iPhone 18: DRAM-Mangel zwingt Apple zu Auslieferungskürzungen

Apple reduziert Hardware-Auslieferungen 2026 wegen DRAM-Knappheit. Komponentenkosten für iPhone 18 Pro steigen um 38 Prozent, Preise dürften anziehen.

Der Technologiekonzern Apple sieht sich im Vorfeld seiner nächsten Produkteinführungen mit erheblichen Herausforderungen in der Lieferkette konfrontiert. Wie der Branchenanalyst Ming-Chi Kuo am 12. August 2026 bestätigte, reduziert Apple seine geplanten Hardware-Auslieferungen für das Jahr 2026. Grund hierfür sei eine anhaltende Knappheit bei DRAM-Speicherbausteinen. Von den Kürzungen könnten insbesondere die kommende iPhone 18-Serie sowie das für September erwartete faltbare iPhone Ultra betroffen sein.

DRAM-Mangel belastet Produktionsplanung

Die angespannte Lage auf dem Speichermarkt resultiert laut Branchenberichten daraus, dass führende Speicherhersteller ihre Kapazitäten vorrangig für den Ausbau von KI-Rechenzentren reservieren. Apple führe derzeit Verhandlungen mit dem Anbieter CXMT über die Lieferung von LPDDR5X-Speicher, wobei der Zulieferer höhere Preise aufrufe. Analysten gehen davon aus, dass die DRAM-Knappheit den Markt über Jahre hinweg beeinflussen könnte. Dies schürt Befürchtungen, dass Premium-Modelle wie das iPhone 18 Pro und Pro Max sowie das neue faltbare Gerät nach dem Marktstart schnell vergriffen sein könnten.

Im Bereich der Prozessorfertigung plane Apple die Kapazitäten bei TSMC bereits drei Monate im Voraus. Ein Bericht, wonach Apple Wafer im Wert von 1 Mrd. US-Dollar bei TSMC bestellt habe, wurde jedoch als unzutreffend zurückgewiesen.

Massive Steigerung der Komponentenkosten

Die Kosten für die Herstellung der neuen Smartphone-Generation steigen deutlich. Marktforscher von TrendForce beziffern den Anstieg der Komponentenkosten (BOM) für das iPhone 18 Pro mit 256 GB Speicher auf 38 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders auffällig ist die Verschiebung beim Speicheranteil: Während dieser im Jahr 2025 noch 10 % der Komponentenkosten ausmachte, wird für das Jahr 2027 ein Anstieg auf über 40 % erwartet. Auch die Produktion des neuen A20-Chips in der 2nm-Fertigung trage zur Kostenlast bei; hier wird mit einer Steigerung der Chipkosten um 50 % gerechnet.

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Um den gestiegenen Produktionskosten entgegenzuwirken, fordere Apple von seinen Display-Lieferanten Samsung Display und LG Display deutliche Preiszugeständnisse bei den OLED-Panels für das iPhone 18. Samsung Display übernimmt dabei 64 % der Massenproduktion für die Pro-Modelle, während LG Display 36 % beisteuert. Der Hersteller BOE sei aufgrund unzureichender Produktionsausbeute (Yield) unter 85 % bei der LTPO+-Technologie derzeit nicht an der Fertigung beteiligt.

Technische Spezifikationen und Preiserwartungen

Trotz der schwierigen Kostensituation sieht die Produktstrategie eine technische Aufwertung der Geräte vor. Analysten wie Jeff Pu gehen davon aus, dass das iPhone 18 Pro über 12 GB RAM verfügen wird, was eine Steigerung gegenüber den 8 GB des Vorgängermodells darstellt. Für das iPhone 18e wird eine Ausstattung mit 9 GB RAM erwartet. Zu den weiteren technischen Neuerungen zählen eine um 35 % verkleinerte Dynamic Island, eine variable Kamerablende (f/1.4 bis f/2.8) sowie ein integriertes C2-Modem. Die Akkukapazitäten werden für das iPhone 18 Pro auf 4.288 mAh und für das Pro Max auf bis zu 5.567 mAh geschätzt.

Hinsichtlich der Preisgestaltung könnte Apple einen Teil der Mehrkosten selbst auffangen, wie es bereits bei früheren MacBook-Modellen der Fall war. Dennoch schätzen Branchenexperten den Verkaufspreis für das iPhone 18 Pro auf etwa .1299 US-Dollar und für das Pro Max auf 1.399 US-Dollar. Preiserhöhungen bei Mac- und iPad-Modellen wurden bereits im Juni 2026 umgesetzt.

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Marktstart und Geschäftszahlen

Die Veröffentlichung des iPhone 18 Pro wird für September 2026 erwartet, wobei der 9. September als möglicher Termin genannt wird. Das Standard-Modell des iPhone 18 soll im Frühjahr 2027 folgen. Bloomberg zufolge zielt Apples Strategie darauf ab, das iPhone 18 Pro als neues Standard-Flaggschiff zu etablieren und die Kernfunktionen zwischen den Modellen stärker zu vereinheitlichen. Die Fertigung erfolgt weiterhin beim Partner Foxconn.

Apple legte zudem Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Der Umsatz belief sich auf 109,42 Mrd. US-Dollar und lag damit über der Markterwartung von 108,65 Mrd. US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie (EPS) betrug 2,02 US-Dollar. Trotz der soliden Zahlen und einer Dividende von 27 Cent gab die Apple-Aktie (AAPL) um 1,53 % nach und schloss bei 308,26 US-Dollar. Das Unternehmen verfügt über Barreserven in Höhe von 39,54 Mrd. US-Dollar.