iPhone 18: Apple plant Preissprung um 250 Euro wegen Speicherkrise

Apple erhöht Preise für iPhones, iPads und Macs drastisch. Grund ist eine historische Speicherchip-Knappheit durch KI-Boom.

Tim Cook hat drastische Preissteigerungen für iPhones, iPads und Macs angekündigt. Grund ist eine beispiellose Krise am Speicherchip-Markt.

Im Gespräch mit dem Wall Street Journal am Mittwoch zeichnete der Apple-CEO ein düsteres Bild: Die globale Knappheit an DRAM- und NAND-Flash-Speicher treibe die Kosten in die Höhe. Auslöser sei der explosionsartig gestiegene Bedarf an Hochleistungsspeichern für KI-Rechenzentren. „So einen Marktumschwung habe ich in über 40 Jahren nicht erlebt“, so Cook. Die Lage sei ein Ausnahmephänomen in der Geschichte der Branche.

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Hardware-Inflation trifft die gesamte Produktpalette

Apple hat bereits reagiert. Der Mac Mini etwa kostet in der Einstiegsversion nun 799 Euro – nachdem die günstigere Basiskonfiguration gestrichen wurde. Auch bei den Profi-Notebooks wird kräftig aufgeschlagen: Das 14-Zoll-MacBook Pro mit M5-Pro-Chip verteuerte sich von 1.999 auf 2.199 Euro, das 16-Zoll-Modell kletterte von 2.499 auf 2.699 Euro.

Die Preisanpassungen sind kein Apple-spezifisches Phänomen. Microsoft und Sony haben bereits 2025 und Anfang 2026 die Preise für ihre Spielkonsolen erhöht. Branchenexperten von Intel prognostizieren, dass sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage am Halbleitermarkt frühestens 2028 entspannen wird.

iPhone 18: Preissprung um 200 Euro erwartet

Besonders hart dürfte es die Kunden der kommenden iPhone-18-Serie treffen, die für September erwartet wird. Marktbeobachter von TechInsights rechnen mit einem Preisanstieg von umgerechnet rund 250 Euro allein für das Pro-Modell.

Die Zahlen sind alarmierend: Kostete der 12-Gigabyte-DRAM-Speicher im iPhone 17 Pro noch 39 Euro, schlägt die gleiche Menge im iPhone 18 Pro mit 145 Euro zu Buche. Auch der interne Speicher verteuerte sich drastisch – von 13 auf 51 Euro für 256 Gigabyte. Insgesamt steigen die Komponentenkosten für das Flaggschiff von 530 auf 726 Euro.

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Die Folge: Das iPhone 18 Pro dürfte bei 1.299 Euro starten – ein Aufschlag von 200 Euro gegenüber dem Vorgänger. Einige Prognosen gehen sogar von bis zu 1.399 Euro aus, falls zusätzliche Kamera-Upgrades hinzukommen. Im September soll zudem Apples erstes faltbares Gerät vorgestellt werden.

Milliardenschwere Reserve als Puffer

Apple verfügt über immense Barreserven und prüft laut Cook derzeit, diese für die Sicherung künftiger Speicherlieferungen einzusetzen. Eine eigene Chip-Fabrik für Speicherbausteine werde man aber nicht bauen, stellte der CEO klar.

Die Preisprobleme kommen zu einem heiklen Zeitpunkt: Tim Cook wird am 1. September 2026 als Apple-Chef zurücktreten. Sein Nachfolger John Ternus übernimmt dann ein Unternehmen, das vor massiven Kostensteigerungen und einer angespannten Lieferkette steht. Ob die Kunden die höheren Preise akzeptieren werden, ist fraglich – die Konkurrenz aus Asien drängt mit günstigeren Alternativen in den Markt.