Rund 630 Gigabyte an Dateien – darunter technische Zeichnungen, Komponentenlisten und Lieferantendaten – gelangten an die Öffentlichkeit. Die indische IT-Behörde CERT-In bestätigte am 3. Juli die laufenden Ermittlungen.
Die Gruppe „World Leaks“ bekannte sich zu dem Angriff. Tata Electronics ist ein zentraler Partner im globalen Apple-Netzwerk und produziert rund ein Drittel aller in Indien gefertigten iPhones. Für Apple ist die Sicherheitslücke ein herber Rückschlag – ausgerechnet kurz vor dem erwarteten Launch der neuen Generation im September.
A20 Pro-Chip und neue Modem-Strategie
Die geleakten Unterlagen gewähren tiefe Einblicke in die Technik des iPhone 18 Pro und Pro Max. Herzstück wird demnach der A20 Pro-Chip, gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC. Die erwarteten Leistungssprünge: 15 Prozent mehr Geschwindigkeit und 30 Prozent bessere Energieeffizienz.
Spannend ist vor allem Apples Modem-Strategie. Für internationale Modelle setzt der Konzern auf den hauseigenen C2-Modem „Ganymede“ (4nm). Der Haken: Der Chip unterstützt kein mmWave. US-Modelle werden daher weiterhin auf Qualcomm-Hardware setzen – konkret auf die Chips SDX80M und SDR875.
Größere Akkus, dickeres Gehäuse
Die geleakten Daten bestätigen frühere Gerüchte zu größeren Akkus. Das iPhone 18 Pro soll einen 4.288 mAh-Akku erhalten, das Pro Max-Modell in der eSIM-Version sogar 5.567 mAh. Branchenbeobachter spekulieren: Dank des effizienten A20 Pro-Chips könnte das Pro Max mit Android-Geräten mithalten, die 7.000 mAh bieten.
Doch die größere Leistung hat ihren Preis: Das Gehäuse des iPhone 18 Pro wächst auf 9,9 bis 10,9 Millimeter Dicke – ein deutlicher Sprung gegenüber den 8,75 Millimetern des aktuellen 17 Pro.
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Kamera-Update und neues Design
Die Kamera erhält ein grundlegendes Upgrade. Ein dreifacher 48-MP-Sensor und eine Hauptlinse mit variabler Blende stehen auf dem Plan. Die veränderte Optik erklärt auch die zusätzliche Dicke des Geräts.
Weitere Details aus dem Leak:
- Dynamic Island: Verkleinerte Display-Aussparung
- Display: 6,9 Zoll LTPO-OLED beim Pro Max
- Farben: Dark Cherry, Light Blue, Dark Grey und Silver
- Satelliten-Features: Verbesserte 5G-via-Satellit und NR-NTN-Konnektivität
Lieferkette unter Druck
Der Vorfall bei Tata Electronics wirft ein Schlaglicht auf die wachsenden Sicherheitsrisiken in globalen Fertigungsnetzwerken. 2025 wurden rund 25 Prozent aller iPhones in Indien montiert. Die gestohlenen 200.000 Dateien enthalten nicht nur Apple-Geheimnisse – auch Dokumente zu Tesla, Qualcomm und TSMC sind betroffen. Bei Tesla geht es unter anderem um Ladeanschluss-Steuerungen für das Model Y und Zeichnungen zum Projekt Highland.
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Tata Electronics hat eine internationale Beratungsfirma für eine forensische Prüfung engagiert. Apple und Tesla führen eigene interne Untersuchungen durch. Das indische Ministerium für Elektronik und IT analysiert derweil das Ausmaß des Diebstahls geistigen Eigentums.
Die Preise für das iPhone 18 Pro könnten laut Branchenkreisen auf bis zu 1.399 US-Dollar steigen – ein deutlicher Aufschlag gegenüber den Vorgängermodellen.

