Apple hat die Preise für vier iPhone-Modelle in Deutschland kräftig angehoben. Aufschläge von bis zu 350 Euro betreffen die aktuelle Modellpalette, wie mehrere Berichte übereinstimmend darlegen. Damit setzt der Konzern seine im September vorgestellten Neuheiten unter deutlich höhere Preispunkte als bisherige Generationen.
Neue Preise für iPhone 18 Pro und Pro Max
Konkret kostet das iPhone 18 Pro künftig ab 1.449 Euro, die Pro-Max-Version startet bei 1.599 Euro – jeweils 150 Euro mehr als beim jeweiligen Vorgängermodell. In den USA schlägt sich der Aufschlag mit 100 US-Dollar nieder: Dort startet das iPhone 18 Pro bei 1.199 US-Dollar, die Pro-Max-Variante bei 1.299 US-Dollar.
Auch das iPhone 17 verteuert sich um 150 Euro. Erstmals bietet Apple beim iPhone 18 Pro zudem eine 2-Terabyte-Speicheroption an. Die Vorbestellung startet am 12. September, der Verkauf beginnt am 18. September.
Technisch bringt die Pro-Reihe mit dem A20-Pro-Chip in 2-Nanometer-Fertigung, einer 48-Megapixel-Hauptkamera mit variabler Blende, Wi-Fi 7 sowie einer verkleinerten Dynamic Island mit Platz für drei gleichzeitige Live Activities einige Neuerungen mit.
Betrieben werden die Geräte mit iOS 27, das Apple-Intelligence-Funktionen und eine überarbeitete Siri integriert – laut einem Bericht basiert die Sprachassistentin künftig auf Google-Gemini-Technologie.
Erstmals ein faltbares iPhone
Parallel zu den Preiserhöhungen stellte Apple mit dem iPhone Duo erstmals ein faltbares Modell vor. Es verfügt über ein 7,6 Zoll großes Innendisplay und ein 5,4 Zoll großes Außendisplay, ein Titangehäuse und startet in Deutschland bei 2.299 Euro, in den USA bei 1.999 US-Dollar; die 2-Terabyte-Version kostet 3.799 Euro.
Zusammengeklappt hat das Gerät demnach die Größe eines Reisepasses, misst 5,2 Millimeter im aufgeklappten und 11,3 Millimeter im zusammengeklappten Zustand und wiegt 254 Gramm. Es ist nach IP68 zertifiziert, verfügt über den A20-Pro-Chip von TSMC, ein C2-Modem, Touch ID sowie eine 48-Megapixel-Haupt- und Ultraweitwinkelkamera.
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Vorbestellungen sind ab dem 16. Oktober möglich, der Verkaufsstart ist für den 23. Oktober angesetzt. Im internationalen Preisvergleich liegt das iPhone Duo mit 1.999 US-Dollar rund 100 US-Dollar über den Faltmodellen von Samsung (Galaxy Z Fold8) und Google (Pixel 11 Pro Fold).
Es war zugleich der erste öffentliche Auftritt von Apples neuem CEO John Ternus bei einem Apple-Event in Cupertino.
Speicherchip-Knappheit als Preistreiber
Als Ursache für die Preiserhöhungen nennen Berichte eine weltweite Knappheit bei Speicherchips, ausgelöst durch den hohen Bedarf von KI-Rechenzentren. Die Preise für Speicherchips sollen sich demnach seit Ende 2025 vervierfacht haben. Ein früherer Apple-Chef bezeichnete die Entwicklung als „Jahrhunderthochwasser“ und erklärte, die Kosten ließen sich nicht mehr vollständig vom Unternehmen auffangen.
Auch bei bestehenden Modellen zog Apple die Preise an: Ab dem 9. September erhöhten sich die Preise in den USA um jeweils 100 US-Dollar, das iPhone 16 startet nun bei 799 US-Dollar, das iPhone 17e bei 699 US-Dollar, das iPhone 17 bei 899 US-Dollar und das iPhone Air bei 1.099 US-Dollar.
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Die Modelle iPhone 17 Pro und 17 Pro Max wurden aus dem Programm genommen. In Indien sollen die Preise laut Berichten sogar um 20,5 Prozent gestiegen sein.
Foldable-Markt wächst
Trotz der hohen Einstiegspreise rechnet der Marktforscher IDC mit deutlichem Wachstum im Segment faltbarer Smartphones: Für 2026 wird ein Anstieg um 13 Prozent auf 22,6 Millionen verkaufte Geräte erwartet, für 2027 ein weiteres Plus von 18 Prozent auf 27 Millionen Einheiten. Apple soll demnach 2027 einen Marktanteil von 40 Prozent in diesem Segment erreichen.
Bislang machen Foldables laut IDC allerdings nur einen kleinen Teil des gesamten Smartphone-Marktes aus – 2025 lag ihr Anteil bei lediglich 1,6 Prozent aller verkauften Smartphones. Zum Vergleich: Das iPhone Air, Apples dünnes Nicht-Falt-Modell, kam im ersten Monat nach Marktstart nur auf einen Anteil von 3 Prozent am gesamten iPhone-Absatz und verkaufte sich weltweit kaum mehr als 700.000 Mal.
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