Apple baut sein Musik- und Audio-Ökosystem deutlich aus – mit sozialen Shazam-Funktionen, neuen Klangoptionen und einer grundlegenden Überarbeitung der Lautstärkesteuerung in iOS 27. Besonders für Musikfans in Deutschland dürfte das interessant sein: Erstmals gibt es Künstler-Sticker für die Messaging-Apps, und die Musikererkennung funktioniert künftig auch offline.
Shazam startet Künstler-Sticker zum Album-Release
Pünktlich zum neuen Album „petal“ von Ariana Grande bringt Shazam sein erstes Artist Sticker Pack auf den Markt. Die digitalen Sticker sind seit dem 31. Juli über die App-Version 26.14.1 verfügbar – entweder durch das Erkennen eines Songs der Künstlerin oder direkt über die Messages-App. Sie funktionieren in FaceTime, Messages und der Standard-Emoji-Tastatur auf iPhone und iPad.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Der Track „hate that I made you love me“ knackte kürzlich die Marke von einer Million Erkennungen auf Shazam und hielt sich über 50 Tage in den Pop-Top-10 – in 53 Ländern weltweit. Damit zählt Grande zu den meistgesuchten Künstlerinnen auf der Plattform.
Musikererkennung wird smarter
Auch technisch hat sich einiges getan. Wer Songs über die Musikererkennung im Kontrollzentrum identifiziert, findet sie künftig automatisch in der Shazam-App wieder. Die Synchronisation funktioniert auf allen Geräten mit iOS 15 oder neuer – vorausgesetzt, sie sind mit derselben Apple-ID verknüpft.
Mit iOS 26.4 wurde die Erkennung zudem offline-fähig. Ist keine Internetverbindung verfügbar, speichert das iPhone die Audiodaten zwischen und verarbeitet die Identifizierung, sobald die Verbindung wieder steht. Ein praktisches Feature für Konzerte, U-Bahn-Fahrten oder den Flugmodus.
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Darüber hinaus verfeinert Apple die Umgebungsschall-Erkennung, die etwa Türklingeln oder Haustiergeräusche meldet. Neu im Menü „Hintergrundgeräusche“: die Option „Regen auf Dach“, die speziell für die aktive Geräuschunterdrückung hochwertiger Wireless-Kopfhörer entwickelt wurde.
iOS 27: Getrennte Lautstärken und Siri-Revolution
Die öffentliche Beta von iOS 27, deren finale Version für September 2026 erwartet wird, bringt eine lang ersehnte Änderung: Nutzer können die Wecker-Lautstärke erstmals unabhängig vom Klingelton einstellen. Ein neuer Bereich „Wecker und Timer“ in den Einstellungen bietet dafür einen eigenen Schalter.
Deutlich größer ist der Umbau bei Siri. Der Sprachassistent wurde offenbar grundlegend überarbeitet und setzt nun auf konversationelle KI – Berichten zufolge in Zusammenarbeit mit Google. Die neuen Fähigkeiten im Überblick:
- Kontextbezogene Verarbeitung und natürliche Spracheingabe für Kalender und Erinnerungen
- Erweiterte „Visuelle Intelligenz“ für Fotobearbeitung und -suche
- Steuerung über eine eigene App-Oberfläche oder klassische physische Auslöser
Die KI-Funktionen bleiben vorerst neueren Geräten wie dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten. iOS 27 selbst läuft auf iPhones ab Modell 11.
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Grenzen der Technik und Datenschutz
Bei aller Software-Offensive bleiben Hardware-Grenzen bestehen: Die Mikrofone und Lautsprecher des iPhones sind auf menschliche Stimmen und hörbare Frequenzen optimiert. Ultraschall über 20 kHz können sie weder zuverlässig senden noch empfangen – ein physikalisches Limit, das auch künftige Software-Updates nicht lösen können.
Beim Datenschutz bleibt Apple konsequent: Mikrofonberechtigungen müssen für jede App einzeln über die Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen freigegeben werden. Dieser Mechanismus gilt einheitlich über iOS, macOS und iPadOS und bleibt das Fundament der Gerätesicherheit.

