iOS 27 Beta 3: Apple behebt Shortcuts-Synchronisationsprobleme

Apple behebt mit iOS 27 Beta 3 Synchronisationsprobleme bei Shortcuts und integriert KI tiefer in Siri.

Im Fokus stehen die Automatisierungsplattform Shortcuts und eine tiefere Integration künstlicher Intelligenz über Siri. Der Build, der zwischen dem 7. und 8. Juli ausgeliefert wurde, soll vor allem langjährige Synchronisationsprobleme beheben.

Verschwundene Shortcuts: Apple bietet Rettungsanker

Ein echtes Ärgernis für Power-User war bisher das plötzliche Verschwinden von Automatisierungen durch iCloud-Konflikte. Die dritte Beta bringt jetzt eine Wiederherstellungsfunktion direkt in den Shortcuts-Einstellungen. Ein schlichter „Wiederherstellen“-Button soll verlorene Workflows zurückholen.

Erste Tests zeigen: Das Tool erkennt lokal gespeicherte Shortcuts, die nicht mehr in der Cloud-Bibliothek auftauchen. Ein Nutzer berichtete von über 200 wiederhergestellten Automatisierungen auf einen Klick. Die Funktion durchsucht das Gerät nach Daten, die nicht mit der Cloud übereinstimmen, und bietet eine Ein-Klick-Lösung. Gelegentlich entstehen dabei Duplikate – erkennbar an einem numerischen Suffix.

Doch damit nicht genug: Die Shortcuts-App selbst erhält einen neuen Eingabemodus. Nutzer können künftig zwischen der klassischen manuellen Einrichtung und einem „deskriptiven“ Modus wählen. Letzterer nutzt natürliche Sprachbefehle, um Automatisierungen zu generieren. Kein mühsames Zusammenklicken mehr – einfach beschreiben, was passieren soll.

Siri wird lebendiger – aber nur auf Top-Hardware

Die Beta aktiviert „Siri Expressive Voices“ – eine Funktion, die Sprachausgabe natürlicher und variantenreicher machen soll. Derzeit als Vorschau in amerikanischem Englisch verfügbar, erlaubt sie Anpassungen von Tempo und Ausdrucksstärke.

Allerdings: Die verbesserte KI-Stimme bleibt den Spitzenmodellen vorbehalten. Voraussetzung sind der A19-Pro-Chip und 12 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das betrifft aktuell das iPhone Air, das iPhone 17 Pro und das iPhone 17 Pro Max. Wer eines dieser Geräte besitzt, sieht zudem einen neuen Farbverlaufseffekt und ein Glühen um das Siri-Interface während der Interaktion.

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Parallel dazu baut Apple seine „Apple Intelligence at Home“-Initiative aus. Wer die erweiterten KI-Funktionen im Heimnetz nutzen möchte, braucht künftig ein 2-Terabyte-iCloud+-Abonnement – für umgerechnet rund neun Euro monatlich.

Siri öffnet sich für Drittanbieter

Ein bedeutender Schritt: Die dritte Beta zeigt eine tiefere Integration zwischen Siri und Drittanbieter-Apps über sogenannte App Intents. Siri kann jetzt spezifische Daten aus externen Anwendungen abrufen – etwa den Batteriestand in Auto-Apps von Herstellern wie Ford oder Tesla. Beim ersten Zugriff fragt das System explizit um Erlaubnis.

Für komplexere Anfragen setzt Apple auf eine Partnerschaft mit Google Gemini. Die multimodale KI soll Siri bei Aufgaben unterstützen, die über die lokale Verarbeitung hinausgehen. Ein kluger Schachzug – denn Googles KI gilt als besonders leistungsstark bei der Verarbeitung von Bildern und komplexen Zusammenhängen.

Safari, Fotos und neues Design

Die Beta bringt weitere Verbesserungen:

  • Safari gruppiert Tabs jetzt automatisch und erlaubt das Verfolgen von Seitenänderungen sowie das Durchsuchen von Lesezeichen nach Themen.
  • Fotos erhält ein Fünf-Sterne-Bewertungssystem sowie KI-Werkzeuge zum Erweitern, Umrahmen und Bereinigen von Bildern.
  • Liquid Glass Design: Neue Icons für Erinnerungen und Feedback mit spiegelnden Oberflächen und aktualisierten Farbschemata.
  • Konnektivität: Die Statusleiste zeigt jetzt gleichzeitig 5G- und WLAN-Signalstärken an. Das Kontrollzentrum erhält neu gestaltete, reflektierende Symbole.
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Wann kommt iOS 27 für alle?

Die Entwickler-Beta läuft bereits. Eine öffentliche Beta soll Mitte Juli erscheinen – als mögliche Termine werden der 13. oder 22. Juli genannt.

Die finale Version von iOS 27, die das iPhone 11 und neuere Modelle unterstützt, ist für September 2026 geplant. Branchenkenner rechnen damit, dass der Release mit der Einführung neuer Formfaktoren zusammenfällt – darunter die seit langem spekulierten faltbaren iPhone-Modelle.