iOS 27: Siri AI kommt im September – aber nicht für EU-Nutzer

Apple verschärft Datenschutz: iOS 26.4.1 aktiviert Diebstahlschutz automatisch, iOS 27 bringt Siri AI für neuere Modelle.

Apple rüstet seine iPhones mit immer schärferen Sicherheits- und Datenschutzfunktionen auf. Vom Verstecken einzelner Apps bis hin zu automatischen Diebstahlschutz-Mechanismen – das aktuelle iOS 26.4.1 und die kommende Version iOS 27 setzen neue Maßstäbe beim Schutz persönlicher Daten.

Apps verstecken und sperren: So funktioniert der Privatsphäre-Modus

Bereits mit iOS 18 führte Apple die Möglichkeit ein, einzelne Apps per biometrischer Authentifizierung zu sperren oder komplett zu verstecken. Ein langer Druck auf das App-Symbol genügt, um Face ID zu aktivieren. Wer noch diskreter sein will, wählt die Option „Verstecken und Face ID verlangen“.

Die Konsequenz: Das App-Icon verschwindet vom Home-Bildschirm und wandert in einen speziellen, gesperrten Ordner in der App-Bibliothek. Dieser lässt sich nur per Gesichtsscan oder Fingerabdruck öffnen. Allerdings gilt die Einschränkung nicht für alle Programme – Kern-Apps wie Kamera oder Einstellungen lassen sich auf diesem Weg nicht verbergen.

iOS 26.4.1: Diebstahlschutz wird Pflicht

Mit dem Update vom Juli 2026 hat Apple den Stolen Device Protection von einer optionalen Einstellung in eine automatisch aktivierte Sicherheitsfunktion umgewandelt. Der Clou: Sobald sich das iPhone außerhalb vertrauter Orte wie Zuhause oder Arbeitsplatz befindet, greifen verschärfte Regeln.

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Viele iPhone-Nutzer übersehen nach dem Update diese gefährliche Einstellung. Apple-Chefredakteur Detlef Meyer verrät, welche Einstellungen Sie nach jedem Update sofort überprüfen sollten, um Ihre Privatsphäre wirksam zu schützen. Welche iPhone-Einstellung Sie jetzt prüfen sollten

Für heikle Aktionen – etwa das Anzeigen gespeicherter Passwörter oder Änderungen an der Apple-ID – ist dann zwingend Face ID oder Touch ID nötig. Bei besonders kritischen Vorgängen kommt eine Sicherheitsverzögerung zum Einsatz: Erst nach einer Stunde und einem zweiten biometrischen Scan wird die Aktion freigegeben. Apple deklarierte das Update offiziell als Fehlerbehebung, ohne konkrete Sicherheitslücken zu benennen.

Der schwächste Punkt: Das Kontrollzentrum

Sicherheitsexperten warnen vor einer oft übersehenen Gefahr: dem Kontrollzentrum auf dem Sperrbildschirm. Diebe aktivieren nach einem Diebstahl häufig den Flugmodus, um die „Wo ist?“-Ortung zu deaktivieren. Der Schutz ist einfach: In den Face-ID- und Code-Einstellungen lässt sich der Zugriff auf das Kontrollzentrum im gesperrten Zustand unterbinden.

Weitere Schutzmaßnahmen auf einen Blick:

  • Alphanumerische Codes statt einfacher vierstelliger PINs verwenden
  • Vorschauen im Benachrichtigungscenter deaktivieren, damit Nachrichten nicht ohne Authentifizierung lesbar sind
  • iCloud Advanced Data Protection aktivieren für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Backups
  • iCloud Private Relay nutzen – die Zwei-Hop-Architektur verschleiert IP-Adressen und Surfverhalten
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Neben den richtigen Sicherheitseinstellungen ist das Verständnis der Apple-Fachsprache entscheidend, um Ihr Gerät souverän zu bedienen. Dieses Gratis-Lexikon erklärt die 53 wichtigsten iPhone-Begriffe wie AirDrop oder iOS in einfachen Worten und bietet wertvolle Orientierung für jeden Nutzer. 53 iPhone-Begriffe kostenlos als PDF sichern

iOS 27: Siri wird intelligent – aber nicht für alle

Die für Mitte September 2026 erwartete finale Version von iOS 27 bringt weitere Neuerungen. Die zweite öffentliche Beta vom 22. Juli enthielt bereits verfeinerte Bildschirmzeit-Funktionen und neue Kindersicherungen.

Das Highlight: Siri AI – ein konversationsfähiger Assistent, der mehrschrittige Aufgaben erledigen und Bildschirminhalte kontextbezogen verstehen kann. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Die KI-Funktionen bleiben dem iPhone 15 Pro und neueren Modellen vorbehalten. Und für Nutzer in der Europäischen Union wird Siri AI zum Start gar nicht verfügbar sein – Apple begründet das mit regulatorischen Unsicherheiten.

Weitere Tools, die noch dieses Jahr kommen sollen: Eine überarbeitete Passwörter-App, die schwache Zugangsdaten automatisch erkennt und Verbesserungen vorschlägt, sowie erweiterte Kommunikationssicherheits-Funktionen in der Nachrichten-App, die sensible oder gewalttätige Inhalte für jüngere Nutzer blockieren.