iOS 27 Beta: Apple baut Siri zur visuellen KI-Assistentin um

Apple veröffentlicht öffentliche Beta von iOS 27 mit KI-Kamera und überarbeiteter Siri. Neue Fotofunktionen und Hardware-Anforderungen vorgestellt.

Der iPhone-Konzern startet die öffentliche Beta von iOS 27 und setzt voll auf Künstliche Intelligenz. Im Zentrum steht eine völlig neu gedachte Kamera.

Seit Anfang der Woche können Tester die nächste Generation von Apples Betriebssystem ausprobieren. Der Konzern schaltet zwischen dem 13. und 15. Juli den öffentlichen Beta-Zugang frei. Die zentrale Neuerung: Eine grundlegend überarbeitete Siri kann jetzt direkt mit der Kamera interagieren. Sie erkennt Objekte in Echtzeit und interpretiert die Umgebung des Nutzers.

Visuelle Intelligenz: Die Kamera als Assistent

Das Herzstück des Updates heißt „Visual Intelligence„. Die Funktion analysiert das Kamerabild live und zieht daraus Schlüsse. Ein Beispiel: Der Nutzer fotografiert eine Rechnung – das System erfasst die Daten für die Finanzübersicht. Ein Foto von einem Flyer? Daraus entsteht automatisch ein Kalendereintrag.

Siri versteht jetzt, was auf dem Bildschirm passiert – und das schließt die Kamera mit ein. Der Sprachassistent kann komplexe Befehle ausführen, die auf dem basieren, was die Linse sieht. Ob er Sehenswürdigkeiten erklärt oder bei der Fehlersuche hilft, indem er bestimmte Hardware-Komponenten erkennt: Die Integration ist tief. Ein neues Siri-App-Modul und eine Geste auf dem Dynamic Island machen den Zugriff einfach.

Generative KI in der Fotobearbeitung

Die Fotos-App bekommt ein umfassendes Update mit KI-gestützten Werkzeugen. Drei Funktionen stechen hervor:

  • Clean Up: Unerwünschte Objekte oder Personen im Hintergrund verschwinden – generative KI füllt die Lücken nahtlos.
  • Extend: Das System malt über den ursprünglichen Bildrand hinaus und erweitert so die Aufnahme.
  • Spatial Reframing: Die KI schlägt Bildausschnitte vor, die den Fokus verbessern oder die Komposition ausgleichen.
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Diese Werkzeuge arbeiten teils direkt auf dem Gerät, teils über Apples Private Cloud Compute. Die Privatsphäre bleibt gewahrt, auch bei rechenintensiven Aufgaben. Erste Tests der Beta zeigen: Fotos laden innerhalb der App bis zu 70 Prozent schneller als zuvor.

Hardware-Hürden: Nicht jedes iPhone kann mit

Die neuen Fähigkeiten basieren auf Apples eigener KI-Architektur und den Foundation Models. Branchenkreisen zufolge steckt darin auch eine Destillation von Googles Gemini-Technologie. Für den chinesischen Markt hat Apple offenbar die Zulassung für das Alibaba-Qwen-Modell erhalten.

Die Hardware-Anforderungen sind hoch. Zwar läuft iOS 27 auf dem iPhone 11 und neueren Modellen. Doch die volle KI-Power – inklusive der fortsrittlichen Kamerafunktionen – benötigt mindestens ein iPhone 15 Pro oder Pro Max. Bestimmte Modelle, wie das 20-Milliarden-Parameter-Modell AFM 3 Core Advanced, bleiben dem A19 Pro-Chip vorbehalten. Dieser wird für das iPhone 17 Pro erwartet.

Um mobile KI effizienter zu machen, verhandelt Apple offenbar mit dem Startup PrismML. Dessen Technologie soll große Sprachmodelle um das Zehn- bis Fünfzehnfache verkleinerun. Das Ziel: Anspruchsvolle KI auch auf älterer Hardware lauffähig machen – ohne spürbare Leistungseinbußen.

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Veröffentlichung und regionale Einschränkungen

Die öffentliche Beta steht ab sofort zum Download bereit. Einige Funktionen wie Image Playground oder bestimmte Schreibwerkzeuge sind noch nicht aktiv – sie befinden sich in einer Warteschleife. Die KI-Features starten zunächst nur auf US-Englisch. In der Europäischen Union fehlen sie vorerst, was mit den hiesigen Regulierungsfragen zusammenhängt. Auch für China gibt es eine Verzögerung.

Apple plant die finale Version von iOS 27 für September 2026 – parallel zur nächsten Hardware-Generation. Beta-Tester sollten vorsichtig sein: Frühe Versionen können Fehler enthalten oder den Akku stärker belasten, während die KI-Suchfunktionen ihre Daten indizieren.