CarPlay bekommt ein fundamentales Update – mit künstlicher Intelligenz, Video-Apps und einem komplett neuen Design.
Apple hat am 24. Juli die zweite öffentliche Beta von iOS 27 veröffentlicht. Das Update, das seit dem 13. Juli getestet wird, rüstet CarPlay massiv auf. Im Zentrum stehen generative KI-Funktionen und die lang erwartete Unterstützung für Video-Apps im Fahrzeug. Die finale Version soll im Herbst 2026 erscheinen – Branchenkenner rechnen mit einem Release im September.
Siri wird zum intelligenten Copiloten
Die auffälligste Neuerung ist die Integration von Siri AI. Der Sprachassistent zeigt sich mit einer neuen Animation – einem leuchtenden Orb – und versteht nun komplexe Zusammenhänge. Statt einzelner Befehle kann Siri mehrere Schritte auf einmal ausgleichen oder direkt erkennen, was auf dem Bildschirm passiert.
Die KI-Funktionen bleiben allerdings den Top-Modellen vorbehalten: Nur Besitzer eines iPhone 15 Pro oder neuer erhalten vollen Zugriff auf die Apple Intelligence. Ältere Geräte ab dem iPhone 11 und dem iPhone SE der zweiten Generation bekommen immerhin verbesserte Standardfunktionen – darunter neue Stimmen für australisches, britisches und indisches Englisch sowie einstellbare Sprechgeschwindigkeit.
Endlich Videos auf dem Bordbildschirm
Ein Paradigmenwechsel für CarPlay: Native Video-Apps sind jetzt erlaubt. Nutzer können Filme und Serien aus der Apple-TV-App oder ihrer iTunes-Bibliothek direkt auf dem Fahrzeugdisplay abspielen – aber nur im Stand. Sobald das Auto fährt, schaltet das System automatisch auf Audiomodus um.
Entwickler dürfen künftig eigene Video-Apps für CarPlay programmieren. Die Autohersteller müssen diese Funktionen jedoch explizit freischalten. Voraussetzung für die Wiedergabe ist ein Breitbild-Display und kompatible Hardware. Ein Wermutstropfen: Das Spulen von Audio- und Videoinhalten funktioniert nur über die kabelgebundene Verbindung – wer drahtlos verbunden ist, muss auf diese Funktion verzichten.
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Liquid Glass: Das neue Design
Die Benutzeroberfläche erhält eine optische Generalüberholung unter dem Namen Liquid Glass. Sanftere Animationen und überarbeitete Icons prägen das neue Erscheinungsbild. Zu den wichtigsten Änderungen gehören:
- MiniPlayer: Eine permanente Audio-Steuerung in der oberen rechten Ecke
- Personalisierung: 14 neue Wellen-Hintergründe und ein verfeinerter Dark Mode
- Navigation: Apple Maps unterstützt jetzt Offline-Karten und verbesserte Zoom-Gesten. Für Elektroauto-Fahrer inkludiert die Routenplanung konkrete Ladestopps
- Drittanbieter: Spotify und SiriusXM wurden an das neue Interface angepasst
Über 80 Optimierungen unter der Haube
Das Update bringt mehr als 80 Systemverbesserungen. Tests auf älteren Geräten wie dem iPhone 11 Pro Max zeigen: Apps starten bis zu 30 Prozent schneller als unter den Vorgängerversionen.
Die Stabilität der drahtlosen CarPlay-Verbindung wurde deutlich verbessert – besonders Audi-Fahrer profitieren von den Anpassungen. Weitere technische Neuerungen umfassen einen neuen CPU-Scheduler, effizienteres Bluetooth-Energiemanagement und ein beschleunigtes AirDrop-Protokoll.
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Einschränkung für Europa: Während die öffentliche Beta weltweit verfügbar ist, deuten erste Berichte darauf hin, dass bestimmte KI-Funktionen in der Europäischen Union zum Start nicht freigeschaltet sein könnten.

