Apple hat die vierte Beta von iOS 27 veröffentlicht und adressiert damit ein werdendes Problem: den Speicherhunger moderner Medienformate.
Der neue Build (24A5390f) vom 20. Juli bringt eine Reihe von Funktionen, die Nutzern helfen sollen, hochauflösende Aufnahmen und Speicherplatz besser zu verwalten. Denn Live Photos – bewegte Bilder, die sowohl Standbild als auch kurze Videosequenz enthalten – brauchen deutlich mehr Platz als herkömmliche Fotos. Während ein normales JPEG rund 3 bis 4 Megabyte belegt, schluckt ein Live Photo schnell 8 bis 15 Megabyte. Das ist mehr als das Doppelte.
iCloud+: Mehr Speicher, höhere Kosten
Apple setzt bei der Lösung des Problems vor allem auf seine Cloud-Dienste. Die iCloud+-Tarife starten bei 50 Gigabyte für 0,99 Euro pro Monat. Wer viel fotografiert, greift zu den größeren Paketen: 6 Terabyte kosten 29,99 Euro, 12 Terabyte sogar 59,99 Euro monatlich. Dafür gibt es Extras wie HomeKit Secure Video und Private Relay.
Für Nutzer, die keine laufenden Kosten wollen, gibt es Alternativen: Drittanbieter-Apps bieten Lebenszeitlizenzen ab etwa 30 Euro an. Sie suchen doppelte Dateien und komprimieren große Medien – ein einmaliger Kauf statt monatlicher Belastung.
Die Foto-App wird radikal schneller
Der eigentliche Star von iOS 27 Beta 4 ist jedoch die überarbeitete Fotos-App. Ersten Tests zufolge lädt sie bis zu 70 Prozent schneller als ihre Vorgänger. Das dürfte besonders Nutzer mit umfangreichen Bibliotheken freuen.
Die finale Version von iOS 27 wird zudem neue Organisationswerkzeuge mitbringen:
- Bewertungen und Stichwörter für bessere Sortierung
- Automatische Kategorien wie „Ausweisdokumente“ oder „Von mir aufgenommen“
- Siri im Kameramodus zur Objekterkennung und Kontexthilfe
- Einzelbild-Extraktion aus Videos – praktisch für Live Photos
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Apple testet außerdem „Liquid Glass“-Transparenzregler und KI-gestützte Bearbeitungswerkzeuge. Mit Apple Intelligence sollen sich Fotos erweitern und neu einrahmen lassen. Die Funktionen sollen bis zum iPhone 11 abwärtskompatibel sein – die besten Siri-Features bleiben aber den aktuellen Modellen wie dem iPhone 17 Pro oder iPhone Air vorbehalten.
Datenschutz: Standortdaten aus Live Photos entfernen
Mit der Verbreitung von Live Photos wächst auch das Bewusstsein für deren Datenschutzrisiken. Denn jedes bewegte Bild enthält nicht nur das Standbild, sondern auch die zugehörige Videospur – und darin oft GPS-Koordinaten.
Aktuelle technische Dokumentationen vom 20. Juli zeigen, wie Entwickler diese Standortdaten vor dem Hochladen entfernen können. Die PHAssetResource-API erlaubt es, die GPS-Informationen aus beiden Komponenten zu löschen. Für datenschutzbewusste Nutzer und App-Entwickler ist das ein entscheidender Schritt.
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Vorbereitung auf das große Update
Apple sorgt auch für einen reibungslosen Umstieg. Am 20. Juli erschien der Release Candidate von iOS 26.6 – die letzte Vorabversion vor dem öffentlichen Update. Dieser optimiert den Spotlight-Index, sodass Nutzer nach der Installation von iOS 27 nicht tagelang auf die Fertigstellung der Datenbank warten müssen. Frühe Beta-Tester hatten genau das erlebt: Manchmal dauerte die Indizierung über eine Woche.
Manuelle Speicherpflege: Was jetzt schon hilft
Wer noch nicht auf der Beta ist, kann selbst aktiv werden. Neben dem Leeren des Ordners „Zuletzt gelöscht“ in Fotos und Notizen empfehl Apple, den Safari-Verlauf zu löschen und personalisierte Empfehlungen in den App-Store-Einstellungen zurückzusetzen.
Die Funktion „Apps auslagern“ bleibt die erste Wahl, um Speicher freizugeben, ohne Daten zu verlieren. Wer plattformübergreifend arbeitet, kann bei Google Fotos den „Speicher sparen“-Modus aktivieren. Dieser begrenzt die Auflösung auf 16 Megapixel und reduziert so den Platzbedarf in der Cloud erheblich.

