Seit dem 13. Juli können Nutzer die öffentliche Beta von iOS 27 installieren. Das Update bringt eine grundlegende Neugestaltung der Benutzeroberfläche und eine völlig neue KI-Architektur mit sich. Die stabile Version soll im September 2026 für alle erscheinen.
Siri wird eigenständig – und bekommt KI-Power
Die wichtigste Neuerung: Siri wird zur eigenständigen App. Statt nur als Sprachassistent über andere Anwendungen gelegt zu werden, landet das virtuelle Helferlein nun dauerhaft auf dem Home-Bildschirm. Die App bietet einen eigenen Chat-Interface, die Synchronisation des Verlaufs über iCloud und eine Datei-Upload-Funktion. Besonders spannend: Siri erkennt den Bildschirminhalt anderer Apps und kann darauf reagieren.
Hinter den Kulissen arbeitet eine Kombination aus Apples eigenen KI-Modellen und Googles Gemini. Doch nicht jeder kommt in den Genuss der neuen „Apple Intelligence“-Funktionen. Die KI-Suite bleibt iPhone-15-Pro-Modellen und neueren Geräten vorbehalten. Und es gibt eine geografische Einschränkung: In der EU und in China sind die KI-Features vorerst nicht verfügbar.
Für den chinesischen Markt gibt es allerdings Bewegung. Apple hat offenbar die regulatorische Genehmigung für seine KI-Dienste erhalten – durch Partnerschaften mit den lokalen Firmen Alibaba und Baidu, die ihre Modelle Qwen und Ernie beisteuern. Ein konkreter Starttermin für China steht jedoch noch nicht fest.
„Liquid Glass“: Das neue Design von iOS 27
Optisch setzt Apple auf die sogenannte „Liquid Glass“-Oberfläche. Icons und Systemelemente erhalten anpassbare Transparenzstufen. Nutzer können ihre Home-Bildschirme mit extra großen Widgets und KI-gestützten Hintergrundbild-Tools personalisieren.
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Auch funktional hat sich einiges getan:
- Kontrollzentrum: Schnellerer Zugriff auf Verbindungseinstellungen, verbesserte Funktionen im Querformat
- Fotos: Neuer Ordner „Von mir aufgenommen“ trennt eigene Fotos von gespeicherten oder geteilten Bildern
- Nachrichten: Die Handschriftfunktion wandert in ein eigenes Zeichen-Tool innerhalb von iMessage
- Audio-Steuerung: Getrennte Lautstärkeregler für Wecker, Timer und Systembenachrichtigungen
Deutliche Leistungssprünge
Erste Tests der öffentlichen Beta zeigen beeindruckende Verbesserungen. App-Starts sollen bis zu 30 Prozent schneller sein, das Laden von Fotos verbessert sich um 70 Prozent. Und AirDrop? Ganze 80 Prozent schneller als zuvor.
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Die Kompatibilität bleibt breit: iOS 27 läuft auf dem iPhone 11 und allen neueren Modellen, inklusive iPhone Air und iPhone SE der zweiten Generation. Anders sieht es im Apple-Universum aus: watchOS 27 soll angeblich die Apple Watch Series 6, 7 und 8 nicht mehr unterstützen. Und macOS 27 verabschiedet sich endgültig von Intel-basierten Rechnern.
Vorsicht bei der Installation
Wer jetzt zur Beta greift, sollte vorsichtig sein. Branchenkenner raten davon ab, die Vorabversion auf dem Hauptgerät zu installieren. Die frühe Software neigt zu starkem Akkuverbrauch, gelegentlichen Abstürzen und Kompatibilitätsproblemen mit Drittanbieter-Apps. Empfehlung: Ein Zweitgerät nutzen und vorher ein vollständiges Backup anlegen.
Die KI-Functions setzen übrigens nach der Installation oft eine Anmeldung auf einer Warteliste voraus. Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund eines Berichts, wonach Apple 250 Millionen US-Dollar (rund 230 Millionen Euro) in einem Vergleich zu einer Sammelklage um frühere KI-Dienste gezahlt haben soll.

