iOS 27: Call Context zeigt beim Firmenanruf Flugdaten und Codes

Neue iOS-Werkzeuge erleichtern Anrufe mit Warteschleifen-Erkennung, Übersetzung und Kontextdaten; Verfügbarkeit hängt von Modell und Region ab.

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Moderne Smartphone-Betriebssysteme erhalten mit jeder Generation zahlreiche Neuerungen, von denen viele im Alltag unbemerkt bleiben. Fachpublikationen wie PhoneArena und Giga verweisen in aktuellen Übersichten auf diverse Werkzeuge innerhalb der Telefon-App und der Bedienungshilfen von iOS, die alltägliche Abläufe spürbar erleichtern können, vielen Nutzern jedoch unbekannt sind.

Intelligente Anrufverwaltung von Warteschleife bis Kontext

Zu den zentralen Komfortfunktionen für Telefongespräche zählen automatisierte Assistenten. Mit der Funktion Hold Assist, die mit iOS 26 eingeführt wurde, erkennt das System Warteschleifen bei Telefonaten selbstständig und benachrichtigt den Nutzer, sobald ein menschlicher Gesprächspartner die Leitung übernimmt.

Die Erkennung lässt sich in den Einstellungen unter den App-Optionen für das Telefon aktivieren. Eine ähnliche Entlastung bietet Call Screening, das ebenfalls seit iOS 26 integriert ist und unbekannte Anrufer vor der Annahme des Gesprächs nach dem Grund des Anrufs befragt. Auf Geräten der Reihe Google Pixel existieren mit Funktionen wie Hold for Me und Call Screen vergleichbare Ansätze.

Mit iOS 27 erweitert Apple dieses Spektrum um die Funktion Call Context, die auf Apple Intelligence basiert. Ruft ein Nutzer bei einem Unternehmen an, blendet das System automatisch relevante Hintergrunddaten aus anderen Anwendungen ein, etwa Flugdaten oder Bestätigungscodes aus E-Mails.

Das Gespräch selbst wird dabei nicht abgehört. In Praxistests, etwa bei Anrufen bei Fluggesellschaften wie Southwest Airlines, wurden Flugdetails sowie die Option zum Vorlesen der Buchungsnummer direkt auf dem Bildschirm bereitgestellt.

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Das Feature steht zunächst auf Englisch bereit und setzt Geräte mit Unterstützung für Apple Intelligence voraus, beispielsweise das iPhone 15 Pro oder neuere Modelle, während ältere Geräte wie das iPhone 11 trotz Kompatibilität mit iOS 27 außen vor bleiben.

Übersetzung und Dokumentation während des Gesprächs

Für die direkte Kommunikation bietet iOS 27 eine Live-Übersetzung für Eins-zu-eins-Gespräche. Diese übersetzt sowohl Sprache als auch Text in Echtzeit auf dem Bildschirm und per Audioausgabe.

Das Feature unterstützt Sprachen wie Deutsch, britisches und amerikanisches Englisch, Französisch, Italienisch, brasilianisches Portugiesisch, Spanisch, vereinfachtes und traditionelles Chinesisch sowie Japanisch und Koreanisch. Voraussetzung ist das vorherige Herunterladen der Sprachpakete sowie ein Gerät mit Apple Intelligence ab dem iPhone 15 Pro oder iPhone 16.

Ebenfalls in iOS 27 enthalten ist eine integrierte Anrufaufzeichnung für Einzelgespräche, die die Mitschnitte im Notizen-Ordner ablegt und beide Teilnehmer per Audio-Signal über die Aufzeichnung informiert.

Das Feature ist jedoch regulatorisch eingeschränkt: In der Europäischen Union sowie in weiteren Ländern wie Ägypten, Saudi-Arabien, Südafrika und der Türkei steht die Aufzeichnung nicht zur Verfügung. Auch KI-Zusammenfassungen dieser Anrufe erfordern die neuere Hardware-Generation.

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Bildschirmkontrolle und praktische Bedienungshilfen

Bereits seit iOS 26 besteht zudem die Möglichkeit, in Eins-zu-eins-Telefonaten den Bildschirm zu teilen oder das Gerät aus der Ferne steuern zu lassen, sofern beide Seiten das Betriebssystem nutzen. Die Fernsteuerung, die in der EU derzeit nicht bereitsteht, ist mit Sicherheitsvorkehrungen versehen: Face ID und Touch ID sind während der Sitzung deaktiviert, zudem sind Zahlungen und Änderungen an Apple-Accounts gesperrt.

Abseits der Telefon-App bieten die Bedienungshilfen praktische Abkürzungen. Dazu gehören Schnellaktionen über ein zwei- oder dreifaches Tippen auf die Geräterückseite, die Reduzierung der Bildrate auf 60 Bilder pro Sekunde zur Schonung von Akku und Temperatur sowie integrierte Hintergrundgeräusche mit Timer.

Für eine radikale Vereinfachung sorgt der Modus Assistive Access ab iOS 17, der die Benutzeroberfläche auf ein rasterbasiertes Layout mit wenigen Kern-Apps wie Telefon, Nachrichten, Kamera und Karten reduziert.