Apple könnte bereits in den kommenden Tagen die Preise der iPhone-17-Reihe anheben. Branchenkreisen zufolge soll der Aufschlag weltweit rund 74 Dollar betragen – ausgerechnet mitten im Produktzyklus.
Der Schritt käme überraschend: Üblicherweise korrigieren Hersteller ihre Preisstruktur nur zum Launch eines neuen Modells. Doch nun mehren sich Hinweise, dass Apple schon am Montag, dem 10. August, die Kosten für die aktuellen Modelle anheben könnte. Für Deutschland und Europa würde das eine spürbare Verteuerung bedeuten – betroffen wären alle Varianten von der günstigen iPhone 17e bis zum teuren Pro Max.
Chippreise treiben die Kalkulation
Hintergrund dürfte die angespannte Lage bei Halbleiterkomponenten sein. Besonders Speicherchips haben sich in den vergangenen Monaten drastisch verteuert – die Kosten für ein Gigabyte RAM stiegen dem Vernehmen nach von 2,80 auf 12 Dollar. Bereits im Juni hatte Apple die Preise für Macs und iPads angepasst, die iPhone-Reihe blieb damals allerdings unberührt. Nun scheint der Konzern nachzuziehen.
Konkret würde das iPhone 17e dann bei 599 Dollar liegen, das Standardmodell bei 799 Dollar. Für das iPhone Air wären 999 Dollar fällig, die Pro-Modelle kämen auf 1.099 beziehungsweise 1.199 Dollar. In China entspräche das einem Aufschlag von umgerechnet rund 500 Yuan, in Indien von etwa 10.000 Rupien.
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Unterschiedliche Entwicklung in den Regionen
Die Preislage gestaltet sich international allerdings uneinheitlich. In Japan haben sich die Geräte bereits verteuert – das iPhone 17 Pro Max kostet dort inzwischen 10,3 Prozent mehr, das iPhone Air 11,3 Prozent. Auch die Abo-Preise für iCloud und Apple Music zogen an.
Anders sieht es in Brasilien aus: Dort läuft die Produktion im Foxconn-Werk in Jundiaí bereits lokal, was Steuervorteile bringt. Die Verbraucherpreise sollen dort vorerst stabil bleiben. In Indien zeigt sich sogar ein gegenteiliges Bild: Während der laufenden Flipkart-Aktionswoche im August gibt es das iPhone 17 Pro mit Rabatten und Bankangeboten – der effektive Preis für die 256-Gigabyte-Variante sinkt dadurch von umgerechnet rund 134.900 auf etwa 118.900 Rupien.
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Milliarden-Deal mit Broadcom
Parallel sichert sich Apple langfristig seine Lieferketten ab. Mit dem Chiphersteller Broadcom wurde eine Vereinbarung über mehr als 30 Milliarden Dollar geschlossen. Geplant ist die Produktion von über 15 Milliarden Chips in den USA, unter anderem am Standort Colorado.
Ausblick: iPhone 18 könnte deutlich teurer werden
Während die Branche noch über die aktuellen Preisanpassungen rätselt, zeichnet sich bereits der nächste Schritt ab. Für September wird die Vorstellung der iPhone-18-Serie erwartet. Branchenbeobachter rechnen mit einem kräftigen Preissprung von 250 bis 300 Dollar gegenüber den Vorgängermodellen. Grund dafür sind der neue 2-Nanometer-Chip A20 Pro und weiter steigende Speicherkosten. Zudem soll das iPhone 18 Pro mit einer dickeren Bauweise – bis zu 10,9 Millimeter – und einem neuen Kamerasystem mit variabler Blende aufwarten.
Der Wettbewerb schläft derweil nicht: Google bringt am 12. August seine Pixel-11-Serie auf den Markt – ein weiteres Zeichen für den intensiven Verdrängungswettbewerb im Smartphone-Market.

