iOS 27: Siri bekommt generative Sprachmodelle und neue Akzente

Apple erweitert Siri um generative Sprachmodelle, senkt Hürden für Stimmklone und integriert Sensoren im HomePod. Zudem drohen 250 Mio. US-Dollar Schadensersatz.

Apple treibt die KI-Integration in seinem Sprachassistenten massiv voran – und bringt damit deutlich menschlicher klingende Stimmen, intelligente Fotobearbeitung und einen vereinfachten Zugang zu Barrierefreiheits-Funktionen auf iPhone, iPad, Mac und HomePod.

iOS 27: Siri bekommt generative Sprachmodelle

Die öffentliche Beta von iOS 27 bringt eine grundlegende Überarbeitung von Siri mit sich. Im Mittelpunkt stehen generative Audio-Modelle, die die Stimme des Assistenten natürlicher klingen lassen. Neu sind unter anderem Stimmen mit verschiedenen Akzenten und Geschlechtern. Besonders hervorzuheben ist die Funktion Expressive Voices: Über Regler in den Einstellungen können Nutzer Tempo und Ausdrucksstärke der Sprachausgabe individuell anpassen.

Allerdings: Einige der neuen Funktionen sind vorerst nur auf der Oberklasse verfügbar – konkret auf dem iPhone 17 Pro, Pro Max und Air. Wer ein älteres Modell besitzt, muss sich gedulden.

Die Beta enthält zudem KI-gestützte Fotobearbeitung direkt über Siri. Funktionen wie Reframe, Extend und Cleanup erlauben es, Bilder per Sprachbefehl zu optimieren. Auch die Wallet-App wurde überarbeitet und erlaubt nun individuelle Pässe. Ein kleines, aber feines Detail: Nutzer können das Diktat- oder Sprachsymbol im Nachrichtenfeld ausblenden und stattdessen eine Aufnahmetaste, ein Diktat-Icon oder gar nichts anzeigen lassen. Der finale Release von iOS 27 wird im September erwartet.

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Personal Voice: Digitale Stimmklone in zwei Minuten

Apple hat die Hürden für die Funktion Personal Voice deutlich gesenkt. War es früher nötig, 150 Sätze über rund 15 Minuten aufzunehmen, genügen nun zehn Sätze und ein bis zwei Minuten – möglich macht das Apple Intelligence. Die digitalen Stimmklone klingen erstaunlich natürlich und funktionieren mit Live Speech sowie VoiceOver.

Aktuell unterstützt die Funktion Englisch (US), mexikanisches Spanisch und Mandarin. Für Menschen mit Sprachbeeinträchtigungen ist das ein echter Gewinn: Die Technologie macht es deutlich einfacher, eine persönliche Stimme zu bewahren.

HomePod: Sensoren und Multi-User-Erkennung

Auch im Smart-Home-Bereich legt Apple nach. Der HomePod mini und die zweite Generation des HomePod nutzen nun ihre integrierten Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren, um automatisierte Aktionen auszulösen. So lässt sich etwa festlegen, dass der Ventilator bei über 24 Grad anspringt oder die Heizung bei unter 18 Grad aktiviert wird – alles bequem über die Home-App.

In Haushalten mit mehreren Personen erkennt die HomePod-Software mittlerweile bis zu sechs verschiedene Nutzer an der Stimme. Voraussetzung sind iOS 16.3 oder neuer sowie die Freigabe des Standorts und persönlicher Anfragen. Je nach Sprecher liefert das System dann individuelle Antworten für Kalendereinträge und Nachrichten.

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Siri im Alltag: WhatsApp, Diktat und rechtliche Altlasten

Siri kann auch in Drittanbieter-Apps glänzen – etwa bei WhatsApp. Auf Geräten mit iOS 12 oder neuer lassen sich Nachrichten per Sprachbefehl senden, lesen und durchsuchen, sofern die Berechtigungen erteilt wurden. Die Interaktionen sind verschlüsselt, die Nachrichten selbst profitieren weiterhin von der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von WhatsApp.

Für alle, die lieber tippen als sprechen: Das native Diktier-Tool von Apple soll ab iOS 18.4 zehn Sprachen unterstützen.

Doch die KI-Offensive hat auch einen rechtlichen Schatten. Apple hat sich in einem Sammelklage-Verfahren zu einer Zahlung von 250 Millionen US-Dollar bereit erklärt. Betroffen sind US-Käufer von iPhone 16 und iPhone 15 Pro, die ihre Geräte zwischen dem 10. Juni 2024 und dem 29. März 2025 erworben haben. Pro Gerät sind bis zu 95 US-Dollar Entschädigung möglich.