Apple beendet mit iPadOS 27 die Unterstützung für mehrere ältere iPad-Generationen. Fünf Modelle mit A12- und A12X-Chips fallen weg.
Der Schritt markiert einen deutlichen Einschnitt in der Kompatibilitätspolitik des Konzerns. Künftig benötigt das Tablet-Betriebssystem mindestens den A13-Chip oder neuer. Betroffen sind das iPad der achten Generation (2020), das iPad Air der dritten Generation (2019) sowie das iPad mini der fünften Generation (2019). Auch das 11-Zoll-iPad Pro der ersten Generation und das 12,9-Zoll-iPad Pro der dritten Generation – beide von 2018 – erhalten kein Update mehr.
Warum der Schnitt nötig wird
Die ausgemusterten Geräte verfügen über 3 bis 6 Gigabyte Arbeitsspeicher. Branchenbeobachter vermuten, dass dies für moderne Funktionen nicht mehr ausreicht. Während iPadOS 27 das iPad der neunten Generation und neuere Modelle unterstützt, gelten für die Apple-Intelligence-Features noch strengere Hürden: Die anspruchsvollsten KI- und Siri-Funktionen bleiben Geräten mit M1- oder M4-Chip und mindestens 12 Gigabyte RAM vorbehalten.
Ob Apple einen offiziellen Downgrade-Pfad zu iPadOS 18 oder verlängerte Sicherheitsupdates anbietet, ist offen. Ein Präzedenzfall existiert: Während des iPadOS-16-Zyklus erweiterte der Konzern die Stage-Manager-Unterstützung nachträglich auf ältere iPad-Pro-Modelle.
Neuer Wiederherstellungsmodus und Software-Features
Eine wichtige Neuerung in iOS und iPadOS 27 ist ein integrierter Wiederherstellungsmodus, der an die Funktionen der Apple-Silicon-Macs erinnert. Nutzer können ihn durch Gedrückthalten des Einschaltknopfs während des Startvorgangs aktivieren. Das ermöglicht Systemupdates, Datenwiederherstellung oder Werksresets ohne Computeranschluss.
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Die Aktualisierung bringt zudem mehrere Verbesserungen:
- Nachrichten-App mit Zeichenbrett für Skizzen, RCS-basierten Reaktionen und Antwort-Threads. Kontextbezogene Vorschläge erlauben das Erstellen von Erinnerungen oder das Finden von Fotos per Tastendruck.
- Eigene Siri-App mit iCloud-Synchronisation für einheitliche Bedienung über alle Geräte hinweg.
- Kalender mit natürlicher Spracheingabe, die automatisch Termindetails wie Ort und Teilnehmer ergänzt.
- Fotos-App mit anpassbaren Diashows und aktualisierten iCloud-Freigabeberechtigungen – weithin als Vorbereitung für das erwartete „HomePad“-Smartdisplay gedeutet, das für Herbst 2026 gehandelt wird.
Hardware-Sicherheit und Preisgefüge
Der Support-Wegfall fällt mit einer besorgniserregenden Sicherheitslücke zusammen. Anfang des Jahres entdeckten Forscher die nicht patchbare Hardware-Schwachstelle „usbliter8“, die SecureROM und USB-Controller von A12- und A13-Geräten betrifft. Der Angriff erfolgt über eine physische USB-Verbindung während Firmware-Updates – und betrifft viele der nun ausgemusterten Modelle.
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Die Einstiegspreise für Apples Tablet-Welt haben sich ebenfalls verschoben. Im Frühjahr 2026 stieg der Preis für das Basis-iPad auf 449 Euro, das iPad mini auf 599 Euro. iPad Air und iPad Pro kosten nun 749 Euro beziehungsweise 1.199 Euro. Analysten führen die Anhebungen auf gestiegene Komponentenkosten für Speicher und Arbeitsspeicher zurück.
Für den weiteren Ausblick zeichnet sich ab: Apple plant für Ende 2026 einen Basis-M6-Chip für Einsteiger-Macs, verzichtet aber auf leistungsstarke Pro-, Max- und Ultra-Varianten dieser Generation. Stattdessen fokussiert sich das Unternehmen auf eine KI-optimierte M7-Serie für 2027 und 2028. Verzögerungen bei der Produktion des M5-Ultra-Chips mit bis zu 80 GPU-Kernen werden auf Lieferkettenprobleme und hohe Fertigungskosten zurückgeführt.

