iPhone 18 Pro: Apple erhöht Preise um bis zu 280 Euro

Apple-Chef Cook bestätigt Preiserhöhungen für iPhones, iPads und MacBooks aufgrund massiv gestiegener Speicherchipkosten.

Cupertino – Apple-Chef Tim Cook hat in einem Interview am Montag bestätigt, dass der Konzern die Preise für seine Geräte anheben wird. Betroffen sind iPhones, iPads und MacBooks. Cook bezeichnete die Anpassungen als unvermeidbar und verwies auf eine dramatische Verknappung von Speicherchips, die die Komponentenkosten in die Höhe treibt. Der Manager sprach von einem „Jahrhundertereignis“ in den Lieferketten, ausgelöst durch den rasanten Ausbau der KI-Infrastruktur.

Speicherkosten explodieren – Sechsfacher Anstieg binnen eines Jahres

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Der Haupttreiber der Preiserhöhung sind die explodierenden Kosten für Arbeitsspeicher und Datenspeicher. Laut Cook sind die Preise für Speicherbauteile innerhalb eines Jahres um mehr als das Sechsfache gestiegen. Branchendaten zufolge haben sich die Preise seit Oktober 2025 mehr als verdoppelt. Analysten rechnen bis Ende 2026 mit weiteren Steigerungen von 30 bis 40 Prozent.

Ursache ist der enorme Bedarf von Rechenzentren, die voraussichtlich rund 70 Prozent der weltweiten Speicherproduktion im Jahr 2026 verschlingen werden. Diese Marktbedingungen setzen die Margen der Hersteller massiv unter Druck. Laut Berechnungen von TechInsights sind die Herstellungskosten für ein Premium-Smartphone wie das erwartete iPhone 18 Pro auf umgerechnet rund 675 Euro gestiegen – der Vorgänger kostete in der Produktion noch etwa 540 Euro. Allein die Kosten für 12 Gigabyte Arbeitsspeicher stiegen von geschätzt 36 Euro auf rund 135 Euro, während die Speicherkosten für 256 Gigabyte von 12 auf 47 Euro kletterten.

iPhone 18 Pro könnte 300 Euro teurer werden

Branchenexperten rechnen damit, dass die Preiserhöhungen unmittelbar bevorstehen – möglicherweise pünktlich zu den anstehenden „Back-to-School“-Aktionen. Apple hat bereits bei einigen MacBook-Modellen die Preise um bis zu 370 Euro angehoben. Die deutlichsten Aufschläge werden jedoch für die kommende iPhone-18-Serie erwartet.

Schätzungen des Wall Street Journal und von TechInsights zufolge könnte das iPhone 18 Pro bei einem Einstiegspreis zwischen 1.200 und 1.300 Euro starten – das wäre ein Aufschlag von 185 bis 280 Euro gegenüber den aktuellen Modellen. Das iPhone 18 Pro Max soll demnach bei rund 1.400 Euro beginnen. Zum Vergleich: Die aktuelle iPhone-17-Reihe startet bei 559 Euro für das 17e und 1.115 Euro für das 17 Pro Max. Neben den Speicherkosten treiben auch neue Hardware-Funktionen wie eine variable Blende der Kamera die Produktionskosten in die Höhe.

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Markt schrumpft – Branche erwartet Preisschock

Die geplanten Preiserhöhungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Marktforscher ihre Erwartungen für den globalen Smartphone-Markt nach unten korrigieren. Goldman Sachs senkte seine Prognosen für die Auslieferungen auf 1,14 Milliarden Geräte für 2026 und 1,17 Milliarden für 2027. IDC erwartet einen Rückgang der Smartphone-Auslieferungen um 12,9 Prozent im laufenden Jahr, Gartner warnt sogar vor einem Minus von 8,4 Prozent. Analysten von Omdia rechnen branchenweit mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von 20 Prozent über alle Smartphone-Marken hinweg.

Die strategischen Weichenstellungen bei Apple fallen in eine Phase des Führungswechsels. Tim Cook wird am 1. September 2026 als CEO zurücktreten, sein Nachfolger wird John Ternus. Weitere Details zu den Auswirkungen der Speicherpreise auf den Technologiesektor werden für Donnerstag erwartet, wenn der Speicherhersteller Micron Technology seine Quartalszahlen vorlegt.