Apple hat die erste öffentliche Beta von iPadOS 27 veröffentlicht – und setzt dabei voll auf künstliche Intelligenz. Das Update markiert einen der größten Sprünge in der Geschichte des iPad-Betriebssystems.
Seit dem 13. Juli können Tester die neue Software ausprobieren. Zusammen mit iOS 27 und macOS 27 „Golden Gate“ bringt das Update eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche und tiefgreifende KI-Integrationen. Das Herzstück: eine völlig neue Siri, die jetzt als eigenständige App daherkommt.
Siri wird zur Chat-KI
Die neue Siri-App arbeitet mit einem Chat-Interface, unterstützt Datei-Uploads und synchronisiert Daten über iCloud. Branchenkreisen zufolge basiert das System auf Apples eigenen Foundation Models, die mit Technologie von Google Gemini kombiniert werden. Das Ergebnis: natürlichere Gespräche und die Fähigkeit, komplexe Aufgaben zu bewältigen.
Besonders spannend: Die neue „Visual Intelligence“-Funktion. Sie erlaubt der Kamera, automatisch Nährwertangaben zu berechnen oder Rechnungen zu teilen. Auch die Kurzbefehle-App wurde aufgerüstet – Nutzer können Automatisierungen jetzt per Sprachbefehl erstellen.
Die KI-Funktionen bleiben allerdings Geräten mit dem A17 Pro-Chip oder neuer vorbehalten. Dazu gehören das iPad Pro und aktuelle iPad Air-Modelle.
Fotos-App bekommt generative KI-Werkzeuge
Die Foto-App erhält in dieser Beta einen grundlegenden Umbau. Ein neues „Erweitern“-Werkzeug nutzt generative KI, um Bildränder aufzufüllen oder Perspektiven zu verlängern. Erste Tests zeigen: Die Ergebnisse sehen oft täuschend echt aus – auch wenn in der Beta-Version noch gelegentlich unrealistische Elemente auftauchen.
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Weitere Neuerungen in der Fotos-App:
- Bereinigen: Ein Objektentferner mit drei Qualitätsstufen (Schnell, Hochwertig, Automatisch)
- Neu ausrichten: Ein Werkzeug zur Perspektivkorrektur
- Bewertungen: Sterne-Ratings (1-5) und benutzerdefinierte Schlagwörter
- Geteilte Alben: Android- und Windows-Nutzer können jetzt in voller Auflösung beitragen – mit optionalem 30-Tage-Verfall für temporäre Sammlungen
Für kreative Kommunikation wurde die Handschrift-Funktion von iMessage in eine eigene Zeichen-App innerhalb von Nachrichten verwandelt. Die Werkzeuge spiegeln die Verbesserungen aus Apple Notes wider und sind über das „+“-Menü erreichbar.
„Liquid Glass“: Das neue Design
iPadOS 27 führt die Designsprache „Liquid Glass“ ein. Die Icons wurden überarbeitet und bieten jetzt einstellbare Transparenzstufen. Nutzer können übergroße Widgets und KI-gesteuerte Hintergrundbilder für ihre Startbildschirme nutzen.
Erste technische Tests der öffentlichen Beta (Build 24A5380H) zeigen Verbesserungen bei der RAM-Verwaltung und der Akkulaufzeit im Vergleich zu früheren Entwicklerversionen. Das Update bringt zudem unabhängige Lautstärkeregler und einen neuen Konnektivitäts-Assistenten.
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Hardware-Ausblick und Marktumfeld
Die Beta-Veröffentlichung fällt mit Berichten über Apples Hardware-Pläne zusammen. Branchenanalysten erwarten ein neues iPad mini mit OLED-Display bis Oktober 2026. Das Gerät soll vom M7-Chip profitieren – interne Roadmaps deuten darauf hin, dass Apple die M6 Pro-, Max- und Ultra-Varianten überspringen könnte, um die Silizium-Entwicklung zu beschleunigen.
Im Einzelhandel läuft derweil die jährliche „Back to School“-Aktion in den USA. Studenten und Lehrkräfte erhalten eine Geschenkkarte von bis zu 150 Euro beim Kauf eines qualifizierten Mac oder iPad.
Parallel dazu managt Apple rechtliche und wirtschaftliche Herausforderungen. Das Unternehmen hat kürzlich Klage gegen OpenAI eingereicht – Vorwurf: Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen. Auf der Preisseite erhöhte Apple am 18. Juli die iCloud+-Abogebühren in mehreren Regionen, darunter die Philippinen, die Türkei und Vietnam. Als Grund nennt der Konzern Währungsschwankungen.
Die finale Version von iPadOS 27 wird für den 14. September erwartet. Zuvor sind mehrere weitere Beta-Zyklen geplant – die nächste Aktualisierung soll um den 20. Juli herum erscheinen.


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