iOS 27 Beta 3: Siri öffnet sich für Drittanbieter-Apps

Apple erweitert Siri um Zugriff auf externe Apps und stattet die Watch mit einer eigenen KI-Oberfläche aus.

Die dritte Entwickler-Beta von iOS 27 und watchOS 27 ist da – und sie verändert grundlegend, wie Siri mit Drittanbieter-Apps und der Apple Watch zusammenarbeitet.

Apple hat am Montag und Dienstag dieser Woche die neuesten Testversionen seiner Betriebssysteme veröffentlicht. Im Zentrum stehen weitreichende Erweiterungen der KI-Fähigkeiten. Erstmals kann der Sprachassistent Siri auf Daten aus Apps von Drittanbietern zugreifen – und die Apple Watch bekommt eine eigene Siri-Oberfläche.

Siri öffnet sich für fremde Apps

Mit dem iOS-27-Update, das am 7. Juli erschien, durchbricht Apple eine entscheidende Barriere. Siri kann nun gezielt Informationen aus externen Anwendungen abrufen. Erste Tests zeigen: Der Assistent liest etwa den Akkustand eines Tesla über die Drittanbieter-App Tessie aus oder interagiert mit Fords mobiler Anwendung.

Die Privatsphäre bleibt dabei nicht auf der Strecke. Vor jedem Zugriff auf Daten in Drittanbieter-Apps muss Siri ausdrücklich die Erlaubnis des Nutzers einholen. Interessant: Während einige Drittanbieter-Clients bereits funktionieren, unterstützt die offizielle Tesla-App die neue Funktion in dieser Beta noch nicht.

watchOS 27: KI zum Handgelenk

Einen Tag zuvor, am 6. Juli, brachte Apple watchOS 27 Beta 3. Das Update stattet die Apple Watch erstmals mit einer eigenständigen Siri-App aus. Sie thront im Zentrum eines neuen, dynamischen App-Rasters und synchronisiert KI-gestützte Unterhaltungen über alle verbundenen Geräte – vom iPhone über iPad und Mac bis zur Apple Vision Pro.

Die Rechenleistung der Uhr allein reicht für die komplexen KI-Aufgaben nicht aus. Siri auf der Watch greift daher auf ein nahegelegenes, Apple-Intelligence-kompatibles iPhone zurück. Dafür kann der Assistent nun mehrstufige Anfragen verarbeiten, natürliche Sprache verstehen und in über 20 Sprachen übersetzen. Kompatibel sind die Apple Watch Series 9, 10 und 11 sowie die Modelle Ultra 2 und Ultra 3.

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Die Stimme der KI wird persönlicher

Ein besonderes Schmankerl für Besitzer der neuesten iPhone-Generation: Auf Geräten mit A19-Pro-Chip – also dem iPhone 17 Pro und dem neuen iPhone Air – lassen sich Stimme und Sprechweise von Siri feinjustieren. Regler für Geschwindigkeit und Ausdrucksstärke erlauben eine individuelle Anpassung. Mal schneller und sachlich, mal langsamer und emotionaler – die KI passt sich dem Nutzer an.

Hinter den Kulissen arbeitet eine dreistufige Architektur. Ein lokales Modell mit drei Milliarden Parametern auf dem Gerät, Apples Private Cloud Compute und – für besonders komplexe Aufgaben – ein 1,2 Billionen Parameter starkes Gemini-Modell über Google Cloud. Wer die erweiterten Home-KI-Funktionen nutzen möchte, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen: Sie bleiben Abonnenten der 2-Terabyte-iCloud+-Stufe vorbehalten, die umgerechnet knapp zehn Euro im Monat kostet.

Mehr als nur KI: Feinschliff für Safari, Fotos und mehr

Neben den KI-Neuerungen enthält das Update vom 6. Juli eine Reihe kleinerer Verbesserungen:

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Die neue Siri auf der Apple Watch kann mehrstufige Anfragen verarbeiten und in über 20 Sprachen übersetzen – aber nur mit dem richtigen iPhone. Unser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die eigenständige Siri-App auf Ihrer Watch einrichten und welche Modelle kompatibel sind. Apple-Watch-Siri-Guide jetzt sichern

  • Safari sortiert Tabs und Lesezeichen nun automatisch nach Themen
  • Fotos führt Bewertungen mit Sternen und Stichwörtern für die Bildorganisation ein
  • Barrierefreiheit bekommt ein Live-Erkennungswerkzeug, das sehbehinderten Nutzern die Kameraansicht beschreibt
  • Konnektivität zeigt im Kontrollzentrum Details zum Mobilfunksignal – selbst wenn das Gerät per WLAN verbunden ist

Apple plant, die öffentliche Beta noch im Juli zu veröffentlichen. Der finale Start für alle Nutzer ist für den Herbst vorgesehen, traditionell im September zusammen mit den neuen Hardware-Ankündigungen.