Der nächste Schritt im Update-Zyklus: Apple testet die letzte große Wartungsversion vor dem Wechsel zum neuen Betriebssystem.
Apple hat die erste Beta von iOS 26.6 an Entwickler ausgerollt. Die Aktualisierung kommt Anfang Juli und gilt als reine Wartungsversion – der letzte Feinschliff, bevor das Unternehmen im September den Wechsel zu iOS 27 einläutet. Nach den umfangreichen Neuerungen der Vorgängerversionen steht nun die Stabilität im Vordergrund.
iOS 26.5 brachte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS
Der bedeutendste Meilenstein der jüngeren Update-Geschichte war iOS 26.5, veröffentlicht am 13. Mai 2026. Apple führte damals die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten ein. Voraussetzung ist die Unterstützung durch den jeweiligen Mobilfunkanbieter. Die Funktion sichert die Kommunikation zwischen iPhone- und Android-Geräten ab – ein lang geforderter Schritt.
Parallel dazu erhielt die Karten-App die Funktion „Vorgeschlagene Orte“. Sie zeigt trendige Locations basierend auf aktuellen Suchanfragen anderer Nutzer an. In den USA und Kanada ist die Funktion mit Werbung verknüpft, Apple betont jedoch den integrierten Datenschutz.
Für Nutzer in der EU brachte das Mai-Update wichtige Anpassungen an den Digital Markets Act. Drittanbieter-Wearables lassen sich nun per Knopfdruck koppeln, leiten Benachrichtigungen weiter und unterstützen Live Activities. Ergänzend kamen ein Inuktitut-Tastaturlayout, ein neues Pride-Hintergrundbild und über 50 Sicherheitspatches hinzu.
iOS 26.4: KI für die Produktivität
Bereits im vorherigen großen Update iOS 26.4 hatte Apple den Fokus auf Produktivität gelegt. Der Creator Studio – ein Abodienst für 12,99 Euro monatlich – erhielt KI-Funktionen in der Freeform-App. Auf Basis von OpenAI-Modellen ermöglicht das Tool KI-Bildgenerierung, Hochskalierung und intelligente Bildausschnitte.
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Auch Musikliebhaber kamen auf ihre Kosten:
- Offline-Erkennung: Shazam im Kontrollzentrum identifiziert Songs nun ohne Internetverbindung. Die Audiodaten werden gespeichert und später verarbeitet.
- Playlist-Playground: Apple Music testet eine Beta-Funktion, die Playlists anhand natürlicher Sprachbeschreibungen erstellt.
- Unicode 17.0: Acht neue Emojis fanden ihren Weg auf iPhones – darunter ein Schwertwal, eine Posaune, eine Balletttänzerin und ein verzerrtes Gesicht.
Für die Geräteverwaltung führte Apple Ladegrenzen für angeschlossene MacBooks ein. Apple-Watch-Nutzer können nun festlegen, dass Wecker sowohl auf der Uhr als auch auf dem iPhone gleichzeitig klingeln.
Sicherheit: Stolen Device Protection wird Standard
Die Sicherheitsarchitektur von iOS 26 hat Apple über mehrere Updates hinweg massiv gestärkt. Mit iOS 26.4.1 aktivierte der Konzern den Diebstahlschutz für Geräte standardmäßig – eine Maßnahme gegen Datendiebstahl im öffentlichen Raum.
iOS 26.5.2 brachte anschließend über 25 Sicherheitskorrekturen, darunter 15 Schwachstellen in der WebKit-Engine. Die Patches schlossen kritische Lücken wie Cross-Origin-Angriffe und potenzielles Clipboard-Hijacking. Auch Speicherfehler und WebRTC-Probleme wurden behoben. Branchenkreisen zufolge waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine aktiven Ausnutzungen dieser Lücken bekannt.
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Ausblick auf iOS 27: Deutliche Leistungssprünge
Während iOS 26.6 die aktuelle Generation abschließt, richtet sich der Blick bereits auf September 2026. Erste Tests auf dem iPhone 14 zeigen beeindruckende Werte: Apps starten unter iOS 27 bis zu 30 Prozent schneller, AirDrop-Übertragungen laufen sogar bis zu 80 Prozent flotter als unter iOS 26.
Allerdings sorgt eine Designänderung bereits für Diskussionen. In der im Juni vorgestellten Vorschau von iOS 27 wanderte das Benachrichtigungscenter in die obere linke Ecke. Der Grund: Ein Wisch nach unten soll künftig die neue Siri-KI aufrufen. Erste Tester kritisieren, dass dieser Eingriff jahrelang eingeübte Bedienmuster durchbreche.
iOS 27 wird voraussichtlich generative KI für Siri, automatische Tab-Gruppen in Safari und die Möglichkeit bringen, Android-Nutzern direkt per RCS auf Nachrichten zu antworten.

