Die Veröffentlichung der neuesten Softwaregeneration für das iPad-Ökosystem im September 2026 markiert einen bedeutenden technologischen Schritt, ist jedoch in der ersten Phase von verschiedenen technischen Schwierigkeiten geprägt. Berichte von Anwendern und Analysen von Fachportalen zeichnen ein detailliertes Bild der Herausforderungen, mit denen Nutzer bei der Umstellung auf iPadOS 27 konfrontiert sind.
Anomalien im Installationsprozess und Versionskonflikte
Ein zentrales Thema der ersten Analysen betrifft Unregelmäßigkeiten während des Update-Vorgangs. Wie Berichte vom 14. September 2026 dokumentieren, traten bei zahlreichen iPhone- und iPad-Nutzern Irritationen bezüglich der angezeigten Softwareversion auf.
In vielen Fällen wurde beim Versuch, auf iOS 27 bzw. iPadOS 27 zu aktualisieren, fälschlicherweise die Version iOS 26.7 angezeigt. Besonders auffällig waren dabei die erheblichen Abweichungen bei den Dateigrößen: Während reguläre Updates oft deutlich kleiner ausfallen, meldeten Anwender Downloads zwischen 13 GB und 20,23 GB.
Betroffen waren unter anderem Modelle wie das iPhone 16 Pro Max, das iPhone 17 Pro Max sowie ältere Generationen wie das iPhone 13 Pro Max. In einigen Fällen korrigierte sich die Anzeige nach Abschluss der Installation auf die korrekte Version iPadOS 27 (Build 24A437), während andere Nutzer von endlosen Ladevorgängen oder Installationsabbrüchen berichteten. Ein spezifischer Fall bei einem iPad Pro M1 zeigte, dass das Update nach kurzer Zeit hängen blieb, wobei auch ein Neustart keine Abhilfe schuf.
Fehler in der Benutzeroberfläche und Bedienung
Nach der erfolgreichen Installation identifizierten Anwender diverse Fehler in der grafischen Benutzeroberfläche. Ein häufig gemeldetes Problem betrifft die Bildschirmtastatur, die nach einer Wischgeste zum Home-Bildschirm noch für einen Zeitraum von etwa 1 bis 2 Sekunden sichtbar bleibt.
Dieser Effekt wurde auf verschiedenen Hardware-Generationen beobachtet, darunter das iPad Pro 13″ mit M5-Chip sowie Modelle mit M4-Prozessor. Der Bug tritt laut Nutzerberichten in Anwendungen wie Safari, Notizen, TikTok und ChatGPT auf.
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Zudem wurden Probleme im Zusammenhang mit dem Stage Manager und der neuen Menüleiste bekannt. Diese ist in iPadOS 27 dauerhaft sichtbar, sofern die entsprechende Option in den Einstellungen für Multitasking deaktiviert ist.
Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang, dass die Leiste primär für die Nutzung mit Maus, Trackpad oder dem Apple Pencil optimiert sei und sich auf der rechten Seite nicht durch Drittanbieter-Apps anpassen lasse.
Ein weiterer Bedienungsfehler betrifft die Steuerung mit dem Magic Keyboard: Das Beenden von Apps über die farbigen Punkte erfordert nun eine zusätzliche seitliche Mausbewegung, was in Programmen wie den Systemeinstellungen teilweise nicht wie vorgesehen funktioniert.
Funktionsumfang und Sicherheitsaspekte
Trotz der Startschwierigkeiten führt iPadOS 27 umfangreiche Neuerungen ein. Im Fokus steht die Siri AI, ein auf Large Language Models (LLM) basierendes System. Apple setzt hierbei auf verschiedene Modelle: das „AFM 3 Core“ mit 3 Milliarden Parametern, eine „Advanced“-Variante mit 20 Milliarden Parametern (wovon 1 bis 4 Milliarden aktiv sind) sowie eine Cloud-basierte Pro-Version.
Zu den weiteren Merkmalen gehören ein „Liquid-Glass-Slider“ zur Anpassung der Deckkraft, erweiterte Kindersicherungsfunktionen im Screen Time Dashboard und neue Werkzeuge wie „Spatial Reframing“ und der „Image Playground“.
Aus sicherheitstechnischer Sicht ist das Update kritisch. Laut Berichten vom 14. September 2026 behebt iPadOS 27 über 100 Sicherheitslücken. Darunter befinden sich remote ausnutzbare Schwachstellen im Bluetooth-Protokoll und im Baseband, die theoretisch Denial-of-Service-Angriffe oder die Ausführung von beliebigem Code ermöglichten.
Interessanterweise wurden in den Danksagungen der Sicherheitsupdates auch KI-Systeme wie Anthropics Claude und OpenAI Codex für das Auffinden von Schwachstellen genannt.
Nach jedem großen System-Update sollten Nutzer bestimmte Einstellungen sofort überprüfen, um ihre Daten wirksam abzusichern. Ein Apple-Experte erklärt in diesem Gratis-Leitfaden, welche kritischen Punkte viele Anwender übersehen und wie man die Sicherheit des eigenen Geräts erhöht. Wichtige Sicherheits-Einstellungen nach dem Update prüfen
Empfehlungen für Anwender
IT-Spezialisten raten dazu, vor der Installation umfangreicher Updates grundsätzlich ein vollständiges Backup anzulegen und den verfügbaren Speicherplatz zu prüfen.
Bei Problemen wie einer schlechten Akkulaufzeit in den ersten 48 Stunden nach dem Update wird zur Geduld geraten, da Hintergrundprozesse zur Indizierung die Systemlast temporär erhöhen können. Bei schwerwiegenden Verbindungsfehlern (WLAN oder Mobilfunk) können Maßnahmen wie das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen oder ein Hard Reboot hilfreich sein.
Die Kompatibilität von iPadOS 27 erstreckt sich auf das iPad Pro (M4 und neuer), das iPad Air (M2 und neuer) sowie das iPad ab der 9. Generation. Die vollen Funktionen der Siri AI sind jedoch hardwareseitig auf neuere Geräte mit M-Chips oder die iPhone-Modelle ab dem 15 Pro beschränkt.

