iPhone 18 Pro: Apple erhöht Preise um 100 Dollar ab September

KI-Server treiben die Nachfrage nach Speicherchips, während Apple, Nvidia und weitere Hersteller höhere Geräte- und Komponentenpreise melden.

Speicherchips sind zum Nadelöhr der gesamten Elektronikbranche geworden. Von Smartphones über Laptops bis zu Spielekonsolen ziehen die Preise an – ausgelöst durch eine Kombination aus explodierender KI-Nachfrage nach Speicherbausteinen und geopolitischen Handelskonflikten. Aktuelle Berichte und Unternehmensangaben aus dem Sommer 2026 zeichnen das Bild einer Branche im Umbruch.

Apple zwischen Gerüchten und Fakten

Im Zentrum der Betatbe steht Apple. Berichten vom 29. August 2026 zufolge plant der Konzern eine Preiserhöhung für kommende iPhone-Modelle um rund 100 US-Dollar aufgrund steigender Komponentenkosten – das Pro-Modell würde demnach von 1.099 auf 1.199 US-Dollar steigen, ein Plus von etwa neun Prozent.

Ein Bericht unter Berufung auf Bloomberg-Journalist Mark Gurman relativierte zugleich viral kursierende, deutlich höhere Preisvorhersagen von 1.299 US-Dollar für das iPhone 18 Pro und 1.399 US-Dollar für die Pro-Max-Variante; eine kolportierte Zahl von 2.299 US-Dollar für eine 2-TB-Max-Version blieb unbestätigt.

Andere Quellen vom selben Tag nannten für den für den 9. September 2026 erwarteten Launch der modeller iPhone 18 Pro und Pro Max sogar Preissteigerungen von 200 bis 300 US-Dollar, begründet mit gestiegenen Speicherkosten.

Zu den erwarteten technischen Neuerungen zählen ein A20-Pro-Chip in 2-Nanometer-Fertigung, ein verkleinertes Dynamic Island, eine variable Blende sowie ein neues C2-Modem. Standardmodelle der iPhone-18-Reihe sollen den Berichten zufolge erst im Frühjahr 2027 folgen.

Bereits im Juni 2026 hatte Apple die Preise für MacBooks und iPads spürbar angehoben – Berichten zufolge um 15 bis 25 Prozent, wobei der Durchschnitt bei Mac- und iPad-Modellen bei etwa 23 Prozent gelegen haben soll.

Ende August 2026 brachte Apple zudem neue Mac-mini- und Mac-Studio-Modelle nach Indien, mit Preisen ab 99.900 Rupien für den Mac mini mit M6-Chip bis zu 6,29.900 Rupien für den Mac Studio mit M5-Ultra-Chip; die Vorbestellung startete am 25. August, die Auslieferung ist für den 22. September vorgesehen.

Die Speicherpreis-Spirale als gemeinsamer Nenner

Hinter den Preissprüngen mehrerer Hersteller steht ein gemeinsamer Treiber: der massive Bedarf an Speicherchips für KI-Serverinfrastruktur. Ein Bericht der Minneapolis Fed vom Juli 2026 bezifferte den Effekt der KI-Hardware-Nachfrage auf die US-Kerninflation mit 0,4 Prozentpunkten – ein Beitrag in ähnlicher Größenordnung wie die von US-Präsident Trump verhängten Zölle, die mit 0,2 bis 0,4 Prozentpunkten zu Buche schlugen. Die Kern-PCE-Inflationsrate lag demnach bei 3,3 Prozent im Jahresvergleich, die allgemeine US-Inflation im Juli 2026 bei 3,7 Prozent.

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Auch Nvidia meldete am 29. August 2026 Preiserhöhungen von mehr als 15 Prozent, in der Spitze bis zu 17 Prozent, für KI-Serverplattformen wie Vera Rubin und Grace Blackwell, die ab Anfang 2027 wirksam werden sollen.

