Apple treibt die Integration von „Apple Intelligence“ und die Generalüberholung des Sprachassistenten Siri massiv voran. Für deutsche Nutzer könnte das allerdings mit Einschränkungen verbunden sein.
Siri wird intelligent – aber nicht überall
Mit der neuen Beta, die Apple am heutigen Montag veröffentlicht hat, bekommt Siri ein grundlegendes Redesign. Der Sprachassistent basiert künftig auf sogenannten Foundation-Modellen und der hauseigenen KI-Plattform „Apple Intelligence“. Entwickler berichten von einem neuen Startbildschirm für die KI-gestützte Siri sowie verbesserten Stimmen, die nun lebendiger und ausdrucksstärker klingen sollen.
Die Neuerungen gehen weit über Kosmetik hinaus: Siri soll künftig über Weltwissen verfügen, persönliche Daten des Nutzers erkennen und verstehen, was gerade auf dem Bildschirm passiert. Ein Beispiel: Ist eine Nachricht geöffnet, kann Siri direkt dazu Fragen beantworten oder Aktionen vorschlagen.
Ergänzt wird das Angebot durch eine eigenständige Siri-App sowie die systemweite Funktion „Write with Siri“. Auch die Kamera-App bekommt einen KI-Boost: Ein „Visual Intelligence“-Modus soll Objekte und Szenen automatisch erkennen. Sogar KI-generierte Hintergrundbilder sind nun möglich.
Doch die Kehrseite: Für diese Funktionen ist moderne Hardware nötig – mindestens ein iPhone 17 Pro oder iPhone Air. Gerüchten zufolge soll das für September erwartete iPhone 18 Pro sogar 12 Gigabyte Arbeitsspeicher erhalten, um die rechenintensiven KI-Aufgaben zu stemmen.
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Mehr Tempo: 30 Verbesserungen unter der Haube
Doch iOS 27 kann mehr als nur KI. Apple hat über 30 Leistungsoptimierungen eingebaut. Im Vergleich zum Vorgänger iOS 26.4.2 starten Apps nun bis zu 30 Prozent schneller. Besonders beeindruckend: AirDrop-Übertragungen sollen bis zu 80 Prozent flotter vonstattengehen, und die Fotogalerie lädt Bilder um bis zu 70 Prozent schneller.
Auch Safari und die Mail-App profitieren von den Optimierungen. Zudem wurden die Übergänge zwischen WLAN und Mobilfunknetz verbessert – ein Segen für alle, die häufig zwischen Netzwerken wechseln.
Ein neues Design-Element namens „Liquid Glass“ sorgt für optische Frische: Ein Transparenz-Regler und interaktive Elemente wie eine Lupe in der Vorschau-App, die Inhalte bei Bewegung verzerrt, sind nun mit an Bord. Ein lästiger Bug, der den Tiefeneffekt bei Hintergrundbildern betraf, wurde ebenfalls behoben.
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Kompatibilität und Zeitplan: Wer bekommt was?
In einer überraschenden Kehrtwende öffnet Apple seine iCloud-Geteilte-Alben künftig auch für Android- und Windows-Nutzer – ein Schritt, der die bisher geschlossene Apple-Welt etwas durchlässiger macht. Innerhalb des eigenen Ökosystems bleibt iOS 27 mit dem iPhone 11 und neueren Modellen sowie dem iPhone SE der zweiten Generation kompatibel.
Der Testfahrplan ist straff: Die erste Entwickler-Beta erschien am 8. Juni, die zweite am 22. Juni, die dritte am 6. Juli. Mitte Juli folgte dann die erste öffentliche Beta. Parallel zu iOS 27 hat Apple heute auch die vierten Entwickler-Betas für iPadOS 27, macOS 27 und tvOS 27 veröffentlicht.
Der große Wurf – die finale Version von iOS 27 – wird für September 2026 erwartet, pünktlich zur Vorstellung der neuen iPhone-Generation. Allerdings mit einem dicken Wermutstropfen für europäische Nutzer: Aufgrund regulatorischer Hürden könnte die KI-gestützte Siri in Europa und China zunächst nicht verfügbar sein. Apple steht hier vor ähnlichen Herausforderungen wie schon bei anderen KI-Features in der EU.

