iOS 27: Video-zu-Bild-Extraktion ersetzt Screenshots endgültig

Apple veröffentlicht iOS 27 als Public Beta mit KI-Integration, Safari-Neuerungen und Bildbearbeitung. Offizieller Start im September 2026.

Anfang August 2026 hat Apple die erste öffentliche Beta-Version von iOS 27 für eine breite Nutzerschaft freigegeben. Das Betriebssystem-Update führt eine Vielzahl neuer Funktionen ein, wobei der Fokus auf der Integration von künstlicher Intelligenz, erweiterten Browser-Funktionen in Safari sowie optimierten Werkzeugen für die Medienbearbeitung liegt. Die Veröffentlichung markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung von „Apple Intelligence“ und bereitet den offiziellen Marktstart vor, der für September 2026 geplant ist.

Safari-Updates und verbesserte Medien-Extraktion

Der hauseigene Browser Safari erhält mit dem Update signifikante Funktionserweiterungen. Eine der zentralen Neuerungen ist die sogenannte „Notify Me“-Funktion. Diese ermöglicht es Anwendern, Webseiten gezielt auf Inhaltsänderungen zu überwachen. Sobald Aktualisierungen auf einer beobachteten Seite erkannt werden, informiert das System den Nutzer. Darüber hinaus wurden die Tab-Gruppen überarbeitet und der Prozess für die Installation von Browser-Erweiterungen vereinfacht. In den Systemeinstellungen verbirgt sich zudem eine neue Option, mit der Links standardmäßig im Hintergrund geöffnet werden können.

Ein langjähriger Kritikpunkt bei der Medienverwaltung wurde ebenfalls adressiert: iOS 27 führt eine native Funktion zum Extrahieren von Standbildern aus Videos in voller Auflösung ein. Damit entfällt der bisher notwendige Umweg über Screenshots, der oft mit Qualitätsverlusten verbunden war. Diese Neuerung wurde bereits kurz vor dem Start der Public Beta angekündigt und ist nun für Tester in der Photos-App verfügbar.

Apple Intelligence und KI-gestützte Fotowerkzeuge

Die Sprachsteuerung Siri wird durch die Integration von KI-Modellen grundlegend aufgewertet. Das System verfügt nun über ein sogenanntes „On-Screen-Verständnis“, wodurch Siri Inhalte auf dem Display erfassen und kontextbezogen verarbeiten kann. Eine Partnerschaft mit ChatGPT erweitert zudem die Informationsbasis der Assistenz. Diese Funktionen sind jedoch hardwaregebunden: Apple setzt mindestens ein iPhone 15 Pro voraus, während bestimmte exklusive Funktionen für das iPhone Air sowie die kommende Generation des iPhone 17 Pro und Pro Max reserviert bleiben.

Im Bereich der Bildbearbeitung bietet die Photos-App drei neue KI-Werkzeuge:
Clean Up: Ermöglicht das Entfernen unerwünschter Objekte aus Aufnahmen bei gleichzeitiger Rekonstruktion des Hintergrunds.
Extend: Erweitert den Bildhintergrund um maximal 25 Prozent pro Seite durch generative Ergänzungen.
Reframe: Passt die Perspektive von Fotos an, wobei die KI fehlende Bildinhalte autonom generiert.

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Leistungsoptimierung und Systemanpassungen

Neben neuen Funktionen enthält iOS 27 laut technischen Berichten über 80 Verbesserungen hinsichtlich der Geschwindigkeit und Effizienz. App-Starts sollen demnach bis zu 30 Prozent schneller erfolgen, während die Übertragungsgeschwindigkeit via AirDrop um bis zu 80 Prozent gesteigert wurde. Die Public Beta ist für Geräte ab dem iPhone 11 und neuer verfügbar, was insgesamt etwa 31 verschiedene Modelle umfasst.

Auch andere Systembereiche wurden überarbeitet. Die Nachrichten-App iMessage unterstützt nun kontextbezogene Vorschläge, Genmojis und bietet einen Fortschrittsbalken für Medien-Uploads. In der Passwortverwaltung übernimmt die KI nun die Generierung komplexer Passwörter sowie die automatische Aktualisierung von Anmeldedaten. Für Fahrzeugnutzer bietet der neue CarPlay-Videomodus die Möglichkeit, Video-Streaming über AirPlay im geparkten Zustand zu nutzen, sofern das Fahrzeug die entsprechende Hardware unterstützt.

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Rechtlicher Hintergrund und iPadOS-Besonderheiten

Parallel zur Software-Veröffentlichung wurde bekannt, dass Apple einem Vergleich in Höhe von 250 Millionen US-Dollar zugestimmt hat. Hintergrund war eine Sammelklage wegen irreführender Werbung im Zusammenhang mit Apple Intelligence. Betroffen sind Käufer der Modelle iPhone 15 Pro und iPhone 16, die ihre Geräte zwischen Juni 2024 und März 2025 erworben haben; die Entschädigungen liegen zwischen 25 und 95 US-Dollar pro Gerät.

Für iPad-Nutzer bringt die zeitgleich veröffentlichte Beta von iPadOS 27 Änderungen am Interface. Das Benachrichtigungszentrum ist nun fest auf der linken Seite positioniert, während das Kontrollzentrum auf der rechten Seite fixiert wurde. Beide Bereiche belegen jeweils eine Breite von etwa zwei App-Spalten auf dem Home-Bildschirm. Zudem wurde die Gestensteuerung auf dem iPhone angepasst: Ein Wischen von der oberen Mitte öffnet nun vorrangig die KI-Siri, während Benachrichtigungen nur noch über ein Wischen von oben links erreichbar sind. Diese Änderung lässt sich in der aktuellen Testversion nicht deaktivieren.