Apple testet vier neue iPad-Pro-Modelle mit KI-Chips und verbesserter Kühlung.
Der US-Konzern bereitet eine grundlegende Überarbeitung seiner High-End-Tablets vor. Wie aus Branchenkreisen verlautet, sollen die neuen Geräte im Frühjahr 2027 auf den Markt kommen. Im Fokus stehen ein optimiertes Wärmemanagement und die Integration der nächsten Chip-Generation, die speziell für Künstliche Intelligenz ausgelegt ist.
Neue Kühltechnik für leistungsstarke Prozessoren
Die kommenden iPad-Pro-Modelle werden voraussichtlich wieder in den Bildschirmgrößen 11 und 13 Zoll erscheinen. Das Besondere: Apple testet eine Dampfkammerkühlung (Vapor Chamber), um die Abwärme der künftigen Hochleistungsprozessoren besser abzuleiten. Zum Einsatz kommen soll entweder der M6- oder der M7-Chip – letzterer wird voraussichtlich im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt.
Der M7 gilt als zentraler Baustein von Apples beschleunigtem Chip-Fahrplan. Er soll eine um 56 Prozent höhere Speicherbandbreite als der M5 bieten und über eine deutlich leistungsfähigere Neural Engine verfügen. Diese ist für rechenintensive KI-Aufgaben optimiert. Während der M6 für das zweite Halbjahr 2026 erwartet wird, sehen Analysten den M7 als eigentlichen Treiber für KI-gestützte Leistungssprünge in der ersten Jahreshälfte 2027.
Preise steigen deutlich
Apple hat bereits am 25. Juni 2026 die Preise für die aktuellen iPad-Pro-Modelle angehoben. Das 11-Zoll-Modell kostet nun 1.199 Euro (zuvor 999 Euro), die 13-Zoll-Variante schlägt mit 1.499 Euro zu Buche (zuvor 1.299 Euro). Damit untermauert der Konzern seine Strategie, das iPad Pro als Premium-Alternative zu klassischen Notebooks zu positionieren.
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Die Anleger reagierten positiv: Die Apple-Aktie legte am 1. Juli um 1,74 Prozent zu. Allerdings drohen Lieferkettenprobleme. Berichten zufolge hat Apple bei der US-Regierung um Importgenehmigung für RAM-Komponenten aus China ersucht, um Engpässe zu vermeiden.
MacBook Pro und „MacBook Ultra“ in den Startlöchern
Der Hardware-Refresh beschränkt sich nicht auf Tablets. Für die erste Jahreshälfte 2027 plant Apple ein redesigniertes 14-Zoll-Einsteiger-MacBook Pro mit dem Codenamen K104. Es wäre die erste umfassende optische Überarbeitung dieses Modells seit Jahren und soll ebenfalls mit M7-Chips erscheinen.
Darüber hinaus arbeitet der Konzern an einem neuen High-End-Gerät namens „MacBook Ultra“ , das zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 auf den Markt kommen könnte. Es soll ein OLED-Touchdisplay, ein dünneres Gehäuse und die vom iPhone bekannte „Dynamic Island“ -Oberfläche erhalten. Frühe Versionen könnten noch mit M5 Pro- oder Max-Chips starten, spätere Ausführungen dann auf M7-Serie umsteigen.
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Desktop-Roadmap: M7 Ultra erst 2028
Auch bei den Desktop-Rechnern hat Apple langfristig geplant. Ein Mac Studio mit M5-Chip wird für Herbst 2026 erwartet. Ein größeres Update mit dem M7 Ultra ist allerdings erst für 2028 vorgesehen. Wie das iPad Pro soll auch diese Workstation ein neu entwickeltes Kühlsystem erhalten, das speziell auf die hohen Anforderungen von KI-Berechnungen ausgelegt ist.
Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Apple bei den Zwischenstufen wie dem M6 Pro und M6 Max Abstriche machen könnte. Stattdessen konzentriere sich das Unternehmen auf die M7-Architektur, um bei lokalen KI-Funktionen die Nase vorn zu behalten.

