Apple hat den weltweiten Marktstart für das iPad mini der achten Generation vollzogen. Das kompakte Tablet ist ab sofort in den unternehmenseigenen Verkaufsstellen erhältlich und wird an Vorbesteller ausgeliefert, die das Gerät seit dem 28. Oktober 2026 ordern konnten. Im Mittelpunkt der Modellpflege steht der erstmalige Wechsel auf ein 8,5 Zoll großes OLED-Display.
Premiere für OLED-Technik im kompakten Format
Der neue Bildschirm trägt die Bezeichnung Super Retina XDR und bietet einen Kontrast von 2.000.000:1, eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.200 Nits sowie eine Mindesthelligkeit von 1 Nit. Die Bildwiederholrate verbleibt bei 60 Hertz ohne ProMotion.
Messungen in einem Testbericht vom 6. November 2026 ergaben 550 Nits bei SDR-Inhalten sowie 758 Nits im HDR-Modus. Durch das eingesetzte OLED-Panel tritt der bei früheren Generationen diskutierte Effekt des schiefen Bildaufbaus beim Scrollen nicht mehr auf, wie Berichte von MacStories und HardwareZone vom selben Tag bestätigen.
Zugleich hat Apple das Gehäuse überarbeitet: Mit einer Dicke von 5,4 Millimetern fällt das Gerät 14 Prozent dünner aus als das Vorgängermodell mit A17-Pro-Chip. Das Gewicht sank um 13 Prozent auf 255 Gramm in der Wi-Fi- und 263 Gramm in der Mobilfunk-Ausführung. Die Ränder um das Display wurden um 24 Prozent schmaler gestaltet.
Zudem ist das Tablet nach IP67 gegen Wasser geschützt (bis zu einem Meter Tiefe für 30 Minuten) – eine Neuerung in Apples Tablet-Sparte. Das in den Farben Midnight und Starlight angebotene Gerät verfügt über je eine 12-Megapixel-Kamera auf Vorder- und Rückseite, wobei die Frontkamera nun im Querformat ausgerichtet ist. Unterstützt werden der Apple Pencil Pro und das USB-C-Modell mit Schwebefunktion.
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A20 Pro in zwei Ausführungen und neuer Funkchip
Im Inneren kommt der im Zwei-Nanometer-Verfahren gefertigte A20-Pro-Prozessor zum Einsatz. Die Modelle mit 128 und 256 Gigabyte Speicher erhalten eine Version mit 5-Core-CPU, 7-Core-GPU und einer 16-Core-NPU.
Die Variante mit 512 Gigabyte ist mit einer 6-Core-CPU und einer Dual-16-Core-NPU bestückt. Laut Herstellerangaben arbeitet die CPU bis zu 1,6-mal und die GPU bis zu 2,7-mal schneller als im iPad mini 7.
Für Verbindungen sorgen der N1-Chip mit Unterstützung für Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread sowie das C2-Modem mit eSIM-Anbindung. Der Akku fasst 18,9 Wattstunden gegenüber 19,3 Wattstunden beim Vorgänger; die Laufzeiten beziffert der Konzern unverändert mit bis zu 10 Stunden beim Surfen über WLAN oder Videoschauen sowie bis zu 9 Stunden im Mobilfunkbetrieb. Mit einem Netzteil ab 35 Watt lässt sich der Akku binnen 30 Minuten um 50 Prozent aufladen.
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Angehobene Preise und ein rückläufiger Tablet-Markt
In Deutschland beginnen die Preise bei 749 Euro für das Wi-Fi-Modell mit 128 Gigabyte Speicher. Die Variante mit Mobilfunkanbindung startet bei 919 Euro.
Die Nanotextur-Glasoption, die mindestens 256 Gigabyte Speicher voraussetzt, verlangt in der Europäischen Union einen Aufpreis von 130 Euro. In den USA reicht die Preisspanne von 699 US-Dollar für die Basiskonfiguration bis zu 999 US-Dollar für 512 Gigabyte.
Erste Testberichte fielen gemischt aus: Engadget vergab 8,5 von 10 Punkten, The Verge vergab 8 von 10 Punkten und kritisierte den Einstiegspreis von 699 US-Dollar als um mindestens 100 US-Dollar zu hoch angesetzt. TidBITS hielt fest, dass das iPad mini nun rund 40 Prozent teurer sei als vier Monate zuvor.
Die Markteinführung fällt in eine Schwächephase des Segments. Nach Erhebungen des Marktforschers Omdia gingen Apples Tablet-Auslieferungen im dritten Quartal 2026 im Vorjahresvergleich um 27,5 Prozent zurück.
Der weltweite Tablet-Gesamtmarkt schrumpfte im selben Zeitraum um 23 Prozent auf rund 32 Millionen Geräte, den tiefsten Stand seit fast drei Jahren. Apples Marktanteil sank dabei von 38,2 Prozent auf 36 Prozent. Eine spürbare Erholung erwartet das Analysehaus nicht vor 2028.

