Apple hat mit der dritten Entwickler-Beta von iOS 27 weitreichende Neuerungen für seine AirPods und den Sprachassistenten Siri vorgestellt. Im Fokus stehen eine präzisere Audio-Steuerung, erweiterte Gesundheitsfunktionen und eine deutlich persönlichere Siri. Die neuen Features werden parallel zu aktualisierten Beta-Firmware-Versionen für mehrere AirPods-Modelle getestet.
Individueller Klang per Equalizer und adaptive Steuerung
Erstmals können Nutzer einen Equalizer für ihre AirPods direkt in den iOS-Systemeinstellungen anpassen. Die Beta 3, die am 12. Juli 2026 veröffentlicht wurde, enthält zudem einen neuen Schieberegler für den adaptiven Audiomodus. Damit lässt sich das Verhältnis zwischen aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus manuell justieren – mehr Kontrolle über die Umgebungsgeräusche ist kaum möglich.
Zur Unterstützung dieser Funktionen hat Apple am 12. Juli die Beta-Firmware 9A5292e für drei AirPods-Modelle bereitgestellt. Bereits am 10. Juli war die Version 9A5314B für die AirPods Pro 2, AirPods Pro 3, AirPods 4 und AirPods Max 2 erschienen. Die Updates verbessern die Verbindungsstabilität und ermöglichen neue Siri-Sprachbefehle zum Umschalten zwischen den Geräuschmodi. Erste Tests zeigen jedoch, dass der neue Equalizer weniger umfangreich ist als manche Drittanbieter-Apps.
GymKit-Erweiterung: iPhone und AirPods als Fitness-Duo
Ein echter Gamechanger zeichnet sich im Apple-Fitness-Ökosystem ab. Seit dem 10. Juli 2026 ist GymKit nun auch auf dem iPhone und den AirPods Pro 3 nutzbar. Unter iOS 27 können Nutzer ihr Training starten, indem sie das iPhone an kompatibles Fitnessgerät halten. Die AirPods Pro 3 fungieren dabei als Herzfrequenzmesser und übertragen die Pulsdaten direkt in die Fitness-App, während das Gerät Werte wie Distanz, Tempo und Kalorien liefert.
Die Konfiguration ist als Rückfalllösung gedacht – für alle, die ihre Apple Watch vergessen oder nicht geladen haben. Ein Test mit 16 Minuten Laufband brachte eine durchschnittliche Herzfrequenz von 115 Schlägen pro Minute und 65 aktive Kalorien. Die Daten wurden später mit den Health-Ringen synchronisiert. iPhone und AirPods werden so zum eigenständigen Fitness-Tracker.
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Siri wird persönlicher – aber nicht für alle
Die dritte Beta bringt auch grundlegende Neuerungen für Siri, allerdings sind einige Funktionen an die Hardware gebunden. Neu ist die Möglichkeit, Siris Sprechgeschwindigkeit und Ausdrucksstärke in fünf Stufen anzupassen. Diese Option bleibt jedoch den iPhone-17-Pro-Modellen und dem iPhone Air vorbehalten.
Der Grund: Apples KI-Modell AFM 3 Core Advanced benötigt für die Verarbeitung auf dem Gerät viel Arbeitsspeicher. Die genannten Modelle verfügen über 12 Gigabyte RAM, während das Standard-iPhone 17 und ältere Geräte nur 8 Gigabyte oder weniger bieten – zu wenig für die aufwendigsten Berechnungen. Neben den Sprach-Anpassungen führt das Update die Funktion „Schreibe mit Siri“ ein. Das systemweite Tool passt sich dem persönlichen Schreibstil an und schlägt Verbesserungen für Nachrichten und E-Mails vor.
Ausblick: Infrarot-Kameras in AirPods und KI im Home-Bereich
Während die aktuellen Updates auf bestehende und nahende Hardware abzielen, arbeitet Apple bereits an der Zukunft. Berichten zufolge entwickelt das Unternehmen AirPods mit Infrarot-Kameras. Ursprünglich für 2026 erwartet, werden die Prototypen nun für Ende 2027 prognostiziert. Die Sensoren sollen visuelle Daten für die Objekterkennung und ein verbessertes räumliches Audio liefern, das sich an die Umgebung des Nutzers anpasst.
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Für aktuelle Nutzer bringt iOS 27 zudem ein Update der Home-App. Wer Apple Intelligence für HomeKit Secure Video nutzen möchte, benötigt künftig einen iCloud+-Tarif mit 2 Terabyte Speicher. Auch Apple Mail erhält KI-gestützte Verbesserungen – etwa zur Erkennung wichtiger Nachrichten und zur automatischen Verfolgung von Sendungen oder Flugdetails.
Die öffentliche Beta von iOS 27 wird für Mitte bis Ende Juli 2026 erwartet, die finale Veröffentlichung ist für September geplant.

