Der Konzern aus Cupertino arbeitet an einem Gerät, das Branchenkreisen zufolge als „iPhone Ultra“ oder „iPhone Fold“ auf den Markt kommen soll. Während das Display bereits nahtlos funktioniert, bereitet das Scharnier Probleme.
Scharnier-Probleme bei der Testproduktion
Industriekreise berichten von einem kritischen Engpass in der Fertigung. Das Scharnier des faltbaren iPhones besteht demnach aus einer speziellen Flüssigmetall-Legierung und soll den sichtbaren Knick vermeiden, der frühere Foldable-Generationen anderer Hersteller prägte. Bei Hochfrequenz-Dauertests zeigten die mechanischen Komponenten jedoch vorzeitige Abnutzungserscheinungen – sie erfüllen noch nicht Apples strenge Qualitätsstandards für Langzeithaltbarkeit.
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Die Massenproduktion bei Foxconn ist weiterhin für Juli 2026 geplant. Analysten warnen jedoch: Können die Ingenieure die Probleme im laufenden Quartal nicht lösen, droht eine begrenzte Stückzahl oder eine gestaffelte Auslieferung nach der September-Vorstellung.
Einheitliche Technik für iPhone und iPad
Apple verfolgt einen strategisch klugen Ansatz: Die Scharnier- und Displaytechnologie des Foldable iPhone soll später auch in einem 18,8-Zoll-faltbaren iPad zum Einsatz kommen. Ziel ist ein „knickfreies“ Display-Erlebnis durch einen mehrschichtigen Aufbau. Dabei wird das OLED-Panel zwischen ultradünnen Glasschichten eingebettet, die die Spannung beim Falten gleichmäßiger verteilen.
Das faltbare iPhone selbst wird voraussichtlich ein Buch-Design mit einem 4:3-Seitenverhältnis erhalten. Aufgeklappt misst das innere Display rund 7,8 Zoll – eine Mischung aus Smartphone und iPad mini. Ein 5,5-Zoll-Zweitbildschirm auf der Außenseite übernimmt alltägliche Aufgaben im geschlossenen Zustand.
Technische Daten und die iPhone 18 Pro-Serie
Das Foldable kommt gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und Pro Max auf den Markt. Alle drei Modelle erhalten den A20 Pro-Chip aus TSMCs 2-Nanometer-Fertigung. Er verspricht 15 Prozent mehr Rechenleistung und 30 Prozent höhere Energieeffizienz. Für KI-Anwendungen stehen beim Foldable 12 Gigabyte RAM bereit.
Während die Pro-Modelle weiterhin Face ID unter dem Display und eine um rund 35 Prozent verkleinerte Dynamic Island bieten, setzt das Foldable auf Touch ID im Einschaltknopf – ähnlich wie aktuelle iPads. Die Preisprognosen liegen zwischen 2.000 und 2.500 Euro, was es zum teuersten Apple-Mobilgerät aller Zeiten machen würde.
Strategischer Wandel im Produktfahrplan
Apple ändert mit dem Foldable seine Marktstrategie. Die Pro- und Ultra-Modelle kommen im Herbst 2026, die günstigeren Basisversionen des iPhone 18 folgen erst im Frühjahr 2027. Damit konzentriert sich Apple on Premium-Hardware zur wichtigen Weihnachtssaison.
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Für die OLED-Panels hat Apple einen Dreijahres-Exklusivvertrag mit Samsung Display abgeschlossen. Grund: Nur Samsung kann die geforderten technischen Spezifikationen und Stückzahlen liefern. Die ersten Panel-Bestellungen belaufen sich auf rund drei Millionen Einheiten.
Apples verspäteter Einstieg in den Foldable-Markt
Rund sieben Jahre nach den ersten Konkurrenzprodukten betritt Apple nun den Markt für faltbare Smartphones. Die Verzögerung ist hausgemacht: Apple bestand darauf, den Display-Knick zu eliminieren und eine Haltbarkeit zu erreichen, die den traditionellen Flaggschiff-Modellen entspricht.
Mit dem A20 Pro-Chip und der tiefen Integration in das Apple-Ökosystem positioniert sich das Unternehmen anders als die Konkurrenz: Das Foldable soll weniger Luxus-Spielzeug sein, sondern ein echtes Produktivitätswerkzeug. Der technische Überlapp mit dem geplanten 18,8-Zoll-iPad deutet auf eine langfristige Strategie hin: Apple will die Portabilität des iPhones mit dem Nutzen des iPads in einer einheitlichen Hardware-Architektur vereinen.
Ausblick: Entscheidende Wochen für Apples Foldable
Der Juli 2026 wird zum entscheidenden Termin. Gelingt es den Ingenieuren, die Haltbarkeit des Flüssigmetall-Scharniers zu finalisieren, steht das Foldable iPhone im Mittelpunkt der September-Keynote. Ein Erfolg könnte die weltweiten Auslieferungen von In-Fold-OLED-Displays um fast 90 Prozent steigen lassen.
Doch die Komplexität der Fertigung spricht für Lieferengpässe. Die erste Generation wird voraussichtlich nur in begrenzter Stückzahl verfügbar sein. Branchenkenner rechnen damit, dass Apple das Gerät zunächst als Nischenprodukt positioniert – bevor die Technologie in den Folgejahren in die Breite geht.

