ mit einem neuen Transparenzregler für verschiedene Oberflächenelemente. Der Sperrbildschirm unterstützt jetzt größenverstellbare Uhranzeigen und deutlich größere 4×6-Widgets. Für Audio-Enthusiasten gibt es einen anpassbaren Drei-Band-Equalizer für AirPods Pro 2 und neuere Modelle – Bass, Mitten und Höhen lassen sich nun manuell justieren.
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Neue Kindersicherung und praktische Helfer
Die Beta-Phase offenbart auch verbesserte elterliche Kontrollen. Ein neuer Einrichtungsassistent erstellt automatisch altersgerechte Beschränkungen für Nutzer unter 13 Jahren. Die Funktion „Ask to Browse“ verlangt von Kindern eine Genehmigungsanfrage per Nachricht, bevor sie nicht freigegebene Webseiten aufrufen können. Zudem wurden die Kommunikationssicherheits-Funktionen erweitert, um nun auch Gewaltdarstellungen zu erkennen.
Weitere Neuerungen aus den Tests vom 13. Juni:
– Wallet-App: Erstellung eigener digitaler Pässe aus physischen Karten per QR- oder Barcode-Scan
– Notizen: Endlich Unterstützung für Markdown-Formatierung
– Konnektivität: „Connectivity Assist“ für nahtlose Übergänge zwischen WLAN und Mobilfunk
– Safari: Automatische Organisation von Browser-Tabs
Kompatibilität und Zeitplan
Apple listete während der WWDC-Präsentation insgesamt 264 Detailverbesserungen für seine Betriebssysteme. iOS 27 bleibt kompatibel mit älteren Geräten: Unterstützt werden Modelle ab dem iPhone 11 und dem iPhone SE der zweiten Generation.
Nach der aktuellen Entwickler-Beta soll im Juli 2026 eine öffentliche Beta folgen. Die finale Version von iOS 27 wird für den Herbst erwartet – traditionell zusammen mit neuer Hardware im September.

