iPhone 18 Pro: 630 GB Baupläne bei Cyberangriff geleakt

Ransomware-Gruppe veröffentlicht 630 GB an Apple-Daten. Detaillierte Baupläne zum iPhone 18 Pro und weiteren Modellen sind öffentlich zugänglich.

Der indische Elektronikfertiger Tata Electronics ist Ziel eines massiven Cyberangriffs geworden. Die Ransomware-Gruppe World Leaks hat nach eigenen Angaben rund 630 GB an Daten entwendet, die sensible Informationen über zukünftige Hardware-Generationen des US-Technologiekonzerns Apple enthalten.

Unter den veröffentlichten Dokumenten befinden sich detaillierte Baupläne und technische Spezifikationen für das iPhone 18 Pro sowie Informationen zu weiteren kommenden Modellen.

Umfangreiches Datenpaket veröffentlicht

Die Angreifer machten über 200.000 Dateien öffentlich zugänglich. Zu den brisantesten Inhalten gehören schematische Darstellungen der Hauptplatinen für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max, die intern unter den Bezeichnungen V63 und V43 geführt werden.

Die Dokumente geben zudem detaillierte Einblicke in das Datenblatt des künftigen A20 Pro Chips mit dem Codenamen Borneo sowie in Unterlagen zum C2-Basisband, das als Ganymede bezeichnet wird.

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Neben den Apple-spezifischen Daten umfasst das geleakte Paket auch Informationen zu anderen Projekten. So wurden Entwürfe für Komponentendesigns und Fertigungsspezifikationen verbreitet, die unter anderem Zeichnungen für ein Tesla-Ladegerät und das Tesla Model 3 beinhalten. Dies deutet auf eine breite Vernetzung von Tata Electronics innerhalb der globalen Technologie-Lieferketten hin.

Technische Details künftiger Smartphone-Generationen

Die durchgesickerten Informationen bieten einen tiefen Einblick in die Hardware-Planung von Apple für die kommenden Jahre. In den Daten finden sich Fotos und Teilelisten, die ein Drei-Kamera-Layout und das Apple-Logo zeigen. Ein ebenfalls veröffentlichtes Video soll einen Falltest des iPhone 18 Pro dokumentieren.

Branchenberichten zufolge, die sich auf das Datenmaterial stützen, könnte das iPhone 18 Pro mit signifikanten Neuerungen auf den Markt kommen. Dazu gehören ein Gehäuse aus Aluminium und eine um 35 Prozent verkleinerte Dynamic Island.

In technischer Hinsicht deuten die Unterlagen auf die Verwendung eines neuen Sony IMX-905 Sensors sowie eine variable Blende für das Kamerasystem hin. Zudem sei ein überarbeiteter Camera-Control-Button vorgesehen. Als farbliche Trend-Option wird in den Dokumenten ein dunkler Rot-Ton angeführt.

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Interessanterweise beschränkt sich das Leck nicht nur auf die übernächste Generation. Die Angreifer veröffentlichten auch Daten zum iPhone 17 Pro, zum iPhone 15 sowie zu einem faltbaren Modell mit der Bezeichnung iPhone Fold (V68). Um die Geheimhaltung zu wahren, nutzte Apple offenbar Platzhalter-Grafiken, etwa für das iPad Pro, und redigierte bestimmte Farbinformationen in den Dokumenten.

Reaktionen und operative Auswirkungen

Tata Electronics bestätigte den Vorfall bereits zu einem früheren Zeitpunkt im Sommer, konkret am 22. Juni. Das Unternehmen betonte, dass ein entsprechender Reaktionsmechanismus gestartet wurde und der laufende Betrieb durch den Angriff nicht beeinträchtigt sei. Angaben zu etwaigen Lösegeldforderungen oder Zahlungen machte der Zulieferer bisher nicht.

Apple selbst hat bisher keine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall abgegeben, analysiert jedoch nach vorliegenden Informationen die Situation intern.

Der Vorfall fällt in eine Phase des personellen Umbruchs bei dem kalifornischen Konzern. Das iPhone 18 Pro wird voraussichtlich das erste Modell sein, das unter der Leitung des neuen CEO John Ternus erscheint, während es gleichzeitig das letzte Projekt markiert, das unter der Ära von Tim Cook initiiert wurde.

Trotz der Sicherheitsvorkehrungen, wie dem Einsatz von Tarn-Designs und Platzhalter-Artwork gegen vorzeitige Veröffentlichungen, unterstreicht dieser Vorfall die anhaltende Verwundbarkeit globaler Lieferketten gegenüber gezielten Cyberangriffen. Die Veröffentlichung derart detaillierter Fertigungsunterlagen könnte langfristige Auswirkungen auf die Wettbewerbsstrategie und die Geheimhaltung künftiger Produktzyklen haben.

Mehr zum Thema bei t3n: „iPhone 18 Pro: Leaks und Gerüchte zu Preis, Kamera und Farbe“