Grund seien ebenfalls die Speicherkosten: Die Preise für Server-DRAM stiegen im dritten Quartal 2026 im Quartalsvergleich um 13 bis 18 Prozent, nachdem sie im ersten Quartal 2026 bereits um 80 bis 90 Prozent gesprungen waren. Speicherchips machen laut Bericht mittlerweile rund 25 Prozent der Serverkosten aus.

Nvidia selbst verpflichtete sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 zu Speicherbeschaffungen im Umfang von 279 Milliarden US-Dollar, bei einem Quartalsumsatz von 96,2 Milliarden US-Dollar (plus 106 Prozent im Jahresvergleich) und einem Datencenter-Umsatz von 89 Milliarden US-Dollar (plus 117 Prozent).

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Die Bruttomarge des Unternehmens soll im vierten Quartal auf 71 bis 72 Prozent sinken. Speicherhersteller Micron verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Umsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 346 Prozent.

Auch bei passiven Bauteilen zeigt sich der Trend: Samsung Electro-Mechanics kündigte am 28. August 2026 an, im vierten Quartal 2026 die Preise für Kondensatoren (MLCCs) anzuheben – für X5R-Bauteile im OEM/ODM-Geschäft um 25 bis 30 Prozent, für X6S-Kondensatoren, die in KI-Servern verbaut werden, um 10 bis 20 Prozent.

Die Lagerbestände lagen im Juli unter 30 Tagen, die Lieferzeiten erreichten im August rund 21 Wochen. Der Quartalsumsatz des Unternehmens stieg auf 1,65 Billionen Won, ein Plus von 29 Prozent im Jahresvergleich.

Konsolen und Handelspolitik verschärfen den Druck

Die Speicherknappheit trifft auch die Gaming-Branche. Berichten vom 28. August 2026 zufolge ist der Preis der Xbox Series S seit ihrem Marktstart um 67 Prozent gestiegen. Die PlayStation 5 als Disc-Version kostet demnach 649,99 US-Dollar, die PS5 Pro 899,99 US-Dollar, verfügbar ab dem 2. April.

Nintendos Switch 2 soll ab dem 1. September für 499,99 US-Dollar erhältlich sein. Microsoft bezifferte die eigenen Speicherkosten als mehr als das 2,5-Fache des früheren Niveaus, bei DRAM-Preissteigerungen von 13 bis 18 Prozent im dritten Quartal und NAND-Preissteigerungen von 10 bis 15 Prozent.

Xbox-Managerin Asha Sharma erklärte, die durch die KI-Nachfrage ausgelöste Speicherkrise treffe unmittelbar die Konsolenproduktion. Ein internes Projekt namens Helix solle die Kosten senken, unter anderem indem physische Disc-Versionen in digitale Lizenzen umgewandelt werden könnten. Der Branche werde ein mehrjähriger Preisdruck vorausgesagt.

Verschärft wird die Lage durch handelspolitische Entwicklungen. Kanada erhebt ab dem 8. September 2026 Gegenzölle von 50 Prozent auf US-Waren einschließlich Elektronik, wobei das Ursprungsland der Produkte entscheidend ist.

Parallel erwägt die US-Regierung eine zweite Runde von Chip-Zöllen: einen möglichen 25-Prozent-Zoll auf Fertigprodukte mit ausländischen Chips wie Laptops, Konsolen und Server, wobei bisherige Ausnahmen für Rechenzentren zur Disposition stünden.

Ein konkreter Zeitplan für die Einführung steht noch aus. Ein Urteil des Supreme Court vom 20. Februar 2026 hatte zuvor bereits die sogenannten IEEPA-Zölle für unwirksam erklärt – dennoch stiegen die Konsolenpreise danach weiter.

Insgesamt zeigt sich damit ein Muster, das sich durch fast alle Bereiche der Consumer-Elektronik zieht: Der durch KI-Rechenzentren getriebene Speicherbedarf verknappt Bauteile branchenübergreifend, während handelspolitische Unsicherheiten zusätzlichen Preisdruck erzeugen. Verbraucher dürften sich daher in den kommenden Monaten auf weiter steigende Preise für Smartphones, Computer und Spielekonsolen einstellen müssen.