Apple hat die erste öffentliche Beta von iOS 27 veröffentlicht – und setzt damit voll auf künstliche Intelligenz.
Das Update, das am 18. Juli 2026 erschien, bringt eine eigenständige Siri-KI-App sowie zahlreiche Produktivitätsverbesserungen mit sich. Parallel dazu rollt Apple iOS 26.5 aus, das erstmals Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten zwischen iPhone und Android ermöglicht.
Siri wird zur KI-Zentrale
Die wohl wichtigste Neuerung: Siri bekommt eine eigene App. Angetrieben wird der Sprachassistent künftig von Apples hauseigenen Foundation Models, die auf Googles Gemini-Technologie basieren. Die KI greift direkt auf dem Gerät auf E-Mails, Fotos und Nachrichten zu – und versteht, was gerade auf dem Bildschirm passiert.
Das dürfte die Art und Weise, wie Nutzer mit ihrem iPhone interagieren, grundlegend verändern. Statt einfacher Sprachbefehle soll Siri kontextbezogene Hilfe leisten können. Ein Beispiel: Zeigt der Nutzer auf ein Foto, könnte die KI automatisch erkennen, um welche Person es sich handelt und passende Informationen liefern.
Verschlüsselung für alle: RCS mit Ende-zu-Ende-Schutz
Mit iOS 26.5 schließt Apple eine lange klaffende Sicherheitslücke. Künftig sind Nachrichten zwischen iPhone und Android-Geräten Ende-zu-Ende-verschlüsselt – vorausgesetzt, der Mobilfunkanbieter unterstützt den neuen RCS-Standard. Der Rollout läuft schrittweise an.
Weitere Neuerungen in der Nachrichten-App:
- Face-ID-Sperre für die gesamte Messages-App
- Automatische Löschung von Einmal-Codes nach Gebrauch
- Filterfunktion für Nachrichten unbekannter Absender
- Handschrift-Canvas direkt im Chat
- Integrierte Übersetzung für internationale Gespräche
- Kontaktspezifische Erinnerungen, die Notizen oder Aufgaben beim Schreiben mit bestimmten Personen einblenden
Nach dem Update auf die neueste Version sollten Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen genau prüfen, um Ihre Daten wirksam zu schützen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, welche Klicks für ein sicheres System jetzt wichtig sind. Sicherheits-Checkliste für iOS-Updates kostenlos herunterladen
Tempo, Tempo: iOS 27 wird deutlich schneller
Die Beta von iOS 27 liefert mehr als 30 Leistungsverbesserungen. Benchmarks auf dem iPhone 11 Pro Max zeigen beeindruckende Werte:
- App-Starts sind bis zu 30 Prozent schneller
- AirDrop-Übertragungen laufen bis zu 80 Prozent flotter
- Fotoaufnahmen erfolgen rund 70 Prozent schneller
- Kamerastart auch im Energiesparmodus beschleunigt
Kompatibel ist iOS 27 mit dem iPhone 11 und allen neueren Modellen. Die finale Version soll im September 2026 erscheinen.
Live Notes: KI protokolliert Genius-Bar-Termine
Apple testet zudem ein KI-System namens „Live Notes“ in ausgewählten Apple Stores. Es zeichnet Beratungsgespräche am Genius Bar auf und erstellt automatisch Zusammenfassungen für Kunden und Techniker. Voraussetzung: Beide Seiten müssen zustimmen. Die Originalaufnahmen werden nicht gespeichert, die Transkripte können von Mitarbeitern bearbeitet werden.
Die neuen KI-Funktionen bringen viele neue Begriffe wie Foundation Models oder AirDrop-Optimierungen mit sich, die für viele Nutzer verwirrend sein können. In diesem kostenlosen Lexikon werden die 53 wichtigsten Begriffe der Apple-Welt einfach und verständlich erklärt. iPhone-Lexikon mit 53 Begriffen gratis sichern
Auch der Mac bekommt KI-Features
Parallel zur iOS-Beta hat Apple die öffentliche Beta von macOS 27 „Golden Gate“ veröffentlicht. Sie bringt „Visuelle Intelligenz“ zur Bildschirmanalyse sowie „Schreiben mit Siri“ – Werkzeuge zur Textkomposition und KI-gestützten Fotobearbeitung.
Hardware-Ausblick und rechtliche Schritte
Die Software-Offensive ist Teil einer größeren Strategie. Apple soll die M6 Pro- und Max-Prozessoren überspringen und direkt auf KI-spezialisierte M7-Chips setzen. Ein neues iPad mini mit OLED-Display wird für Oktober 2026 erwartet.
Im Rechtsstreit mit OpenAI hat Apple im Juli 2026 Klage eingereicht – der Vorwurf: Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen. Gleichzeitig warnt der Konzern, dass bestimmte Siri-KI-Funktionen in Europa und China wegen lokaler Regulierungen zunächst nicht verfügbar sein werden.

