Seit dem 25. Juni 2026 sind die Tablet-Preise gestiegen – und die Unterschiede zwischen den vier Modellen verschwimmen zusehends.
Die aktuelle Modellpalette im Überblick
Die günstigste Einstiegsvariante bleibt das iPad der 11. Generation mit A16-Chip, das im März 2025 auf den Markt kam. Für 449 Euro (128 GB Speicher) bekommt man ein solides Tablet – allerdings ohne Unterstützung für Apple Intelligence, die KI-Funktionen des Konzerns.
Das iPad mini (Oktober 2024) setzt auf den A17 Pro-Chip und ein 8,3-Zoll-Display. Es unterstützt Apple Intelligence und den Apple Pencil Pro, kostet aber stolze 599 Euro. Einige Händler bieten es Anfang Juli 2026 noch für rund 489 Euro an – ein Hinweis darauf, dass Apples offizielle Preiserhöhung nicht überall ankommt.
Der Preissprung zum iPad Air
Das iPad Air erlebte im März 2026 eine grundlegende Erneuerung und wechselte zum M4-Chip. Es ist in zwei Größen erhältlich: 11 Zoll für 749 Euro und 13 Zoll für 949 Euro. Die wichtigsten Neuerungen: 50 Prozent mehr Arbeitsspeicher (12 GB), ein schnellerer C1X-Mobilfunkmodem sowie Unterstützung für WiFi 7 und Bluetooth 6.
Marktbeobachter bezeichnen das iPad Air inzwischen als „rationale Falle“ für Käufer. Es biete ein ausgewogenes Leistungsprofil, das das teurere Pro-Modell für die meisten Anwender kaum noch rechtfertige.
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Das Flaggschiff: iPad Pro mit M5-Chip
Das iPad Pro (Oktober 2025) startet beim M5-Chip bei 1.199 Euro (11 Zoll) beziehungsweise 1.499 Euro (13 Zoll). Es trumpft mit einem ProMotion Ultra Retina XDR-Display und einem nur 5,1 Millimeter dünnen Gehäuse auf. Der M5-Chip bietet bis zu zehn CPU- und zehn GPU-Kerne und unterstützt sogar 6K-Display-Ausgabe.
Doch genau hier liegt das Problem: Das iPad Air ist dem Pro-Modell in vielen Alltagssituationen ebenbürtig. Der M4-Chip im Air ist rund 30 Prozent schneller als sein Vorgänger – die Leistungslücke zum teuren Pro schrumpft.
Apples Strategie: Display als Statussymbol
Um die Modelle dennoch zu unterscheiden, setzt Apple vor allem auf die Display-Technologie. Tandem OLED und ProMotion bleiben dem iPad Pro vorbehalten – sie dienen als primäres Statussignal. Branchenkenner vermuten, dass Apple mit psychologischen Preisschwellen arbeitet, um Kunden gezielt zu teureren Modellen zu lenken – selbst wenn die Mehrleistung für den Durchschnittsnutzer kaum spürbar ist.
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Ausblick 2027: Kein neues iPad Pro in diesem Jahr
Für den Rest des Jahres 2026 ist kein neues iPad Pro geplant. Stattdessen arbeitet Apple Berichten zufolge an einem großen Refresh für Frühjahr 2027. Die neuen Modelle sollen die aktuellen 11- und 13-Zoll-Formate behalten, aber innen drin revolutioniert werden.
Gerüchten zufolge überspringt Apple die M6-Chips und setzt direkt auf einen 2nm M7-Chip für verbesserte KI-Leistung. Zudem testet der Konzern eine Dampfkammerkühlung, um die Hitze der Hochleistungsprozessoren in den Griff zu bekommen.
Der 2027er-Hardwarezyklus fällt mit dem 20. Jahrestag des iPhones zusammen. Erwartet werden auch ein überarbeitetes 14-Zoll-MacBook Pro (Codename K104) sowie neue iPhone-Modelle. Allerdings könnte eine globale Speicherknappheit die Produktionspläne durchkreuzen oder zu weiteren Preisschwankungen führen.

