Apple hat die zweite Entwickler-Beta von iOS 27 veröffentlicht – mit tiefgreifenden Neuerungen bei der künstlichen Intelligenz und erweiterten Nachrichten-Funktionen.
Der Update, das am 22. Juni 2026 als Build 24A5370h erschien, baut auf der ersten Vorschau auf. Im Fokus stehen die Verfeinerung der „Apple Intelligence“-Funktionen sowie die Behebung von Stabilitätsproblemen, die in der ersten Beta aufgetreten waren.
Siri wird zum Schreibassistenten
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Eine der auffälligsten Neuerungen ist die Funktion „Schreiben mit Siri“. Sie ersetzt das bisherige „Schreibwerkzeuge“-Interface und nutzt ein lokales KI-Modell mit drei Milliarden Parametern. Der Assistent erscheint als eigenständiger Button über der Tastatur. Nutzer können freie Texteingaben für die Generierung und Bearbeitung von Inhalten formulieren – statt auf vorgegebene Kurzbefehle angewiesen zu sein.
Die aktualisierte Siri bietet zudem erweiterte Dialogfähigkeiten, darunter persönlichen Kontext und Bildschirmwahrnehmung. Allerdings gelten strenge Hardware-Voraussetzungen: Während iOS 27 grundsätzlich ab dem iPhone 11 läuft, bleiben die KI-gestützten Siri-Funktionen dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten. Branchenberichten zufolge sind die fortschrittlichsten Features wie KI-gesteuerte Diktierfunktion und ausdrucksstarke Stimmen für die iPhone-17-Pro-Serie und das kommende iPhone Air optimiert.
Einschränkung für Europa: Aufgrund des Digital Markets Act (DMA) werden die KI-Funktionen in der Europäischen Union und China zunächst nicht verfügbar sein.
Nachrichten-App mit RCS 2.7
Die zweite Beta bringt einen großen Sprung für die Nachrichten-App: Sie unterstützt nun den RCS-2.7-Standard. Das ermöglicht Inline-Antworten und korrekte Emoji-„Tapback“-Reaktionen bei der Kommunikation mit Nutzern auf Nicht-Apple-Plattformen. Bisher erschienen diese Reaktionen oft als separater Text – jetzt werden sie direkt auf Bildern, Videos und Textblasen angezeigt.
Weitere Kommunikations- und Medien-Updates umfassen die RAW-Bildbearbeitung in der Fotos-App sowie ein „Visuelle Intelligenz“-Menü im Kameramodus. Letzteres enthält einen Schalter für die Bildersuche, der in dieser Version jedoch standardmäßig deaktiviert bleibt.
Systemstabilität und Design-Verfeinerungen
Entwickler berichten von deutlichen Verbesserungen bei Systemleistung und Akkulaufzeit im Vergleich zur ersten Beta. Der Update behebt einen kritischen Fehler, der zeitweise WLAN-Verbindungsprobleme verursachte. Die in iOS 27 eingeführte Designsprache „Liquid Glass“ wurde mit einem neuen Transparenz-Regler verfeinert, der die Anpassung der Benutzeroberfläche erlaubt.
Die Home-App erhielt mehrere funktionale Updates, darunter die Möglichkeit, Apple-TV-Hardware per Fernzugriff zu aktualisieren. Zudem wurde ein Problem behoben, bei dem Philips-Hue-Smart-Leuchten nicht mehr reagierten.
Weitere systemweite Änderungen:
- Wallet Insights: Grundlagen für eine neue Finanzverwaltungsfunktion, die in dieser Version jedoch noch eingeschränkt bleibt
- AirPods-Überarbeitung: Neu gestaltetes Einstellungs-Interface sowie ein Firmware-Fix für die AirPods Max 2
- CPU-Scheduler: Neu gestalteter Planer für effizientere Hintergrundaufgaben
- Wetter-App: Visuelle Anpassungen bei Lesbarkeit und Farbkontrast
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Zeitplan und Verfügbarkeit
Nach der Entwickler-Veröffentlichung am 22. Juni 2026 wird eine öffentliche Beta voraussichtlich im Juli 2026 erscheinen. Einige Tester rechnen bereits mit einer dritten Entwickler-Beta am 6. Juli, um die Funktionen vor dem öffentlichen Preview weiter zu verfeinern.
Die finale stabile Version von iOS 27 ist für September 2026 geplant – zeitgleich mit dem typischen Herbst-Hardware-Zyklus. Während das Betriebssystem ab dem iPhone 11 läuft, bleiben die Premium-KI-Funktionen den High-End-Modellen der letzten Jahre vorbehalten.

