Berichte über die kommende Chip-Generation von Apple bestätigen einen deutlichen technologischen Fortschritt in der Hardware-Entwicklung. Die neue A20-Chip-Architektur erzielt demnach eine Verbesserung der Energieeffizienz um 30 Prozent. Während diese Leistungsdaten auf einen Generationssprung hindeuten, wird die Produktion der neuen Komponenten derzeit durch erhebliche Engpässe in der globalen Lieferkette für Speicherbausteine belastet.
2nm-Fertigung und technologische Neuerungen
Der neue A20 Pro wird unter Einsatz der 2nm-Technologie des Auftragsfertigers TSMC hergestellt. Neben der gesteigerten Energieeffizienz von 30 Prozent sehen aktuelle Daten eine Leistungssteigerung von 15 Prozent im Vergleich zur Vorgängergeneration vor. Technologisch setzt Apple beim A20 Pro auf ein sogenanntes WMCM-Packaging (Wafer-Level Multi-Chip Module). Dieses Verfahren erfordert die Integration von DRAM direkt zum Zeitpunkt der Verpackung der Chip-Einheiten.
Darüber hinaus soll das iPhone 18 Pro Max, in dem der Chip zum Einsatz kommt, mit einem 5.500-mAh-Akku ausgestattet werden – dem bisher kapazitätsstärksten Energiespeicher in der Geschichte des Smartphones. Das Gerät wird voraussichtlich eine Gehäusedicke von 9 mm aufweisen und ein Gewicht von etwa 240 g erreichen. Weitere technische Details umfassen ein LTPO+-Display sowie ein um 35 Prozent verkleinertem Dynamic Island, das durch eine Under-Display-Face-ID-Lösung ermöglicht wird. Eine variable Kamerablende und Satelliten-5G-Funktionalität über den ebenfalls neuen C2-Modem-Chip ergänzen die Spezifikationen.
Lieferengpässe bei Speicherkomponenten belasten Produktion
Trotz der technologischen Fortschritte sieht sich die Produktion mit massiven Hindernissen konfrontiert. Berichten zufolge lagern bei TSMC derzeit A20-Pro-Wafer im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar, die aufgrund fehlender DRAM-Komponenten nicht fertiggestellt werden können. Die Knappheit bei den Speicherchips wird primär auf die weltweit hohe Nachfrage im Bereich der Künstlichen Intelligenz zurückgeführt.
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Apple bezieht seinen DRAM-Bedarf von Micron, SK Hynix und Samsung. Die Versorgungslage ist dabei kritisch: Micron hat seine Produktionskapazitäten für Speicher bereits bis in das Jahr 2027 vollständig verkauft. Vor diesem Hintergrund erwägt Apple, CXMT als zusätzlichen Lieferanten zu qualifizieren. Bereits am 30. Juli bestätigte Apple-CEO Tim Cook in einer Telefonkonferenz sehr erhebliche Einschränkungen bei der Versorgungslage. Diese Knappheit betrifft neben dem Hauptprozessor A20 Pro auch das C2-Modem.
Auswirkungen auf iPhone-18-Portfolio und Preisgestaltung
Die angespannte Zuliefersituation hat unmittelbare Folgen für die Produktplanung und die Marktstrategie. Während Apple für die gesamte iPhone-18-Reihe ein Volumen von 200 Millionen Einheiten plant, wurden beim iPhone 17 im Jahr 2025 noch 245 Millionen Einheiten ausgeliefert. Aufgrund der Komponentenknappheit wird erwartet, dass im September 2026 zunächst nur die Pro-Modelle – das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max – auf den Markt kommen. Der Launch des Standardmodells könnte sich hingegen bis Anfang 2027 verzögern.
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Die gestiegenen Kosten für Speicherchips schlagen sich zudem in der Preisgestaltung nieder. Im Jahresvergleich wird mit einem Preisanstieg von 24 Prozent gerechnet. Die Preise für das iPhone 18 Pro sollen bei 1.399 US-Dollar starten, während das Pro Max zwischen 1.449 und 1.499 US-Dollar kosten soll. Obwohl Apple zuversichtlich bleibt, die anfängliche Nachfrage bedienen zu können, warnen Branchenbeobachter vor verlängerten Online-Wartezeiten und möglichen Lieferengpässen nach dem Verkaufsstart.

