iOS 27 Beta: Apple rüstet Siri mit KI-Verständnis aus

Apple veröffentlicht iOS 27 Beta mit KI-gestützter Siri, schnelleren Apps und neuem Design. EU-Nutzer bleiben vorerst außen vor.

Im Zentrum steht eine grundlegend überarbeitete Siri, die nun deutlich mehr kann als nur Fragen beantworten. Doch der frühe Testlauf offenbart auch Kinderkrankheiten.

Siri wird zum Alleskönner – mit Haken

Die neue Siri versteht natürliche Gespräche, erkennt Inhalte auf dem Bildschirm und führt Aufgaben über mehrere Apps hinweg aus. Sie verfügt über eine eigene App und eine ausdrucksstarke Stimme. Per Kamera erkennt sie Objekte und liefert kontextbezogene Suchergebnisse.

Doch der Zugang ist beschränkt. Wer die KI-Funktionen nutzen will, muss sich auf eine Warteliste setzen lassen. Und: Für Nutzer in der EU und China bleibt der Zugang vorerst komplett verwehrt.

Auch die Hardware spielt eine Rolle: Während iOS 27 grundsätzlich ab dem iPhone 11 läuft, sind die KI-Features nur auf dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen wie dem iPhone Air oder der iPhone 17 Pro Serie verfügbar. Einige Tools wie der „Image Playground“ fehlen in der ersten Beta noch ganz.

Tempo-Wunder: Apps laden 30 Prozent schneller

Apple verspricht enorme Leistungssprünge. Die App-Startgeschwindigkeit soll um 30 Prozent steigen, Fotos laden 70 Prozent schneller, AirDrop-Übertragungen sogar um 80 Prozent. Das neue Design „Liquid Glass“ bringt übergroße Widgets und die Möglichkeit, die Uhr auf dem Sperrbildschirm frei zu verschieben.

Weitere Neuerungen im Überblick:

  • Safari: Neue Tab-Gruppen und eine „Benachrichtige mich“-Funktion
  • Fotos: KI-gestützte Werkzeuge zum Erweitern und räumlichen Neurahmen von Bildern
  • Konnektivität: Unterstützung für RCS 2.7
  • Privatsphäre: Strengere Passwort-Warnungen und überarbeitetes Apple Pay
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Gewohnheitsbruch: 15 Jahre Muskelgedächtnis ade?

Ein detail dürfte für Frust sorgen: Ist Siri AI aktiviert, ändert sich die Geste für das Benachrichtigungscenter. Statt von der oberen Bildschirmmitte nach unten zu wischen – was nun den KI-Assistenten aufruft – müssen Nutzer künftig von der oberen linken Ecke wischen. Analysten sprechen von einem Bruch mit 15 Jahren eingespielter Bedienlogik.

Beta-Kinderkrankheiten: Hitze, Akku-Schwund und Abstürze

Wie bei jeder Vorabversion melden Tester typische Probleme: schneller Akku-Verschleiß, Überhitzung des Geräts und gelegentliche App-Abstürze. Auch Verbindungsprobleme mit WLAN und Bluetooth sowie verzögerte Benachrichtigungen werden genannt.

Experten weisen darauf hin, dass Trägheit und Speicherschwund oft auf die Hintergrund-Indizierung zurückgehen, die 24 bis 48 Stunden nach der Installation abgeschlossen ist. Apple empfiehlt, die Beta nur auf Zweitgeräten zu installieren und vorher ein vollständiges Backup anzulegen.

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Blick auf die Konkurrenz: Komprimierte KI vom Start-up

Parallel zur Beta sorgt ein externes Projekt für Aufsehen: Das Caltech-Start-up PrismML veröffentlichte am 14. Juli das Modell „Bonsai 27B“. Mit 27 Milliarden Parametern ist es für Mobilgeräte optimiert – und das bei einer Komprimierung von 54 GB auf nur 3,9 GB. Die Leistungseinbuße soll bei lediglich zehn Prozent liegen.

Apple prüft die Technologie Berichten zufolge derzeit. Das Modell läuft auf dem iPhone 17 Pro mit elf Tokens pro Sekunde. Apples eigene Versuche, ähnliche Komprimierungen zu erreichen, waren zuvor offenbar gescheitert.

Die finale Version von iOS 27 wird für September 2026 erwartet – traditionell im Anschluss an Apples jährliche Herbst-Keynote.