iOS 27 Beta 2: Apple Intelligence wechselt Passwörter automatisch

Apple veröffentlicht zweite Entwickler-Beta von iOS 27 mit Fokus auf generative KI in Apps wie Kalender und Wallet.

Apple hat die zweite Entwickler-Beta von iOS 27 veröffentlicht und treibt damit die Integration generativer KI direkt in die nativen Anwendungen voran. Der neue Build 24A5370h steht seit dem 22. Juni für registrierte Entwickler bereit. Statt eines zentralen Chatbots setzt der Konzern auf einen dezentralen Ansatz: „Apple Intelligence“ arbeitet künftig innerhalb der gewohnten Produktivitäts- und Kommunikationswerkzeuge.

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Strategische Integration jenseits von Siri

Das große Siri-Update bleibt zwar ein zentrales Thema des neuen Betriebssystems. Doch Analysten sehen die eigentliche Stärke von iOS 27 in den tiefgreifenden Funktionen auf App-Ebene. Die Software bringt sogenannte „agentische“ Fähigkeiten mit – etwa eine automatische Passwortrotation. Das Tool erkennt schwache oder kompromittierte Kennwörter und aktualisiert sie auf unterstützten Websites eigenständig.

Auch die Produktivitäts-Apps profitieren von der lokalen Verarbeitung auf dem Gerät. Der Kalender versteht jetzt natürliche Spracheingaben für Terminerstellungen. Die Kurzbefehle-App erlaubt komplexe Automatisierungen per einfacher Textbeschreibung. Und in der Home-App bündelt Apple Intelligence Benachrichtigungen von Smart-Home-Geräten und fasst sie zusammen.

Finanz- und Kommunikations-Upgrades

Die zweite Entwickler-Beta bringt praktische Neuerungen für Finanzmanagement und Nachrichten. In Apple Wallet und Apple Cash gibt es eine neue Funktion zum Teilen von Rechnungen: Per Fotoanalyse werden einzelne Posten, Steuern und Trinkgelder von einem Beleg erfasst – der Nutzer kann dann direkt über Nachrichten Zahlungsaufforderungen versenden. In ausgewählten Regionen bietet Wallet zudem eine „Einblicke“-Funktion mit Ausgabenanalyse und Verfolgung wiederkehrender Transaktionen.

Die Kommunikationsverbesserungen im Überblick:

  • Anrufkontext: Das System erkennt Bestätigungscodes oder relevante Informationen in Mails und zeigt sie während aktiver Telefonate direkt auf dem Bildschirm an.
  • Ein-Tipp-Vorschläge: Nachrichten bietet kontextabhängige Vorschläge zum Teilen von Fotos, Erstellen von Kalendereinträgen oder Setzen von Erinnerungen.
  • RCS-Weiterentwicklung: Basierend auf GSMA Universal Profile 2.7 unterstützt die Nachrichten-App jetzt Inline-Antworten und korrekte Emoji-Reaktionen bei Bildern im Austausch mit Nicht-Apple-Geräten.
  • Schreiben mit Siri: Eine neue Funktion ersetzt die bisherigen Schreibwerkzeuge und erscheint in der Tastaturvorschlagsleiste. Sie nutzt ein lokales Modell mit drei Milliarden Parametern für Texterstellung und -bearbeitung.
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Leistung und Medienverbesserungen

Das Update verfeinert auch die Medienverarbeitung und das Systemdesign. Die Fotos-App erhält KI-gestützte Bearbeitungswerkzeuge für RAW-Bilder sowie eine „räumliche Neurahmung“ und eine „Erweitern“-Funktion. Safari nutzt lokale Intelligenz, um Tabs in Gruppen zu organisieren und Nutzer über Preisänderungen auf beobachteten Websites zu informieren.

Apple hat zudem die „Liquid Glass“-Designsprache verfeinert, die bereits Anfang des Jahres eingeführt wurde. Ein Transparenzregler ermöglicht weitere Anpassungen der Benutzeroberfläche. Für Home-Nutzer gibt es eine Neuerung: Software-Updates für den Apple TV lassen sich jetzt direkt über das iPhone verwalten und installieren.

Hardware-Anforderungen und Zeitplan

Die volle Apple-Intelligence-Palette benötigt leistungsfähige Hardware für die komplexe lokale Verarbeitung. Kompatibel sind das iPhone 16 und neuere Modelle. Fortgeschrittene Funktionen wie bestimmte Stimm-Anpassungen bleiben dem iPhone 17 Pro und dem neuen iPhone Air vorbehalten.

Nach der aktuellen Entwickler-Testphase ist eine öffentliche Beta für Juli 2026 geplant. Die finale Version von iOS 27 soll im Herbst 2026 erscheinen – zeitgleich mit dem iPhone 18. Apple hat bereits angekündigt, dass bestimmte Siri-KI-Funktionen zunächst nur auf Englisch starten. In der Europäischen Union werden sie zum Zeitpunkt der Hauptveröffentlichung weder auf iOS noch auf iPadOS verfügbar sein. Auch für Großbritannien zeichnet sich ein gestaffelter Rollout ab.