iOS 27: Connectivity Assist könnte Akku und Datenvolumen stärker belasten

Nutzer melden kürzere Laufzeiten und zusätzlichen Mobilfunkverbrauch; Apple hat einen Zusammenhang mit Connectivity Assist bislang nicht bestätigt.

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Nutzerberichte bringen eine neue Funktion in iOS 27 namens Connectivity Assist mit erhöhtem Akkuverbrauch in Verbindung. Die Funktion soll bei schwachem WLAN automatisch zusätzlich Mobilfunkdaten nutzen, um die Verbindungsqualität zu stabilisieren – kann dadurch aber auch mehr Energie und Datenvolumen verbrauchen.

Wie logicandlayers.com in einem Bericht vom 4. Oktober 2026 festhielt, handelt es sich bislang um Nutzerberichte und nicht um einen von Apple bestätigten allgemeinen Fehler.

Ein viel zitierter Einzelfall

Mehrere Portale griffen in ihrer Berichterstattung denselben Fall auf: Ein Reddit-Nutzer mit einem iPhone 15 Pro Max und einer Akkugesundheit von 89 Prozent meldete nach dem Update auf iOS 27 zunächst nur 3 bis 4 Stunden Bildschirmzeit. Nach dem Abschalten von Connectivity Assist stieg dieser Wert nach seinen Angaben auf etwa 7 Stunden.

Der Fall wurde unter anderem von logicandlayers.com, konggokhk.com, mrmad.com.tw und udn.com aufgegriffen, jeweils mit dem Hinweis, dass es sich um einen Einzelfall ohne kontrollierten Vergleich handle. Apple selbst nennt laut diesen Berichten keine feste Ersparnis durch das Deaktivieren der Funktion.

Auch idropnews.com berichtete am 3. Oktober 2026 über Nutzer, die nach dem Update auf iOS 27 kürzere Akkulaufzeiten meldeten, ohne dass Apple einen Zusammenhang mit Connectivity Assist bestätigt habe. Ergänzend zitierte der Bericht einen Tester von AnotherApple, der innerhalb von zwei Tagen über 800 MB Mobilfunkdatenverbrauch verzeichnete, sowie einen Pocket-lint-Reviewer, der an einem Tag in einem Hotel mit schlechtem WLAN 174 MB maß.

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Wie die Funktion arbeitet und wie sie sich abschalten lässt

Laut übereinstimmenden Berichten mehrerer Quellen kann Connectivity Assist bei schwachem oder gestörtem WLAN Mobilfunkdaten ergänzend heranziehen. Dabei kann die Funktion laut idropnews.com auch DNS-Werbeblocker, manche VPN-Schutzfunktionen sowie Kindersicherungsfilter umgehen. Apple selbst empfiehlt laut den Berichten das Abschalten der Funktion bei Nutzung von DNS-Werbeblockern.

Die Deaktivierung ist global über Einstellungen > WLAN oder gezielt je Netzwerk über das Info-Symbol möglich. Mehrere Berichte weisen darauf hin, dass eine zuvor bestehende Einstellung der Vorgängerfunktion Wi-Fi Assist übernommen wird.

Wird Connectivity Assist deaktiviert, kann sich laut den Berichten die Verbindungsgeschwindigkeit bei schwachem WLAN verschlechtern. Bei internationalem Roaming oder aktiviertem „Wenig Datenmodus“ greift die Funktion den Berichten zufolge ohnehin nicht. Der Datenverbrauch lässt sich zudem in den Systemeinstellungen einsehen.

Weitere mögliche Ursachen für Akkuprobleme

Mrmad.com.tw nannte als weitere mögliche Erklärung für erhöhten Akkuverbrauch nach dem Update die Hintergrundindexierung, die in den ersten 24 bis 48 Stunden nach einer iOS-Aktualisierung anfallen kann. Zudem verwies der Bericht darauf, dass eine Akkukapazität unter 80 Prozent ein möglicher Hinweis auf allgemeinen Akkuverschleiß sein könne, unabhängig von der neuen Funktion.

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Zusätzliche Stellschrauben für die Akkulaufzeit

Unabhängig von Connectivity Assist verweist ein Bericht von bgr.com vom 3. Oktober 2026 auf die Hintergrundaktualisierung von Apps als weiteren Faktor für den Akkuverbrauch.

Unter Einstellungen > Allgemein > Hintergrundaktualisierung lässt sich die Option auf „Aus“, „WLAN“ oder „WLAN & Mobile Daten“ setzen, wobei „WLAN & Mobile Daten“ laut dem Artikel die Standardeinstellung ist. Wird die Funktion deaktiviert, aktualisieren Apps ihre Inhalte demnach erst beim Öffnen; die Einstellung lässt sich auch pro App anpassen.

Ein unabhängiger, nicht mit iOS 27 verknüpfter Praxistest mit einem iPhone 15 Pro unter iOS 17.x ergab über sieben Tage, dass die Umstellung der Hintergrundaktualisierung auf WLAN den Akkustand an einem normalen Arbeitstag am Nachmittag von zuvor 38 bis 42 Prozent auf 55 bis 60 Prozent erhöhte.

Die Autorin deaktivierte im selben Test zusätzlich Significant Locations, Tracking-Anfragen, iPhone-Analysen sowie In-App-Bewertungen, wobei sie bei letzteren keinen messbaren Effekt auf die Akkulaufzeit feststellte. Da es sich um ein Einzelergebnis unter einer älteren iOS-Version handelt, lässt es sich nicht direkt auf iOS 27 übertragen.