Der Verkaufsstart des iPhone 18 hat weltweit eine Welle von Betrugsversuchen ausgelöst. Wie kasachstanische Behörden berichteten, nutzen Kriminelle gefälschte Apple-Nachrichten und Fake-Vorbestellseiten, um persönliche Daten und Geld zu stehlen. Auch in Indien, Brasilien und Vietnam registrierten Sicherheitsbehörden und IT-Firmen ähnliche Betrugsmuster.
Kasachstan meldet zwei Betrugsmaschen
Kasachstans Generalstaatsanwaltschaft und das Zentrum zur Prognose von Kriminalitätsrisiken warnten laut einem Bericht von infohub.kz vom 23.09.2026 vor zwei Vorgehensweisen: Zum einen versenden Betrüger gefälschte Apple-Nachrichten, die eine angeblich erfolgte Vorbestellung bestätigen und Empfänger zu einer betrügerischen „Support“-Nummer locken.
Zum anderen locken gefälschte Vorbestellseiten mit günstigen Preisen und schneller Lieferung, um Karten-, Passwort- und andere vertrauliche Daten abzugreifen.
Die Generalstaatsanwaltschaft rät, Links und Telefonnummern aus verdächtigen Nachrichten zu ignorieren und Bestellungen ausschließlich über offizielle Apps oder Websites zu prüfen. Wer Daten weitergegeben hat oder verdächtige Abbuchungen feststellt, solle umgehend die Bank kontaktieren, die Karte sperren lassen und die Polizei informieren.
Das Zentrum zur Prognose von Kriminalitätsrisiken ergänzte laut einem Bericht von caravan.kz vom selben Tag, dass unerwartete Bestellmeldungen stets eigenständig überprüft werden sollten; dringende Forderungen nach Codes oder Geld seien klare Warnzeichen.
Laut digitalbusiness.kz betonte das Zentrum zudem, dass Kriminelle gezielt nach Bankdaten, Passwörtern und SMS-Codes fragen könnten, und riet, weder auf Links zu klicken noch die angegebenen Nummern anzurufen.
Kaspersky findet gefälschte Vorbestellseiten in mehreren Ländern
Kaspersky-Analystin Olga Altukhova erklärte laut einem Bericht von glas-javnosti.rs, dass Betrugsangebote häufig bei stark beachteten Produkteinführungen aufträten. Sie empfahl geprüfte Händler, eine sorgfältige URL-Prüfung und Vorsicht bei unrealistischen Rabatten.
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Kaspersky entdeckte demnach eine Seite, die Geräte mit 25 Prozent Rabatt und Zahlung in Bitcoin anbot, sowie eine auf Brasilien ausgerichtete Seite, die Vorbestellungen für das iPhone 18 Pro annahm und teils Farben zeigte, die Apple offiziell nicht vorgestellt hatte. Diese Seite verlangte zunächst Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Wohnort und WhatsApp-Kontakt, anschließend Bankkartendaten.
Laut einem Bericht von kaspersky.com.br vom 23.09.2026 kursieren in Brasilien zudem falsche portugiesischsprachige Seiten, die eine Vorbestellung des iPhone 18 Pro simulieren. Sie bieten Rabatte, Teilzahlung und Rückerstattung bei Stornierung an, wobei einige angekündigte Farben von den offiziellen Apple-Angaben abweichen.
Die Seiten fordern persönliche und Bankdaten an, die laut Kaspersky für Betrug und zur Leerung von Konten genutzt werden können. Empfohlen werden der Kauf in offiziellen Läden, die Prüfung von URLs, die Nutzung virtueller Karten sowie aktivierte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Zum Vergleich: Apple selbst verkauft das iPhone 18 Pro laut techtudo.com.br ab 11.999 R$.
Betrüger nutzen auch gefälschte Support-Anrufe
Laut einem Bericht von mijory.by vom 23.09.2026 geben sich Betrüger zudem als Verkäufer aus und bieten an, neue iPhones am Verkaufsstart in einer gewünschten Farbe zu liefern.
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Eine zweite Masche besteht aus gefälschten E-Mails offizieller Shops, die behaupten, ein iPhone 18 sei bereits reserviert und bezahlt; Betroffene sollen daraufhin eine angegebene Supportnummer anrufen. Am Telefon könnten die Täter dann Kartendaten, SMS-Codes oder die Installation einer Fernzugriffssoftware verlangen.
Auch The Guardian und Forbes berichteten laut chuyendongthitruong.vn über Hunderte betrügerische Websites rund um neue iPhones, die Apple oder bekannte Händler imitieren, mit auffällig niedrigen Preisen und früher Lieferung locken und teils Überweisungen oder Kryptowährungszahlungen verlangen. Nach Zahlungseingang könnten solche Seiten wieder verschwinden.
Indien warnt vor gefälschten „Gerät gefunden“-Nachrichten
Indiens Cyber Crime Coordination Centre (I4C) warnte laut einem Bericht von newsagencyknt.com vom 22.09.2026 über den Account Cyber Dost vor gefälschten Apple-Nachrichten mit dem Inhalt, das eigene Gerät sei gefunden worden.
Enthaltene Links führen zu nachgemachten Apple-Seiten, die Gerätecode, Apple-ID-Passwort und den Zwei-Faktor-Authentifizierungscode abfragen – Informationen, mit denen Täter Konten übernehmen oder auf gestohlene Geräte zugreifen könnten.
Zusätzlich kursieren laut I4C gefälschte Apple-Supportanrufe, teils mit KI-generierten Stimmen. Die Behörde rät, Links nicht zu öffnen und Zugangsdaten nicht weiterzugeben, Vorfälle über das National Cyber Crime Reporting Portal zu melden und bei Finanzbetrug umgehend die nationale Hotline 1930 zu kontaktieren.
Vietnam: Hohe Nachfrage trifft auf Betrugswelle
In Vietnam kostete das iPhone 18 Pro laut chuyendongthitruong.vn ab 38,999 Millionen Dong, das Pro Max-Modell ab 41,999 Millionen Dong; die Vorbestellung startete am 12.09., der Verkauf am 18.09. Der Händler TopZone meldete bis zum 14.09. über 197.000 Bestellungen, davon fast 179.000 mit Anzahlung.
Bei FPT Shop entfielen rund 94 Prozent der Pro-Anzahlungen auf das Pro Max-Modell, bei TopZone 90 Prozent, bei Di Động Việt 85 Prozent und bei 24hStore 79 Prozent bei rund 5.400 Registrierungen. Bei Di Động Việt machten 256-GB-Modelle 76 Prozent der Auswahl aus, bei 24hStore wurden 4.150 Registrierungen gezählt.
Angesichts der hohen Nachfrage riet der Fachtitel Tạp chí Tiếp thị & Gia đình laut baomoi.com dazu, ausschließlich über offizielle Kanäle zu kaufen, da zahlreiche gefälschte Websites den iPhone-18-Boom für Betrug, Datendiebstahl und Zahlungsbetrug ausnutzten.

