iPhone-Nutzer können künftig einzelne Apps per Face ID schützen – und das ganz ohne Zusatzsoftware.
Apple erweitert den Datenschutz auf dem iPhone deutlich. Bereits seit iOS 18 lassen sich Apps nativ sperren, ohne dass Nutzer auf Drittanbieter-Lösungen zurückgreifen müssen. Die Funktion: Ein langer Druck auf das App-Symbol, dann die Option „Face ID erforderlich“ auswählen – schon ist die Anwendung geschützt. Wer noch weiter gehen will, kann Apps komplett aus dem Homescreen entfernen. Sie landen dann in einem gesperrten Ordner, der sich nur per Biometrie öffnen lässt.
Doch nicht alle Apps lassen sich auf diese Weise sichern. Systemanwendungen wie Taschenrechner, Uhr, Kontakte, „Wo ist?“, Karten, Kurzbefehle und Einstellungen bleiben von der Sperrfunktion ausgenommen. Für ältere Geräte, die die neuen Funktionen nicht unterstützen, bleibt der Umweg über die Bildschirmzeit-Einstellungen – ein bewährter, wenn auch weniger eleganter Weg.
iOS 27 Beta 2: KI und neue Werkzeuge
Am 22. Juni 2026 hat Apple die zweite Beta von iOS 27 an Entwickler ausgeliefert. Das Update bringt eine Reihe von KI-Funktionen unter dem Label „Apple Intelligence“. Besonders auffällig: Der neue „Schreiben mit Siri“-Button oberhalb der Tastatur, der die bisherigen Schreibwerkzeuge ersetzt. Auch die Kurzbefehle-App wurde grundlegend überarbeitet. Nutzer können Automatisierungen jetzt einfach in natürlicher Sprache beschreiben – das System setzt sie dann in funktionierende Abläufe um.
Weitere Neuerungen im Überblick:
– Wallet Insights: Ein Ausgaben-Tracker für US-Nutzer, der Konten anbindet und Ausgaben analysiert.
– Visuelle Intelligenz: Ein Schalter für bildbasierte Suchen direkt auf dem Bildschirm.
– Siri-Integration: Erweiterte „Frage Siri“-Funktionen in Fotos und Safari, inklusive Wechsel zu ChatGPT bei komplexen Anfragen.
– Nachrichten-Updates: RCS-Inline-Antworten und korrigierte Emoji-Reaktionen.
Ein öffentlicher Beta-Test wird für Juli 2026 erwartet, die finale Version soll im September 2026 erscheinen.
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Neue Sicherheitshinweise bei Diebstahl
Apple hat am 24. und 25. Juni 2026 seine Support-Dokumente aktualisiert – mit klaren Warnungen für den Fall eines gestohlenen iPhones. Das Unternehmen rät dringend davon ab, persönliche Kontaktdaten auf dem Sperrbildschirm anzuzeigen. Kriminelle könnten diese Informationen für Social Engineering oder Phishing-Angriffe nutzen.
Die zentrale Botschaft: Das Gerät sofort über „Wo ist?“ als verloren markieren. Das aktiviert die Aktivierungssperre und macht das iPhone für Diebe unbrauchbar. Wer das Gerät aus seinem Account oder dem „Wo ist?“-Netzwerk entfernt, hebt diese Schutzmaßnahmen auf – und hilft damit unbeabsichtigt den Tätern.
Apple weist zudem auf eine perfide Taktik hin: Diebe versuchen oft, Face ID zu deaktivieren, indem sie gleichzeitig die Seiten- und Lautstärketasten gedrückt halten. Das zwingt das Gerät zur Passcode-Eingabe – den sie dann heimlich beobachten können.
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Hardware-Lösung gegen Ablenkung
Wer noch härtere Kontrollen sucht als reine Software-Sperren, kann auf neue Hardware setzen. Seit Anfang des Jahres gibt es ein Gadget namens Brick für umgerechnet rund 55 Euro. Das NFC-fähige Gerät erfordert einen physischen Tastendruck, um voreingestellte Bildschirmzeit-Limits zu deaktivieren. Eine Alternative zum „Dumb Phone“ für alle, die ihre Smartphone-Nutzung radikal einschränken wollen.
Für den schnellen Sicherheitsboost im Alltag bleibt der bewährte Trick: Im Energiemenü den Lockdown-Modus aktivieren (Android) oder auf dem iPhone-Sperrbildschirm auf „Abbrechen“ tippen. Das Gerät verlangt dann beim nächsten Entsperren zwingend den Passcode – ein effektiver Schutz in heiklen Situationen.

