Die zweite Beta von iOS 27 bringt spürbare Verbesserungen der Benutzeroberfläche, tiefere KI-Integration und ein rundum erneuertes Wallet.
Siri wird zum Schreibassistenten
Die wohl bedeutendste Neuerung: „Write with Siri“ ersetzt die bisherigen Schreibwerkzeuge. Das systemweite KI-Feature arbeitet mit einem lokalen Drei-Milliarden-Parameter-Modell auf dem Gerät – ohne Cloud-Anbindung. Nutzer in der EU und China müssen jedoch vorerst darauf verzichten, wie Branchenberichte zeigen.
Siri selbst hat ein Upgrade erhalten: Ein neuer Cursor und die Integration in die Dynamic Island verbessern die Bedienung. Der Assistent erkennt nun Bildschirminhalte und erlaubt kontextbezogene Rückfragen. Für komplexe Anfragen setzt Apple auf eine Partnerschaft mit Google Gemini – verschlüsselt über eine Private Cloud. Eine neue dedizierte Siri-App erlaubt zudem das gleichzeitige Löschen mehrerer Konversationen. Sprach-Anpassungen für Tempo und Ausdrucksstärke sind im Menü bereits als „demnächst verfügbar“ markiert.
Wallet wird zum Finanz-Cockpit
Das Wallet erhält in dieser Version einen grundlegenden Umbau mit sieben neuen Funktionen. Das Herzstück: „Insights“ – ein Analyse-Tool für Ausgaben, wiederkehrende Transaktionen und Kontostände, das mit hinterlegten Karten zusammenarbeitet. In den USA führt Apple zudem eine KI-gestützte Rechnungsaufteilung für Apple-Cash-Nutzer ein: Einfach den Beleg fotografieren, und das System verteilt die Beträge.
Für digitale Mitgliedskarten gibt es einen neuen „Poster Generic“-Stil mit bis zu zwei Aktionsmöglichkeiten und Prüfzertifikaten des Ausstellers. Nutzer können eigene Pässe per „Visual Intelligence“ oder manuell mit neuen Texturen und Hintergründen erstellen. Die Auftragsverfolgung wurde auf Händler in Australien und Kanada ausgeweitet.
Nachrichten, Kalender und Safari: Alltag wird intelligenter
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Die Nachrichten-App erfüllt nun den GSMA-Standard UP 2.7 für RCS. Das bedeutet: Inline-Antworten und korrekte Emoji-Reaktionen im Austausch mit Android-Nutzern. Der Kalender versteht natürliche Spracheingabe – „Termin morgen um 15 Uhr mit Müller“ reicht, und Apples KI extrahiert die Details.
Safari sortiert Tabs automatisch nach Themen wie Reisen oder Shopping – alles lokal auf dem Gerät, datenschutzkonform. Im Smart Home steuert die Home-App jetzt direkt Software-Updates für Apple-TV-Geräte und fasst Benachrichtigungen von Zubehör besser zusammen.
Feinschliff für Profis
Mehrere Detailverbesserungen runden die Beta ab:
- Erweiterter Wiederherstellungsmodus: Ein spezieller Startvorgang über den Power-Button ermöglicht Zugriff auf Diagnose-Tools ohne vollständigen Systemstart.
- Kamera-Indikatoren: Gelbe Markierungen zeigen an, wann Makro- oder Nachtmodus aktiv sind.
- Bildersuche: Ein neuer Schalter für „Highlight to Image Search“ erlaubt das Senden von Bildern an Drittanbieter – standardmäßig deaktiviert.
- WLAN: Die Einstellungen zeigen jetzt den genauen Verbindungstyp an. Ein Bug der ersten Beta mit zeitweiligen WLAN-Abbrüchen wurde behoben.
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Ausblick und Hardware-Anforderungen
Die öffentliche Beta wird für Juli erwartet, der finale Release im September. iOS 27 läuft auf dem iPhone 11 und neueren Modellen – die KI-Spitzenfunktionen und Visual Intelligence bleiben jedoch dem iPhone 15 Pro und aktuelleren Geräten vorbehalten.

