iPhone 18 Pro: Apple erhöht Preise um bis zu 250 Euro ab Juni

Tim Cook bestätigt Preiserhöhungen für Apple-Geräte wegen explodierender Speicherchip-Kosten durch KI-Nachfrage.

Der weltweite KI-Boom treibt die Preise für Speicherchips in die Höhe – und Apple gibt die Kosten nun an seine Kunden weiter. Tim Cook spricht von einer „Jahrhundertflut“ auf dem Chipmarkt.

Apple-Chef Tim Cook hat am Donnerstag bestätigt, dass Preiserhöhungen für die Kernprodukte des Konzerns unvermeidbar sind. Betroffen sind demnach iPhones, MacBooks und iPads. Ursache ist eine globale Verknappung von Speicherchips, ausgelöst durch die rasant steigende Nachfrage nach Infrastruktur für Künstliche Intelligenz.

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Hunderte Euro Aufschlag beim iPhone 18 Pro?

Branchenanalysten beginnen bereits mit konkreten Prognosen. Das Marktforschungsinstitut TechInsights rechnet beim kommenden iPhone Pro mit einem Aufschlag von umgerechnet rund 250 Euro, um die aktuellen Gewinnmargen zu halten. Der Einstiegspreis für das iPhone 18 Pro könnte damit bei etwa 1.200 Euro liegen. Etwas moderater schätzt TrendForce die Lage ein: Dort geht man von 140 bis 185 Euro Mehrkosten für das Premium-Smartphone aus.

Die Preisanpassungen könnten schneller kommen als gedacht. Berichten zufolge sollen die neuen Preise bereits ab Montag, dem 22. Juni 2026, greifen – möglicherweise zeitgleich mit den jährlichen Back-to-School-Aktionen. Erste Schritte hat Apple bereits eingeleitet: Beim Mac Mini und dem M5 MacBook Pro wurden günstigere Einstiegskonfigurationen gestrichen. In einigen Märkten ist der Mac Mini bereits teurer geworden.

KI-Durst treibt Chipkosten in die Höhe

Der Haupttreiber ist ein drastischer Anstieg der Speicherchip-Preise. Laut Morgan Stanley haben sich die Kosten innerhalb des letzten Jahres versechsfacht. Der Grund: KI-Server konkurrieren mit der Unterhaltungselektronik um die weltweit knappen DRAM- und SSD-Bauteile.

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Cook beschrieb die Lage als „Jahrhundertflut“ und betonte, dass die Situation selbst in seinen 40 Jahren bei Apple beispiellos sei. Die Kostensteigerungen seien für das Unternehmen nicht mehr vollständig zu stemmen. Um die benötigten Komponenten zu sichern, will Apple offenbar seine Barreserven von über 150 Milliarden Euro nutzen. Den Bau eigener Chipfabriken schließt der Konzern jedoch aus.

Führungswechsel zum Höhepunkt der Krise

Die Ankündigung fällt in eine Phase des Umbruchs. Tim Cook wird sein Amt als CEO planmäßig am 1. September 2026 abgeben. Die neue Führungsspitze übernimmt dann einen Konzern in einem schwierigen Marktumfeld: Morgan Stanley prognostiziert, dass die Preise für Smartphones und PCs in den USA in diesem Jahr insgesamt um rund 15 Prozent steigen werden.

Ein kleiner Lichtblick: Ältere Modelle, die noch im Sortiment sind, sollen vorerst zu den aktuellen Preisen angeboten werden. Analysten raten Kunden jedoch, aktuelle Angebote und Rabattaktionen jetzt zu nutzen – denn nach der Einführung der neuen Preisstruktur dürfte es im gesamten Apple-Portfolio teurer werden.